Frage von Speedy884, 2.473

Wie kann und darf ich eine Lithium Ionen Batterie Laden?

Antwort
von BMWRolf, 1.964

Am Besten entweder mit einem einfachen Ladegerät ohne Impulsladeverfahren, oder mit einem Spezialladegerät für Lithium-Eisenphosphat-Akkus.

Nachzulesen bei Motorrad-Online:

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Im Pkw- und Motorradbereich hat sich dagegen der Lithium-Eisenphosphat-Akku (LiFePO4) durchgesetzt, der im Unterschied zu manchen Li-Ion-Schwestern als ausgesprochen sicher gilt. Bei Überladung wird beim Lithium-Eisenphosphat-Akku, anders als bei
Lithium-Ionen-Zellen auf Cobalt-Basis, kein metallisches Lithium abgeschieden und kein Sauerstoff freigesetzt, was für Feuergefährlichkeit unter ungünstigen Bedingungen verantwortlich ist.

Neben niedrigem Gewicht haben Lithium-Eisenphosphat-Akkus
weitere Vorteile: Sie können in beliebiger Position verbaut werden, da sie keine Säure enthalten. Sie lassen sich innerhalb kürzester Zeit aufladen und vertragen auch sehr hohe Ladeströme. Ihre Selbstentladung ist gering, und sie sollen eine lange Lebensdauer haben - einige Anbieter versprechen, dass sie bis zu 3000-mal wiederaufladbar seien.

Ein paar kleine Haken hat die Sache allerdings auch: Da Lithium-Eisenphosphat-Akkus- und herkömmliche Blei-Säure-Akkus annähernd die gleiche Ladeschlussspannung haben, lässt sich vermuten, dass sie auch mit den gleichen Ladegeräten geladen werden können.

Das gilt aber nur sehr bedingt, denn die Lithium-Eisenphosphat-Akkus vertragen es nicht, an modernen Dauerladegeräten angeschlossen zu bleiben. Speziell die bei konventionellen Akkus segensreiche Pulsladung für die Ladeerhaltung ist Gift für sie.

Konsequenz für passionierte Batteriepfleger: auf einfachste Ladegeräte mit Abschaltautomatik zurückgreifen. Oder aber ein Spezialladegerät für Lithium-Eisenphosphat-Akkus nehmen.

Als einer der ersten Ladegeräteanbieter hat CTEK mit dem „Lithium XS“ ab Mai ein solches im Programm. Sehr tiefe Temperaturen mögen die Akku-Leichtgewichte ebenfalls nicht. Über 10°C gibt’s erfahrungsgemäß keinerlei Probleme, und auch bis zum Gefrierpunkt sollten gut gefüllte Exemplare ordentlich funktionieren.

Unter 0°C wird’s beim Starten aber oft zäh, Winterfahrer sind folglich nicht die Lithium-Ionen-Ziel-gruppe.

Ein weiteres - zugegebenermaßen kleines und mit etwas Improvisationstalent lösbares Problem ist das momentan noch etwas eingeschränkte Angebot an Gehäusegrößen. Da diese aber meist kleiner als die Original-Akkus ausfallen, ist mit (selbst gebauten) Adaptern die Problemlösung recht einfach.

[Quelle: http://www.motorradonline.de/schraubertipps/kaufberatung-starterbatterien-lithiu...]

Antwort
von habibi, 1.373

Du kannst Dich auf den Seiten der "großen" Zubehörhändler wie z.B. Polo, Louis schon ganz gut schlaumachen über die Ladegeräte, die zu Lithium-Ionen-Akkus passen. Sehr gut gefiel mir dazu die Beschreibung der Fa. Polo, aus der ich zitiere:

Fast jedes hochwertige Motorrad-Ladegerät, das über ein Impulsladeverfahren verfügt und eine Abschaltautomatik besitzt, kann zum Aufladen der Batterie genutzt werden.
Die Frischhaltefunktion dieser Ladegeräte funktioniert bei den Lithium-Batterien allerdings nicht.
Wird so ein Gerät angeschlossen lädt es einmalig die Batterie auf, schaltet dann ab und die Verbraucher des Motorrades, die auch im Ruhezustand Strom benötigen, würden die Batterie mit der Zeit wieder leeren obwohl das Ladegerät noch angeschlossen ist.

Um einen dauerhaften Anschluß zu ermöglichen (z.B. über den Winter), bei dem die Batterie immer annähend vollgeladen gehalten wird sind allerdings die speziellen Lithium-Ladegeräte (z.B. von CTEK) notwendig.

Bitte keinesfalls Ladegeräte verwenden die mit mehr als 15 Volt Ladespannung arbeiten (z.B. wenn mit hohen Spannungsspitzen zur Prüfung einer Entsulfatierung gearbeitet wird) - einen Hinweis darauf finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres vorhandenen Ladegerätes!

Kommentar von BMWRolf ,

Einspruch:

Impulsladeverfahren schadet Lithium-Eisenphosphat-Akkus.

Außerdem gibt es auch andere Anbieter, z.B. fritec, welche für BMW produzieren.

Kommentar von habibi ,

Der Fragesteller fragte zu Lithium-Ionen-Akkus und nicht zu Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Ein technisch interessierter Laie, wie ich es bin, kann sich bei den "großen Anbietern" schon einen guten ersten Überblick über die Sachlage verschaffen und fragt dann beim Kauf solcher Akkus und Ladegeräte, was sich miteinander verträgt.

Kommentar von BMWRolf ,

LEA sind eine Unterform der LIA. LIA werden ja auch in Phones benutzt. In Fahrzeugen aber nur LEA.

Klicke auf obigen Link, dann siehst Du den ganzen Artikel. Dort ist das näher beschrieben.

Antwort
von chevybernie, 1.610

Ich habe in meinem Motorrad seit 3 Jahren und in meinem Rasenmähertraktor seit 15 Jahren so einen Akku drin. Mir ist vom Händler gesagt worden, ich könnte die mit einem normalen Autoladegerät laden. Das mache ich auch. Der vom Traktor bleibt  das ganze Jahr eingebaut, - seit 15 Jahren, ist jedes Frühjahr leer und ich lade ihn auf. Er funktioniert seitdem tadellos.

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