Agusta am 12.08.2008 um 21:01 Uhr
Stimmt es, dass es etwas bringt, wenn man neue Bremsbeläge vor dem einbauen von vorne mit Schmirgelpapier anraut und die hintere Seite mit Kupferpaste einstreicht? Das verbessert laut einem Bekannten die Performance ungemein, ohne Einfahrtszeit. Was sagt ihr?
Die Kupferpaste dient eigentlich nur zur Wärmeleitung in Kombination mit dem kleinen Bremsblech. Was das anrauen der Beläge angeht glaube ich nicht, dass das etwas bringt. Das Material ist sehr hart und bestimmt nicht einfach mit Schmirgelpapier zu bearbeiten. Ein Verglasen der Bremsbeläge kann diese ruinieren, optimieren kannst Du diese durch langsames einfahren, also anfangs vorsichtig bremsen.

Oder ist mit "anrauhen" eigentlich das Kanten brechen gemeint, also die Ränder der Beläge im 45 Grad Winkel anfeilen? Damit, so zumindest bei Autos, soll lästiges Quietschen verhindert werden, wo auch die Kupferpaste auf der Rückseite der Beläge positiven Einfluss übt.

Neue Beläge bloß nicht anrauhen! Die schleifen sich von selbst ein!
Hi, duc996 hat Recht mit der Kupferpaste. Sie ist ein Wundermittel gegen das Quietschen. Früher hat man die Bremsbeläge tatsächlich angerauht, sollte gegen Verglasung schützen. Muss aber gekonnt sein, gleichmäßig und nicht zu rauh.
Danke für die Antwort, Thlue!
Die Kupferpaste dient nicht der besseren Wärmeabfuhr (ist eigentlich hinderlich), sondern dient nur dazu, dass das Blech am Bremskolben nicht frist (z.B. Korrosion) und wirkt als "Wundermittel" gegen Quietschen.