Ein sehr guter Rennfahrer zeichnet mit seinem Fahrkönnen wohl ziemlich genau den Kreis Nr.3 nach, Durchschnittsfahrer eher die Nr.2, Anfänger die 1. Nun meine Frage: Kann eine sehr gut abgestimmte Traktionskontrolle inkl. Sport-ABS den Kreis Nr.3 nachzeichnen, wenn es in den Regelbereich kommt?
Bild/er:

die Frage war ja was eine Traktionskontrolle kann... sie ist ja der Umkehreffekt des ABS beim Bremsen, und für das Beschleunigen zuständig. Auch ein Rossi, der meiner Meinung nach der Beste ist, kann nicht das was eine Traktionskontrolle leisten kann. Denn Schräglagen, Fahrbahnzustände, Beschleunigen (und Verzögern) geschehen laufend im Wechsel, also auch damt die Kräfte die am Reifen ziehen und zerren. Mal mehr, mal weniger, Die Traktionskontrolle kontolliert dabei die Längskräfte (Beschleunigung)die vom Motor auf den Reifen kommen, und läßt nur das zu, was gerade noch als Differenz zwischen evtl. benötigter Schräglage (Seitenführung) und tatsächlicher Reifenhaftung noch möglich ist. aber auch beim Geradeausfahren, wenn zuviel Kraft an den Reifen kommt, verhindert sie das durchdrehen. Vorteil für den Fahrer: Vollgas beim Beschleunigen, alles was zuviel wäre verhindert die Kontrolle. Alles läuft dann an der Reifenhaftungsgrenze ab. Wer den Kammschen Kreis kennt, weiß ja daß man da auch rein theoretsich auf 140% der Reifenhaftung kommen kann, wenn man mögliche Seitenkräfte und Längskräfte in dem Oval addiert. Wie, erkläre ich euch, wenn ihr es wissen wollt.
ALSO:
hier geht es um Vektoren: http://de.wikipedia.org/wiki/Vektor
der kreis (der eigendlich eine oval sein sollte, dh in richtung der kurven viel dünner als in richtung des beschl-bzw bremsgrippes) ist sozusgen die grenze des zur verfügung stehenden grippes. wenn man zu 100% den grip des reifens ausnutzt, dann kann man nichtmehr eine kurve fahren. wenn man eine kurve mit voller schräglage an der gripgrenze des reifens fährt, dann kann man nichtmehr bremsen ohne abzufliegen.
wenn man jetzt den reifen mit 50& der schräglage ausnutzt, hat man noch (NUR IN DER THEORIE, kp wie das genau abläuft ;-)) 50% für das bremsen übrig (ohne aufstellmoment, blabla). bei 90 des bremsens in kurve kann man jetzt aber nichtmehr von 10% der seitenführungskraft ausgehen, weil das irgnedwelche sinusfunktionen sein werden, was weis ich. ich geh jetzt billard spielen, hab genug geschrieben. weiterlesen sollte man beim buch des herrn stoffregens. Motorradtechnik! google hilft
grüße, der besserwisser
kobaia am 11. November 2009 19:57 Hallo Gast!
Einsteigen... in die Plattform! Du bist nicht der Einzige der sich fragt "was geht denn hier ab"... mach mit und "helfe" allen, die unser Hobby teilen. Kein spezialisiertes Expertenforum aber eine Möglichkeit grundlegendes Wissen weiterzugeben... hilft "Dir", "Mir", "Meinen Kindern", "Deinen Kindern"... "uns allen" !!!??? ;-)
Bonny2 am 17. November 2009 11:38 Auch Dir vielen Dank. Gruß Bonny
Ok, ich versuche es in Kurzform. Der Kreis bedeutet die Grenze der Reifenhaftung bei Bremsen, Beschleunigung und Kurvenfahrt. An den Kreuzungspunkten der Geraden liegen die reinen Kräfte Beschleunigung, Bremsen und Seitenführung vor, auf dem Kreisbogen dazwischen die maximalen Seitenführungs- und Brems- bzw. Beschleunigungskräfte, die trotz Schräglage übertragen werden können. Ein guter Fahrer (Nr.3) schafft es, ohne elektronische Hilfsmittel praktisch in jeder Situation an die Grenze (Kreis) zu gehen, Anfänger können schon zügig beschleunigen und recht gut bremsen, in Schräglage bremsen und beschleunigen sie aber nur wenig, was die Dellen des Bereichs kennzeichnet.
Bonny2 am 17. November 2009 11:36 Konnte erst heute Deine Erklärung lesen. – Vielen Dank, habe wieder etwas dazugelernt. Dickes Lob! Gruß Bonny

Kannst Du das mit den Kreisen uns mal genauer erklären. Aber bitte nur Du. Denn Du scheinst Dich damit sicher sehr gut auszukennen.
Gruß Bonny
Auch Dir vielen Dank. Gruß Bonny