Wer von Euch hatte schon mal einen Unfall, bei dem er sich vor dem drohenden Aufprall vom Motorrad gelöst hat, also abgesprungen oder losgelassen? Habt ihr dies ganz bewusst gemacht oder war dies "nur" eine Reaktion?
Ob das geht? Hier bezweifeln das Profis mehr oder weniger...

Hallo Thlue,"bewusst" machst du das nie!! Dein Bike, Deine Freundin, Deine Nerven, Dein Zeitaufwand, Deine Arbeit, Deine Ersparnisse, wegwerfen - nie. Unbewusst ja. - wenns nicht mehr anders geht, werf ich den besten "Hobel" weg. Gesundheit geht vor. Hab früher einiges an der Rennstrecke "verschrottet" STÜRZEN WILL GELERNT SEIN. Beim Stuntfahren (bis heute) ist das loslassen ganz normal. (trotzdem gibt es manchmal Verletzungen) Im normalem Straßenverkehr reichen 50% meines Erlenten aus, um schnell und SICHER wieder nach Hause zu kommen. HaWek könnte Deine Frage sicherlich am besten beantworten. Gruß hj Austria
Bild/er:

Unbewusst kommt sicher hin und wieder vor. Aber mit System ist schwer zu glauben und wenn, dann gibt es so etwas nur sehr, sehr selten. Meist versucht man instinktiv das Bike zu halten. Ausgenommen wäre da nur ein Stuntman, der das trainiert hat. Auch da glaube ich nicht, wenn die Situation überraschend und die Entscheidung in Sekundenbruchteilen erfolgt, ob der das noch schafft. Gruß Bonny2

Vor 5 Jahren wendete ganz plötzlich ein Kombi aus dem Gegenverkehr (auf einer Hauptstrasse) ohne Blinker, und blieb auch noch direkt vor mir stehen als die junge Lenkerin mich sah. Ich hatte überhaupt keine Chance und knallte ungebremst mit 50 Km/h direkt seitlich in die Hinterachse des Autos und dachte mir noch : nur nicht in das Dach einschlagen, ich muss darüber springen. Ich landete wirklich hinter dem Auto auf der Strasse ohne das Dach zu berühren, aber an den eigentlichen Sprung kann ich mich nicht erinnern, nur an den heftigen Aufprall auf der Strasse. Bei dem Wagen war die Hinterachse gebrochen und bei meinem Moped die Gabelholme direkt unter der Gabelbrücke abgeschlagen, wie mit einem Axthieb. Der komplette Vorderbau von meinem Moped steckte im verbogenen Rahmen, wäre ich nicht abgesprungen hätte es mir mit Sicherheit die Hände abgerissen, so kam ich nur mit schweren Prellungen und blauen Flecken am ganzen Körper davon. Da hatte ich richtig Glück.
Wegstoßen und Abspringen sind wirklich prima - solange man nicht auf der Gegenfahrbahn landet, um dann dort überrollt zu werden.
auf sowas hab ich bei meinem letzten rutscher / unfall nicht geachtet bzw. nicht so reagiert. wahrscheinlich gut, aber denk da mal dran in dem schockmoment... nicht so leicht!!

Kurz nach der erlangung meines Lappens haben wir im Trialclub mal eine Ausgediente Maschine zu Überlebenstrainingszwecken missbraucht. Wir postierten einige Strohballen vor einer niedrigen Mauer, und fuhren absichtlich mit dem Schrottbike dagegen, und versuchten einen geplanten Abflug über den Lenker zu machen. War sehr lehrreich, aber zum Glück hab ich das bisher im Straßenverkehr noch nie gebraucht. 3x wurde ich bereits von hinten abgeschossen...... da hätte auch ein Absprung nicht´s mehr genutzt, da so etwas meist unerwartet kommt, das man sich da nicht drauf vorbereiten kann.

Moin Thule, ich habe im Forum einmal von einem Unfall mit einem Stadtstreicher berichtet, der besoffen mir ins Moped lief und das auf einer sechsspurigen Ausfallstraße in der Hauptverkehrszeit. Ganz bewußt habe ich mich vom Moped zum Straßenrand abgestossen, denn hinter mir waren ja auch Fahrzeuge, denen wollte ich nicht unter die Räder geraten. MfG 1200RT
Hi, hier geht`s um Highsider, da werden durch die komprimierten Federn so gewaltige Kräfte frei das man keine Chance auf irgendeine bewusste Reaktion hat, das ist was völlig anderes.