Ninjafan am 17.10.2007 um 22:23 Uhr
Am Wochenende war ich zum letzten Mal auf der Renne. Zum ersten Mal war das Lenkerschlagen am Kurvenausgang zu heftig, dass ich darüber nachdenke, einen Lenkungsdämpfer einzubauen. Steigert sich Lenkerschlagen langsam mit Speed und Bodenwellen, oder nimmt das plötzlich und schlagartig zu, so dass urplötzlich Gefahr droht?

Lenkerschlagen nimmt in dem Moment zu wo das Vorderrad entlastet wird(beim beschleunigen leicht abhebt) und dann wieder Bodenkontakt bekommt. In diesem Moment- wenn das Rad dann nicht ganz gerade ist- kann es in der Kombination mit Bodenwellen zum gefährlichen Kick back(Lenker schlägt bis zum lenkanschlag) kommen. Das läßt sich dann kaum noch beherrschen.

wenn du planst auch in zukunft öfters auf der strecke zu fahren, denke ich das es eine sehr sinnvolle investition wäre.. ich würde es mir überlegen zu machen. habe das auch schonmal erlebt. ist keine schöne sache.
Erstmal überlegen WOHER das lenkerschlagen kommt
Deine Fahrwerkabstimmung stimmt nicht ?!
Vielleicht auch ein ausgeschlagenes Radlager
Gruss Falconrace www.bike64.com
Frank am 24. Oktober 2007 09:23 das ist doch keine Anwort auf die Frage!
Lenkerschlagen, auch Kickback genannt, ist ein gefährliches Phänomen, welches vor allem bei leichten und stark motorisierten Motorrädern (z.B. Sportmotorrädern) auftritt.
Beim starken Beschleunigen, insbesondere auf unregelmäßigem Untergrund (Wellen, Schlaglöcher), hebt sich das Vorderrad wegen der dynamischen Radlastverteilung von der Straße (nicht zu verwechseln mit dem gewollt ausgeführten Wheelie). Wird die Beschleunigung verringert, kommt das Vorderrad wieder auf die Straße auf. Da das Vorderrad in der Phase, in der es in der Luft ist, aus der Bewegungsrichtung des Motorrades gedreht wird, steht es beim Aufkommen auf die Straße leicht schief zur Fahrtrichtung. Dies führt dazu, dass das Vorderrad beim Kontakt mit der Straße schlagartig seitlich weggedreht wird. Für den Fahrer ist dies als eine schlagartige Drehung der Gabel und des Lenkers um die Lenkachse bis zum vollen Lenkeinschlag zu spüren. Je nach Dämpfung der Vorderradführung schwingt dieser Ausschlag mit einer Frequenz von mehreren Hertz mehr oder weniger lange nach. Im ungünstigsten Fall, wenn die Pendelbewegung mit einer Resonanzfrequenz der Vorderradführung erfolgt, kommt diese gar nicht oder nur sehr langsam zur Ruhe, so dass der Lenker mehrere Sekunden lang von Lenkanschlag zu Lenkanschlag schlägt (sog. Tank Slapper, weil die Lenkerenden fast gegen den Tank schlagen).
Dieses Phänomen ist im Gegensatz zum harmloseren Lenkerflattern äußerst gefährlich und führt häufig zu einem Sturz bei hoher Geschwindigkeit. Der Fahrer ist in der Regel mitschuld, da ein Tank Slapper das ganze Motorrad erfasst, wenn der Fahrer sich am Lenker festkrallt. Wegen der Plötzlichkeit des Auftretens und der sehr hohen auftretenden Kräfte benötigt man einen sicheren, festen Halt auf der Maschine (auch ohne Lenker). Um, wenn überhaupt noch möglich, einem Sturz entgegen zu wirken, sollte man langsam die Geschwindigkeit verringern und den Lenker möglichst lockerlassen.
Inzwischen werden in betroffenen Motorrädern teilweise Lenkungsdämpfer oder zumindest Haltepunkte für diese verbaut. Ein Lenkungsdämpfer ist ein zwischen Lenker und Rahmen befestigter Stoßdämpfer, der die plötzliche starke Bewegung des Lenkers dämpft und so dem Lenkerschlagen vorbeugt.
einen Film kanst du bei http://www.youtube.com unter rubrick Motorrad und Unfall suchen (ich finde beitrag zur zeit nicht, werde diesen aber demnächst wenn gewünscht einfügen)
Frank am 19. Dezember 2007 17:14 Quellenangabe!!siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Lenkerschlagen