Frage von BMWF650GS, 80

Motorrad Gewicht erhöhen?

Grüß euch!

Es gibt Motorräder die von der Leistung her den A2 Vorschriften entsprechen. Aber dann gibt es einige Kräder die zwar 35kW/48PS haben, aber dann ein paar Kilo zu wenig.

Kann man da rein theoretisch was machen, damit man in den 0,2 ankommt? Einfach vollgepackte Koffer anhängen geht nicht, oder?

Bitte nicht zusammenscheißen, ich konnte nichts wirklich nützliches finden, außer irgendwelche Gewichte auf den Rahmen dranzuschweißen. (ich bin mir aber sicher, dass einige Kollegen etwas finden werden)

Antwort
von MopedTunerAT, 62

Also Gewichte oder öhnlcihes am Rahmen anzuschweißen gebt schon mal gar nicht - vom Rahmen lässt man die Hände.

Am besten besprichst du dich da mit dem TÜV-Beauftragten.

Theoretisch müsste es gehen, zum Beispiel durch das verbauen eines Sturzbügels oder Motorschutzbleches um das Gewicht zu erhöhen, jedoch wird im Normalfall das Gewicht des Sturzbügels nicht im Nachhinein nochmal in die Papiere eingetragen.

Damit das geht müsste er das Eigengewicht, und das Leistungsgewicht umschreiben - nur ob das eben geht ist die Frage.

Und selbst wenn es geht, dann wird das mit den vollen Koffern schwer. Denn wenn dann wird er entweder mit leeren Koffern messen, oder ganz ohne Koffer sondern nur mit den Halterungen da die Koffer nicht mit Schrauben gesichert sind und damit als Gepäck zählen.

Antwort
von Effigies, 64

Da gibt es auch irgendwie nix zu finden. Ich hab sogar schon den hiesigen GTÜ Prüfer gefragt, aber nicht mal der wußte es. Der hat mich an den TÜV verwiesen, der hier für Typprüfungen zuständig ist. Blöder Weise komm ich so gut wie nie an einer großen Prüfstelle vorbei.

Das mit den Koffern bringt auf jeden Fall nix, das Gewicht muß fest verbaut sein. Anbauteile zählen nicht.
Und etwas an den Rahmen schweißen vernichtet sofort die Betriebserlaubnis. Schweißen am Rahmen unterliegt so strengen Vorschriften, das Teil bekommst du nie mehr mit nem vernünftigen Aufwand zugelassen.

Was für ein Mopped soll da denn um wieviel verändert werden?

Antwort
von geoka, 49

Glaubt man diesen (schon älteren) Kommentaren, dann ist eine Auflastung möglich: http://forum.2-ventiler.de/vbboard/showthread.php?35993-Motorrad-schwerer-machen...

Allerdings dann vermutlich auch zu Lasten der Zuladung, die vermutlich kein TÜV ebenfalls ohne Weiteres erhöhen würde. Zudem die Gefahr dann nur noch einen reinen Einsitzer eingetragen zu bekommen?

Wenn nicht schon das tatsächliche und fahrfähige Gewicht mit nahezu leerem Tank die Grundbedingung erfüllt, dann müsste m.E. zumindest eine geringfügige Auflastung (z.B. 10kg) möglich sein. Wenn man über 50kg und mehr spricht, wird es unsinnig bzw. dann bliebe der Wege der Leitungsreduzierung.

In jedem Fall würde sich vorab ein Gespräch mit dem TÜV lohnen.

Antwort
von fritzdacat, 36

Ich glaube (weiss es aber nicht definitiv) massgeblich sind die Daten in der ABE eines Bikes, alles andere ergibt eigentlich keinen Sinn und auch keine Rechtssicherheit. Polizisten müssen vor Ort anhand der Papiere beurteilen können, ob das Bike für den A2 legal oder zu leicht ist, und in die Papiere wird ja 1 zu 1 der Wert aus der ABE übernommen. Die Geschichte mit dem Rahmen (bzw. dass es nicht möglich ist, da etwas anzuschweissen) haben die anderen ja schon erwähnt.

Z.B. die Sache mit den maximal 70 kw ungedrosselt (das ungeliebte A2-Thema) wurde ja aus genau dem Grund in Deutschland nicht umgesetzt, weil die ungedrosselte Leistung nicht in den Papieren steht, nur die gedrosselte, und es deswegen vom Stand der deutschen Fahrzeugpapiere vor Ort bei einer Kontrolle nicht feststellbar ist, was die ungedrosselte Leistung eines Bikes ist... klar kann man dafür Listen führen und bei Fahrzeugkontrollen verwenden, aber das hat dem Gesetzgeber anscheinend als Rechtssicherheit nicht gereicht, weswegen die Regelung nicht in den deutschen A2 übernommen wurde. So habe ich das mal auf einer ADAC-Information gelesen (die ich aber leider nicht mehr finde).

Die Logik (bzw. die Rechtsunsicherheit) wird beim Gewicht wohl gleich sein.

Antwort
von gaskutscher, 19

Wurde schon mal vor ca. 8 Jahren ausführlich in einem 125er Forum besprochen.

Die Maschinen sind mit einem bestimmten Gewicht geprüft und zugelassen worden. Ja, man kann mit Anbauteilen das Leergewicht verändern. Aber: Das sind dann Anbauteile, welche nicht eingetragen werden - auch nicht beim Gewicht.

Vergleich zum PKW: Fahrzeug wird gewogen, tatsächliches Leergewicht eingetragen. Aber dann waren auch entsprechende Umbauten fällig (wie z.B. ein fest mit dem Fahrzeug verbundener Gastank).

Einfach mal 'ne Hantelscheibe unter die Sitzbank legen und mit Kabelbindern befestigen reicht also nicht aus. :)

Die Lösung ist einfach und wird auch praktiziert: Das Leistungsgewicht wird eingehalten, somit wird die Maschine mit 150 kg einfach auf 30 kW gedrosselt und gut.

Die »dicken Maschinen« miti über 175 kg dürfen ja auch nicht mehr als 35 kW haben, daher hat z.B. eine 150 kg Enduro bezüglich dem Verhältnis von Leistung zu Gewicht die Nase vorne.

Am Ende sind das aber alles nur Zahlenspielereien. Wann wird das maximale Drehmoment erreicht? Wie weit lässt sich der Gashahn drehen? Vergleich einfach mal eine auf 30 kW gedrosselte KTM 690 mit einer auf 35 kW gedrosselten Yamaha R1. Drehmoment bei welcher Drehzahl? Wie weit kann man mit dem Gasgriff überhaupt dosieren bevor der Anschlag kommt? Du wirst sicherlich mit den 30 kW glücklicher werden. :)

Antwort
von Bonny2, 35

Ich habe hier immer seltener gelesen. So viel Schwachsinn an Fragen und den extrem schwindenden IQ einiger Fragesteller wie in der letzter Zeit hat mir fast die Lust auf Mf verdorben. --- Nun kommst Du mit einer wirklich guten und sinnvollen Frage. Danke dafür! Du gibst mir den Glauben an Mf zurück. Dickes Lob! :-) Gruß Bonny

Antwort
von Djallo, 16

Ich kenne jemanden, der eine Enduro fährt, die ebenfalls zu leicht ist. Er hat dann auch nicht auf 48 PS, sondern weniger gedrosselt, sodass das Verhältnis stimmt.

Antwort
von Bonny2, 32

Wie sieht es aus, wenn der Fahrer nachweisen kann, dass er mehrmals zum Essen eingeladen wurde?

Ich habe in den letzten Jahren zugenommen. Deshalb "zieht" meine Chopper nicht mehr so richtig stramme Steigungen rauf. ;-) Gruß Bonny

Kommentar von Spider ,

Aber wenigstens stimmt der Reifenluftdruck, beim Minibike :-) .

Kommentar von Floyd ,

Ja Bonny, nach dem dritten Knödel im Zegasttal, wurdest du immer langsamer...... ;-))

Kommentar von Bonny2 ,

@Rainer --- Wenn ich an die Knödel denke möchte ich sofort losfahren und dort essen gehen. Das waren die besten Knödel und Soße, die ich je gegessen habe. Für die "Nicht-Zegasttal- Eingeweihten": Der Koch macht alles selber und das Restaurant ist dort als eines der besten bekannt. Die Steaks, die Fleischspieße, und, und, und. Ach ja, noch das Schwarzbier aus dem Fass nicht vergessen. Hmmmmmmmmm Gruß Bonny

Kommentar von Floyd ,

Der Rehbraten mit Klöße und Rotkohl.......!! Nächstes Jahr wieder?

Kommentar von Bonny2 ,

Von mir aus IMMER! --- Aber erst mal abwarten. Der Vorschlag von Rolf wäre auch zu überlegen. Elbsandsteingebirge, da waren wir auch noch nicht. Gruß Detlef

Kommentar von Floyd ,

Uhh.....wieder über 600 Km für mich....! Mal sehen wie sich die Gesundheit entwickelt. Für das gute Essen im Zegasttal würde ich es vielleicht noch mal schaffen ;-) Gruß Rainer

Kommentar von Effigies ,

Das Leergewicht wie in den Papieren eingetragen wird mit halb gefülltem Betriebstank ermittelt.

Damit ist der Tank des Moppeds gemeint, NICHT DEINER ;o)

Antwort
von Spider, 31

Man müßte das Pferd von der anderen Seite aufzäumen:

Die Leistung drosseln, bis man bei den 0,2PS / kg landet.

Meines Wissens muss / kann man das bei der Rakete KTM 390 Duke so machen. Die hat nämlich 0,3 PS/kg und ist so nicht A2- tauglich.

(uups - meine Duke hat sogar 0,43 PS/kg  :-)  )

Kommentar von Effigies ,

Die 390er ist nur 2kw zu stark. Es sind nicht 0,2PS/kg sondern kw/kg.

Kommentar von Effigies ,

Wenn es nur um ziemlich wenig Leistung geht wäre das Gewicht erhöhen viel Sinnvoller. 

Bei veränderter Leistung brauchst du ein Abgasgutachten, eine
Leistungsmessung  unter Normbedingungen, Eine Fahrgeräuschmessung  .......

Für ein höheres Leergewicht brauchst du eine Waage. Fertig.

Kommentar von Spider ,

Ist ja praktisch, dass Du meine Einwürfe stets korrigierst.
Vielen Dank für's "Hinterher- Schreiben" - ehrlich.

Ich verspreche, demnächst wieder besser aufzupassen. ;-)

Antwort
von fuji415, 7

Es zählt nur das Leergewicht was man da dran schraubt  ist nicht von Belang wen das Ding halt 150 Kilo leer wiegt  darf man mit A2 halt nur 30 KW haben  

auch wen man da 40 Kilo dranklatscht zählt das nicht als Leergewicht sondern als Zuladung  zu den 150 Kilo den das ist unveränderlich vom Hersteller  angegeben bau die Kiste ganz selbst dann bist Du der Hersteller und kannst das Gewicht bestimmen  .

Nur weil es zu leicht ist  wird das Zusatzgewicht nicht zu dem Leergewicht gezählt .

Das Leergewicht eines Motorrades bezeichnet seine physikalische Masse mit allen Betriebsstoffen, Starterbatterie, Bordwerkzeug und 90% gefülltem Tank. Die Angabe in kg ist in den Zulassungspapieren vermerkt. Die Leermasse beschreibt Leergewicht abzüglich Tankinhalt und werksseitig verbautes Zubehör .


Extreme Werte an Leergewicht :


67 / 68 kg 1969 Honda "Dax" ST50 / ST70

405 kg: 2008er Honda Goldwing (6-Zylinder Tourer) - einsame Spitze bei Großserienherstellern 505 kg: 2011er Boss Hoss BHC-3 ZZ4 (8-Zylinder Powercruiser)

Typische Werte


Trial: 2008er Honda Montesa COTA 4RT 250 ccm: 80 kg

Cross: 2008er Honda CRF250R 101kg Enduro: 2008er Honda Transalp 214 kg Sportler:2008er Honda CBR600RR 184 kg 2008er Honda Fireblade 199 kg Naked: 1988er Honda NTV650 208 kg 2008er Honda CBF500 206 kg 2008er Honda CBF1000 244 kg Tourer: 2008er Honda VFR 244 kg 2008er Honda Pan-European 326 kg 





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