Frage von Djallo, 132

Sollte man wirklich in der Fahrstreifenmitte fahren?

Hallo,

Ich habe in der Fahrschule gelernt, dass das Motorrad zentral im Fahrstreifen fahren soll (wenn man keine Kurve fährt).

Aber wäre es nicht klüger, eher zur Mitte orientiert zu fahren? Man wird dann leichter gesehen, und sollte ein vorausfahrendes Fahrzeug unerwartet stark abbremsen, kann man vielleicht noch ausweichen.

Wo fahrt ihr? Was ist der Sinn davon, in der Mitte zu fahren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Spider, 71

Ich fahre sehr situationsbezogen.

Fahre ich hinter einem Fahrzeug her und hege keine Ambitionen zu Überholen, bleibe ich in der Fahrspurmitte, eher sogar rechts. So kann mich der Vorausfahrende besser einschätzen. Abstand = Sicherheitsabstand.

Ist mir manchmal das Tempo des Vordermanns zu langsam, orientiere ich mich natürlich nach links, um eine gefahrlose Möglichkeit zum Überholen frühzeitig zu erkennen. In diesen Momenten verringere ich den Abstand zum Vordermann etwas, um zügig vorbei zu kommen, wenn s.o. :-) .

Pauschal - nein. Individuell zu unterschiedlich. Allerdings kann man sich natürlich von Untersuchungsergebnissen, wie gefährliche Situationen verringert werden können, schon leiten lassen.

Gute Frage, ich werde darüber nachdenken. Danke.

Kommentar von Spider ,

Danke für's Sternderl. :-)

Antwort
von Nachbrenner, 63

Servus Djallo

Ich beanspruche den Platz eines PKW´s. Wie der Chapp schon geschrieben hat wird die StVO von Beammten geschrieben und da deren natürliche Haltung der Katzenbuckel zur Obrigkeit hin, ist durften einst vom hocherrschaftlichem Kutschbock aus, minderwertige Verkehrsteilnehmer die hocherrschaftliche Peitsche spüren.

Heute darf noch immer im Überholverbot der "minderwertige" Motorradfahrer überholt werden. Ein lebensgefährliches Gesetz, aber wenn die hohen Herrschaften einen Rosenkranz am Rückspiegel hängen haben, betens vielleicht ein Kügelchen für dich ab.

Des war etz bös, doch ein reiches aber spätes Mädel mit festgenagelten 70km/h innerhalb und außerhalb der Ortschaft, hat mich rüde von der Fahrbahn gedrängt. Mit an Bord ihr Rechtsbeistand, einer von der Sorte wie ihn einst Bundeskanzler Kohl in Augsburg genutzt hat. Dem armen Richter blieb nur der berühmte Kratzfuß.

Also ich mach mich dick und breit und erlasse, auch den hochwohlgeborenen ihr Kügelchen.

Grüßle

Kommentar von Effigies ,

Des war etz bös, doch ein reiches aber spätes Mädel mit festgenagelten 70km/h innerhalb und außerhalb der Ortschaft, hat mich rüde von der Fahrbahn gedrängt.

Was trödelste auch so rum ;o)

Antwort
von flipper, 27

Dabei geht es in erster Linie darum, dass du als 1 Verkehrsteilnehmer (=PKW) betrachtet wirst. Klar kannst du dich etwas weiter am Mittelstreifen orientieren, um ausweichen zu können. Allerdings sei bemerkt, dass der Gegenverkehr dann eben auch eher zur Gefahrenquelle werden kann.

Antwort
von geoka, 88

Ich würde keine generelle Empfehlung geben, da es von der Verkehrssituation abhängig ist.

Fahre ich z.B. in der Stadt bei rechts vor links Regelungen, so würde ich tendenziell eher links im Fahrstreifen fahren, damit ich Fahrzeuge von rechts eher erkennen kann. Ebenso bei Fahrten hinter einem anderen Fahrzeug, um vorausschauend zu fahren und um besser vom abbiegenden Gegenverkehr gesehen zu werden.

Sollte hingegen rechts eine nicht vorfahrtberechtigte Seitenstraße sein, so würde ich hier eher rechts im Fahrstreifen fahren, damit mich ein Fahrer, der aus dieser Seitenstraße kommt eher sehen kann. Oder ich halte reichlich Abstand zum Vordermann, dass sowohl für mich als auch andere die Sicht meist gegeben ist und ich Zeit und Platz zum Ausweichen habe.

Kommentar von Effigies ,

Na, du hast ja vertrauen in deine Mitmenschen.

Ich fahr immer genau andersrum. Möglichst viel Abstand  in der Annahme, daß der Blindfisch mich eh nicht sieht. 

Besonders bei untergeordneten Straßen oder Ausfahrten rechts, muß man immer mit rechnen daß der um zu sehen ob da wer kommt erst mal halb in deine Fahrspur rein fährt bevor er sich umsieht.

Kommentar von geoka ,

Ich weiß echt nicht welchen Text du gelesen hast...

Kommentar von Effigies ,

Sollte hingegen rechts eine nicht vorfahrtberechtigte Seitenstraße sein, so würde ich hier eher rechts im Fahrstreifen fahren,

Den hier....

Kommentar von geoka ,

Würde ich hier links hinter einem Fahrzeug fahren, könnte mich der Fahrer in der Seitenstraße nicht sehen und direkt nach meinem Vordermann losfahren - direkt in mich rein. Tolle Sache!

Abgesehen davon: Rechtsfahrgebot hier voll erfüllt :-)))

Antwort
von haudegen, 69

Siehs doch mal so: wenn du eher zur fahrbahnmitte hin orientiert fährst, und vor dir einer eventuell unerwartet stark abbremst, willst du dich dann zur mitte/gegenverkehr hin retten ? Die meißten nehmen lieber den grünstreifen/rechte seite als eventuelle ausweichszone. Hinzu kommt, solltest du eher zur mitte hin fahren, und einer vom gegenverkehr weicht vllt irgendwas aus, oder macht nen schlenker, dann wirst du schneller erwischt.

Antwort
von fritzdacat, 90

Mitte. (innerhalb deiner Fahrspur)

Die Sicht ist auch auf gerader Strecke nicht eingeschränkt, also sehe ich (als Motorradfahrer) auch nicht mehr, wenn ich links oder rechts fahre.

Und wenn du die Sache aus dem Blickwinkel eines entgegenkommenden  Autofahrers betrachtest, sieht er, wenn du in (oder nah) der Mitte (der Fahrbahn insgesamt) fährst weniger Oberfläche von dir als wenn du in der Mitte deiner Fahrspur fährst. Und rechts solltest du nicht fahren, weil er dich dann z.B. für einen Roller oder Mofa oder ähnlich langsames halten könnte und deine Geschwindigkeit falsch einschätzt.

Antwort
von Effigies, 50

Zur Mitte hin ausweichen ist Selbstmord. Vor allem wenn die aus der anderen Richtung das gleiche tun.

Außerdem ist in der MItte fahren gesetzwidrig. Sollten die in der Fahrschule eigentlich wissen und dir ned so nen Quatsch beibringen. In Deutschland gilt Rechtsfahrgebot, und das heist nicht daß du die rechte Fahrspur benutzen mußt sondern daß du so weit rechts fährst wie möglich.



§ 2 StVO Straßenbenutzung durch Fahrzeuge
(1) Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.

(2)Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.


Kommentar von geoka ,

Du scheinst ohnehin alles viel anders zu sehen :-))

Zur Mitte hin ausweichen ist Selbstmord..

Also lieber nach rechts in den Graben, Leitplanke, Bordstein oder voll drauf?

Vor allem wenn die aus der anderen Richtung das gleiche tun.

Warum sollte ich einem z.B. einem Gegenstand/Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn zur Mitte hin ausweichen wollen?

Außerdem ist in der MItte fahren gesetzwidrig. ... In Deutschland gilt Rechtsfahrgebot, und das heist nicht daß du die rechte Fahrspur benutzen mußt sondern daß du so weit rechts fährst wie möglich.

Das ist korrekt und wird/wurde in den Alpenländern manchmal sogar kontrolliert und sanktioniert. Grau ist die Theorie, aber gesünder auf Dauer die Praxis ;-) Und danach hat mich auch mein Fahrlehrer damals unterrichtet, trotz dieser Vorschriften.

Und an Berghängen fahre ich wegen loser Steine rechts auf der Fahrbahn lieber links in der Spur.


 

Kommentar von Effigies ,

Naja, offensichtlich is der Bub ja noch in der Fahrschule, sollte also erst  mal so fahren lernen daß er überhaupt nen Führerschein bekommt. Den Rest regelt dann mit der Zeit die Erfahrung.

Kommentar von mausekatz ,

Du wurdest fürs Fahren in der Fahrspurmitte sanktioniert? Das wundert mich, denn die Österreicher z.B. sind eher dafür bekannt, Knöllchen fürs Nichtfahren in der Mitte der Fahrspur zu verteilen. 

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Jetzt lebe ich schon so lange in Ö (seit meiner Geburt, um genau zu sein), aber von diesem Gerücht höre ich das erste Mal ;-).

Gelehrt wird hier grundsätzlich mal, die rechte Fahrspur (Rechtsfahrgebot), nicht zu verwechseln mit dem rechten Fahrbahnrand, zu benützen.

Kommentar von Effigies ,

Auch im österreichischen Gesetz gilt das Rechtsfahrgebot, das eben nicht sagt rechte Spur sondern so weit rechts wie möglich/zumutbar.  (StVO, Absch. II §7)

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Zu deiner Information Effigies: der Kommentar ist für mausekatz bestimmt. Deshalb steht dieser nämlich auch unter dessen Kommentar.

Zur weiteren Information: mich brauchst du über österreichische Gesetze mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu belehren.

Kommentar von Effigies ,

Aber auch für mausekatz darf der Kommentar doch richtig sein, oder? Und das war er eben nicht.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

D.h. du weißt - besser als ich - was in österreichischen Fahrschulen gelehrt wird? Denn darauf hat sich mein Kommentar bezogen, nicht auf die Rechtslage bzw. was die Polizei in Ö bestraft bzw. nicht bestraft. Wie war das: wer lesen kann ...

Kommentar von Effigies ,

die rechte Fahrspur (Rechtsfahrgebot),

rechte Fahrspur != Rechtsfahrgebot

Zur weiteren Information: mich brauchst du über österreichische Gesetze mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu belehren.

.....Denn darauf hat sich mein Kommentar bezogen, nicht auf die Rechtslage"

Ja was jetzt? Entscheide dich mal.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Hier ein Link für dich. Da kannst du (vielleicht) erkennen, worauf meine Antwort hinsichtlich des Rechtsfahrgebotes hinzielt.

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/6/Seite.063310.html

Man darf - zumindest in Ö - sich durchaus auch auf den sog. Menschenverstand verlassen ("Die Zumutbarkeit wird unter Bedachtnahme auf die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs beurteilt.")

Hmm - schwierig, jemandem etwas nahe bringen zu wollen, der grundsätzlich alles besser weiß ...

Kommentar von Effigies ,

Versuch nicht deine Fehler schön zu reden sondern lies einfach mal den §7 StVO.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Also - erst Mal, ich brauche nichts schön zu reden. Ich habe nur sehr viel mit Gesetzen zu tun. Und daher weiß ich, dass diese Gesetze, u.a. aufgrund solcher Menschen wie dir, sehr oft kommentiert werden, um diese zu erklären.

Die Seite, aus welcher der Link kommt, erklärt hier sehr vieles. Aber um das zu verstehen, muss man sinnerfassend lesen können. Und ev. mal feststellen/zugeben, dass man sich "verfahren" hat ....

Verstehe nicht, dass du immer so stur auf deiner Meinung beharrst. Einmal gefasst, geht kein Weg dran vorbei.

Kommentar von Effigies ,

Also - erst Mal, ich brauche nichts schön zu reden.

Dann mach es auch nicht.

Und daher weiß ich, dass diese Gesetze, u.a. aufgrund solcher Menschen wie dir, sehr oft kommentiert werden, um diese zu erklären.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzeskommentar

DAS kannst du jetzt aber sicher nicht mir zu schreiben.  Der gesammte Berufsstand der Juristen hätte nix mehr zu tun wenn Gesetze nicht interpretationsbedürftig wären. 

Die Seite, aus welcher der Link kommt, erklärt hier sehr vieles.

Die erklärt überhaupt nix.Die gibt nur den originalen Gesetzestext (den du  sicher immer noch nicht gelesen hast)   verkürzt wieder.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Ich zitiere:
"Das Rechtsfahrgebot besagt, dass Fahrzeuglenkerinnen/Fahrzeuglenker grundsätzlich so weit rechts fahren müssen, wie ihnen dies zumutbar und möglich
ist. Die Zumutbarkeit wird unter Bedachtnahme auf die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs beurteilt. Durch das Rechtsfahren dürfen andere Straßenbenützerinnen/andere Straßenbenützer nicht gefährdet, behindert oder belästigt werden. Darüber hinaus darf die Lenkerin/der Lenker sich nicht selbst gefährden oder Sachen beschädigen.
"

Ich kommentiere das jetzt nicht, jeder der ein klein wenig logisch denken kann, weiß, was da drin steht. Für dich aber habe ich den entscheidenden Satzteil fett gemacht.

Und jetzt lieber Effigies, schick mir einen Link, in welchem das im Gesetz so drin steht ;-)

Ich wiederhole mich nur ungern, aber: wer lesen kann, ist klar im Vorteil ....

Kommentar von Effigies ,

Wie oft denn noch? §7 StVO.

Da steht

er darf hiebei aber nicht Personen gefährden oder Sachen beschädigen.

"Personen" schließen ihn selbst wie andere ein. DAS sollte nicht extra erklärt werden müssen.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Stimmt, eigentlich sollte das nicht erklärt werden müssen. Scheint aber notwendig zu sein. Wie käme man sonst auf die Idee, dass Rechtsfahrgebot heißt, dass man am rechten Rand fahren muss? Damit würde man sich (als Person) nämlich selbst gefährden.

Übrigens, ich kenne den § 7 StVO. Wiederholungen machen deine Antworten nicht besser. Ist so ähnlich, wie wenn man ein Wort mit demselben Wort erklärt.

Kommentar von Effigies ,

Wie käme man sonst auf die Idee, dass Rechtsfahrgebot heißt, dass man am rechten Rand fahren muss?

Keine Ahnung wie man auf so was käme. Zum Glück hat das ja auch (zumindest hier) noch keiner behauptet.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Zitat von dir:

"In Deutschland gilt Rechtsfahrgebot, und das heist nicht daß du die rechte Fahrspur benutzen mußt sondern daß du so weit rechts fährst wie möglich."

Wenn du rechts von der rechten Fahrspur fährst, fährst du am Fahrbahnrand.

Kommentar von Effigies ,

Innerhalb der  Spur! Darum gehts hier die ganze Zeit.  Bist du so blöd, oder willst du nur nerven ?

Außerdem hab ich das so nicht geschrieben.  Im Original steht da nicht "möglich". sondern "möglich/zumutbar".  Und das beinhaltet natürlich, daß man auf der Fahrbahn bleibt und sich und andere nicht gefährdet. 

Allmählich wird es echt lächerlich was du hier veranstaltest.

Kommentar von Alpenmoppedden ,

Ich will doch nicht nerven, wie kommst du jetzt da drauf?


"... daß (Anmerkung: richtig dass) du so weit fährst wie möglich/zumutbar": Also: am rechten Fahrbahnrand, weil es nämlich möglich/zumutbar ist. Aber trotzdem ist es gefährlich. Daher - und jetzt sind wir wieder am Anfang: Empfehlung von Fahrschulen ist, auf der rechten Fahrspur zu fahren. Ich habe nicht geschrieben, dass man die rechte Fahrspur nutzen muss.

Was ist da jetzt lächerlich? Du hast mich kommentiert und ich habe reagiert (was die meisten bei dir nicht mehr machen, da du ziemlich viel kommentierst und fast jeden hier verbesserst und es den meisten inzwischen zu blöd geworden ist.

Ich habe einen Kommentar von mausekatz kommentiert, den du meintest, korrigieren zu müssen. Was jetzt daran lächerlich sein soll, dass ich meine Meinung vertrete, entzieht sich meiner Kenntnis.

Antwort
von chapp, 65

Die StVO ist mir ziemlich schnurz. Sie wurde nicht von
Motorradfahrern für Motorradfahrer geschrieben sondern von Beamten. Eine
allgemein gültige Regel gibt es nicht.

Grundsätzlich fahre ich in Rechtskurven so weit wie möglich rechts und in Linkskurven so nahe wie möglich an der Mittellinie der Fahrbahn, auf schmalen Straßen ohne
Mittelstreifen auch mal drüber (wenn kein Gegenverkehr kommt).

Dies stellt sicher, dass ich im Fall des Falles (zB Ölspur) zum Fahrbahnrand oder zum Gegenverkehr möglichst viel Abstand habe.

Davon kann mich keine STVO abhalten, da es eine Lebensversicherung ist.

Auf der Geraden fahre ich mit genügend Sicherheitsabstand normalerweise in der Fahrspurmitte. Ich beobachte aber die Fahrbahnsituation und habe immer eventuelle Fluchtmöglichkeiten (rechts oder links) im Auge. Habe ich vor, zu überholen, dann orientiere ich mich schon vorher in Richtung Fahrbahnmitte.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten