Frage von hondaVFR1200F, 74

Motorrad gebraucht kaufen?

Hello :)

Ich würde mir gerne eine neue Maschine zulegen. Habe im Internet auch schon recherchiert und ich bin mir nicht sicher, ob ich ein neues oder gebrauchtes Bike nehmen soll. Hat jemand Erfahrungen mit gebrauchten Maschinen? Ich habe gelesen (.....) dass es schon mal zu Folgekosten kommen kann, weil etwas Unerwartetes repariert werden muss.

Rechnet sich dann ein gebrauchtes Motorrad überhaupt oder lieber gleich neu kaufen?

Wäre über eure Erfahrungen und Tipps sehr dankbar! :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MopedTunerAT, 41

Wenn ich mir ein neues Motorrad kaufen würde, dann spätestens diesen Winter, denn die Euro 3 Motorräder müssen vom Händler wegkommen, und sind somit "relativ" billig, haben jedoch noch ddie guten alten Werte der Euro 3.

Aber eigentlich wäre ich auch lieber für Gebrauchte.
Sobald du ne neue vom Hof fährst, hat se an Wert verloren. Das heißt du verlierst mit der Maschine viel Geld alleine durch den Wertverlust.
Bei ner gebrauchten von ner bekannten Marke, welche einen guten Preis hat, kannste selbst nach 3 Jahren benutzung beim Verkauf immer noch in die schwarzen Zahlen kommen. Das heißt du bist das Moped 3 Jahre lang nur mit den Betriebskosten gefahren und musstest sie nicht kaufen. Klar, dafür geht auch dass ein oder andere kaputt, und dass muss man dann zahlen - dafür hast du nicht gleich nen Wertverlust wie bei ner neuen von 100€ wenn im lack des Tankes ein großer Kratzer reinkommt.

Kommentar von haudegen ,

zu euro 3 kann ich dir mal die sichtweise meines händlers sagen: warum soll ich wegen euro 4 den preis senken? die wollen alle ja noch die euro 3 modelle haben bevor es euro 4 gibt. 

warum soll man nach 3 jahren auch nicht in die schwarzen zahlen kommen? du tust ja grad so, als ob man jedes jahr mehrere hundert euro in ersatzteile & co investieren muss. 

außer den üblichen verschleißteilen die man selbst reparieren/wechseln kann, hast du ja eigentlich sonst keine größeren ausgaben an nem mopped. an meinen motorrädern ist noch nie was kaputt gegangen.

Kommentar von Jayjay12 ,

Moin Biker, deine Antwort ist informativ und wissenswert für jeden, der tatsächlich dran interessiert ist, nochmals "zuzugreifen" mit einer neuen oder recht neuwertigen Maschine nach der Euro-3 Norm.

Ein Argument ist allerdings eher ein Beispiel für gut vorbereitete Interessenten. Es betrifft auch mich selbst, von daher hat mein Comment Realitätsbezug. Bitte festschnallen, Klugscheissermodus von rechts^^

Ein Gesetz der Marktwirtschaft besagt, dass die Nachfrage den Preis bestimmt.

Ihr könnt wieder abschnallen...Klugscheisser ist ausser Sicht ;

Was heisst das jetzt? Deine Aussage trifft in Teilen ganz sicher zu <> andererseits wissen die "Freundlichen" noch viel besser als wir, dass es diesen Winter drum geht, die bis oben gefüllten Hallen mit Ladenhütern und neueren bis neuesten Modellen meistbietend an die zahlreiche und zahlkräftige Kundschaft zu verhökern:

Das nennt man Gewinnoptimierung, ich würde sogar von Gewinn-Maximierung sprechen, MopedTuner Austria.

Wäre ich Motorradhändler, hätte ich alle meine Scheunen und Lagerhallen zeitig "aufgefüllt". Ich bin mir zu nahezu 100% sicher, daß die "Freundlichen" sich seit Bekanntgabe des Gesetzes die Hände reiben, denn sie steuern auf beste Ergebnis vor Steuern ihres ganzen Geschäftslebens zu. Du darfst mich "JOGI" nennen, wenn es anders ist ;-P - Hand drauf!

Insofern entscheidet das Geschick des einzelnen Kunden, dem "Freundlichen" einen Preis aus den Rippen zu leiern, der diesen innerlich die Zähne knirschen lässt (Zahnarztbesuch inklusive, wenn der große Run vorbei ist und er seine Biss-Schiene abholt)^^

with a hidden smile jj



Kommentar von hondaVFR1200F ,

Vielen Dank für deine Antwort! :)

Leider konnte ich hier http://www.autokauf.org/motorrad-kaufen/ nicht wirklich herausfinden, worauf ich beim Kauf eines Motorrads genau achten sollte. Meinst du diese Liste vom ADAC https://www.adac.de/infotestrat/motorrad-roller/kauf-verkauf/checkliste-tipps/de... ist ausreichend? Dann würde ich mich entsprechend schlau machen, einen guten Freund und Fachmann mitnehmen und mir tatsächlich ein gebrauchtes Motorrad kaufen.

Kommentar von MopedTunerAT ,

Die Liste des ADAC ist sehr ausführlich.

Neben diesen Hinweisen solltest du jedoch auch - je nach Motorradtyp - auf Verbaute extras achten, und diese auf Halt und Funktionalität prüfen.

Bei Koffern ist zu schauen, ob diese leicht ab-/aufschließbar sind und man diese leicht aus den Halterungen (wenn vorhanden) entfernen kann, diese jedoch bewegungslos und sicher sitzen während der Fahrt.

Bei Sturzbügel sollte man auf die gute Befestigung achten, und dass diese keine Kratzspuren etc. aufweisen.

Und so gehst du mit allen nicht serienmäßigen Anbauteilen um.

Und vergiss nicht dir beim wirklichen kauf die Dinge auch erklären zu lassen, sonst könnte es z.B passieren dass deine Batterie leer geht, weil du nicht mehr weißt wie man die Griffheizung ausschaltet.

Antwort
von Nachbrenner, 15

Servus

Es sind wirtschaftliche Gründe, warum es eine Gebrauchte werden muss oder eine Neue sein darf.

Für mich ist Motorrad fahren Hobby und damit spielt mir der Wertverlust keine große Rolle. Warum, das beschreibe ich an einem Verkaufsgespräch bei BMW. "Und dann benötigen wir noch das ABS und ESW Paket, nen Motor, Räder usw (Bisserl übertrieben)

!!!Damit wir sie weiterverkaufen können!!!

Das war das große Missverständnis, denn wenn sie mir taugt und passt, behalte ich sie.

Wie sehe ich das beim Auto. Das Auto ist für mich ein Gebrauchsgegenstand, der preiswert und zuverlässig seinen Dienst tun muss und für meine Bedürfnisse ausgelegt und zugeschnitten. Ein Grund, warum ich seit 20 Jahren keines mehr besitze.

99% meiner Einkäufe erledige ich mit dem Fahrrad + Hänger, sollte es mal mehr sein. Sperrige Sachen, wie Möbel usw. lasse ich mir liefern. Ansonsten bin ich wetterfest und Bahnbediensteter, was bei Fernreisen recht günstig ist.

Wenn ich mir eine schöne Modelllok kaufe, frage ich auch nicht nach dem Wertverlust, sondern wie ich sie einsetzen kann und erfreue mich an ihrem Anblick. Möchte ich sie technisch aufpeppen, gehe ich zum Spezialisten nach Olching, ist also ganz so wie beim Motorrad.

Einen großen Kredit aufnehmen für ein Hobby? Nein. über was Massgeschneidertem, das locker bezahlt werden kann, darüber lässt sich reden.

Grüßle

Kommentar von Jayjay12 ,

Wundervoll ...hihihi...das BeEmWe-Verkaufsgespräch....zum Schiessen....danke Wolferl, heimkommen spät um 11.00 (pm)...reinglotzen zu die Baikers und tränen lachen ;Ö

Auch der untere Teil liest sich wie ein gesunder Durchmarsch..wozu ein Vierrad wenn zwei Haufen genug sind, was?

Jedenfalls sehr kurzweilig ;))

Antwort
von geoka, 14

Es ist wie mit den Versicherungen. Hast du Angst bzw. ist dir ein Risiko zu hoch, nimmst du eine Versicherung. In diesem Fall ein neues Motorrad.

Hast du ein paar Jahre altes, aber top gepflegtes Motorrad zum günstigen Kurs, besteht ein gewisses Risiko. In Abwägung aber zum Preis ist das Angebot wieder gut. Also doch ein gebrauchtes Bike.

Im übrigen beanstande ich den Link, weil er das Thema weder verbessert noch durch Fehlen verschlechtert.

Antwort
von FrauElster, 36

Wenn's nicht grad irgendein super Sondermodell oder eine Marke mit Liebhaber- oder Sammlerwert ist, rechnet sich der Gebrauchtkauf bei Motorrädern natürlich. Ich behaupte mal frei raus, da sparste grad bei jungen gebrauchten manchmal mehr als bei vielen Autos im Vergleich.

Ist ja auch nix bei; viele kaufen und verkaufen gebrauchte Maschinen. Meine war auch gebraucht und ich habe darin nie einen Nachteil gesehen (im  Gegenteil).

Zu den unerwarteten Kosten fällt mir der Spruch ein - "Auto... fängt mit "aaaah" an und hört mit "oh...." auf." Lässt sich auch übertragen ;-)

Ein Neufahrzeug verursacht genauso irgendwann unerwartete Folgekosten. Wobei da noch die Frage ist, was du unter "unerwartet" verstehst...

Was du beim Gebrauchtkauf beachten musst, wurde hier und an 1000 + n Stellen im Netz schon ausführlich erläutert. Da gibt's teilw. sogar modellspezifische Anleitungen, worauf man als Käufer besonders achten sollte. Einfach mal stöbern...

 

Antwort
von Jayjay12, 7

Hallo hondaVFR1200F,

generell ist das natürlich eine Frage an das Budget oder die Kohle, die jemand auf der Seite liegen hat oder bereit ist zu investieren ( Leasing, Ratenkauf & Kreditfinanzierung inkl.). Wie bei jeder neuen Anschaffung ist dies der Dreh- und Angelpunkt.

Speziell bei dir ist mir gar nicht bange, weil du offensichtlich nicht am falschen Ende knausern musst, fein! Damit verliert sich das Risiko einer 'Krücke' in irgendeiner Nebenstraße, die keinen interessiert ;)

Du kannst mit Fug und Recht aus dem Vollen greifen, und das merkt ein Händler sehr rasch, glaub's mir. Es ist ihm ein Vergnügen, dich bestmöglich zu bedienen! Potente Kunden bleiben und bringen Geld. Wenn er dich also mit einem super Angebot überzeugen kann, hat er in mehrfacher Weise gewonnen:

Er denkt ja nicht bloss an morgen....denn überübermorgen stehst du vielleicht wieder auf seiner Matte und lässt bei ihm die Inspektion für dein Schätzchen durchführen, nicht wahr? Dass du dafür sorgst, die Kumpels vom Mopedstammtisch ebenfalls von diesem Händler zu überzeugen, versteht sich ganz von selbst ;-)

Somit weisst du, daß ihr beide als Gewinner aus den Preisverhandlungen um ein Allmachtsgeiles Motorrad ohne Makel und versteckte Mängel hinaustreten werdet, um einen schönen Tag zu begrüssen und euch zu freuen.

...dass du selbstverständlich Händlergarantie für deine Maschine erhältst, ist ja wohl logo**

VG und ebensoviel Erfolg!

Jayjay12

Antwort
von Effigies, 31

Der Unterschied ist halt , bei ner Gebrauchten kannst du Geld verlieren, bei ner Neuen wirst du Geld verlieren.

Es gibt sicher einige Gründe für ne Neue, aber die Kosten gehören da nicht dazu. Bei nem ladenneuen Mopped  schraubste das Nummernschild dran und die ersten Hunderter sind weg. Einmal ne schöne Tagestour durch ein hübsches Mittelgebirge, und das Ding hat mehr an Wert verloren als dich eine komplette Motorüberholung bei der Gebrauchten kosten würde.

btw gibt es nicht nur Neue vom Vertragshändler und Gebrauchte auf dem freien Markt. Es gibt einen Mittelweg.  Gebrauchte vom Händler. Mit Garantie. 
Weit weniger Wertverlust als ne Neue, deutlich weniger Risiko als beim Kauf von Privat. 

Kommentar von Effigies ,

Was man auch noch beachten muß, über die Jahrzehnte sind natürlich viel mehr Modelle angeboten worden als aktuell produziert werden. d.h. bei den Gebrauchten haste du ein ungleich breiteres Angebot. 

>90% aller Maschinen die mich interessieren könnten, sind neu nicht mehr zu bekommen.

Antwort
von fritzdacat, 27

Nur über einen Händler (also geprüft). Wenn man sieht, was hier so an Fragen aufläuft, verliert man sowieso das Vertrauen in die Menschheit.

Antwort
von haudegen, 24

Von meinen 7 maschinen die ich hatte/habe sind 5 gebrauchtmotorräder gewesen, plus diejenigen die meine frau hatte. Wenn die maschine/verkäufer einen guten eindruck machen spricht nix dagegen. Die frage ob sich ein gebrauchtes rechnet/lohnt hängt davon ab was man will. Ich kann dir aus eigener Erfahrung 2 beispiele nennen wo sich ein gebrauchtkauf eigentlich gar nicht lohnt.1. Bei gewissen baujahren von harley. "Neue" gebrauchte die ein paar Standartabänderungen haben (auspuff etc) sind oftmals teurer inseriert als komplett neue (nachfrage spielt da ne rolle).

2.Bei meinem jetzigen neuen motorrad (ural) gibt es so gut wie keine gebrauchten. Von ural generell gibt es sehr viele alte gebrauchte. Sucht man aber nach gebrauchten die schon elektronische einspritzung haben ( was ich wollte, weil ich genug von meiner alten mit vergaser hatte), dann findet man absolut nix, oder findet irgendwelche vorführer/sondereditionen. Was blieb mir dann andres übrig? Ich bin zum händler und hab ne neue gekauft weil der gebrauchtmarkt nix hergibt.


Aber: es gibt auch sehr viele händler die nur gebrauchte verkaufen. Solche moppeds werden durchgecheckt und es gibt garantie drauf.

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