Die CDI drosselt die Motorleistung im mittleren Drehzahlbereich zur Einhaltung der Abgaswerte. Es gibt CDIs die das nicht machen, die sind aber nicht im Straßenverkehr zulässig. Die Abgaswerte stimmen dann natürlich nicht mehr.

Das Leistungsloch ist bei dem Baujahr bis 2005 so extrem, dass du nicht aus dem Drehzahlkeller über das Leistungsloch kommst. Höchstens bergab. Bergauf geht da nichts. Nur wenn du zurückschaltest.

Das ist also bauartbedingt und lässt sich nicht (legal) beheben.

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Ich bin schon auf ein paar semi-professionellen Rennstrecken mit Gullis usw gefahren.

Du kannst da sowohl im Nassen als auch im Trockenen voll drüber brettern. Das sind ja meist nur wenige Zentimeter, da müsstest du schon richtig schräg fahren um zu stürzen. Gerade im Trockenen sollten die Reifen sofort wieder Grip haben sobald du wieder Asphalt unterm Reifen hast.

Wenn du ein vorsichtiger Fahrer bist und nicht willst, dass was zuckt, fahr einfach langsam und mit wenig Schräglage drüber. Da passiert nix.

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Bei zwei identische Reifen, die sich nur in der Größe unterscheiden, hat der breitere eine größere Auflagefläche und damit mehr Grip. Ein 160er Supersportreifen hat aber trotzdem in jeder Situation mehr Grip als ein normaler 180er.

Angststreifen als Orientierung für die gefahrene Schräglage eignet sich nur bedingt. Reifenkontur, Breite, Luftdruck usw. spielt alles eine Rolle. Es wäre aber auch albern so zu tun, als könnte jemand mit breiten Angststreifen trotzdem ein schneller Fahrer sein.

Auch wenn du auf der Kante bist, heißt das noch nicht, dass du nicht mehr schräger fahren kannst. Die Flanke ist beweglich. Wenn du aber schon aufsetzt, ist natürlich Ende. Abhilfe schafft, das Fahrwerk aufs eigene Gewicht einstellen oder vernünftige Rasten kaufen.

Wenn du dein Motorrad sportlich bewegen willst, solltest du das nicht im öffentlichen Straßenverkehr tun. Hier solltest du nie 100% an dein persönliches Limit gehen, sondern immer ausreichend Reserve für Unvorhergesehenes haben.

Ein Schräglagentraining eignet sich da besser. Da du mit 1-2mm Angstreifen aber wohl nicht zu den blutigen Anfängern gehörst, solltest du dir mal ein Renntraining mit Instruktor anschauen. Das sind fast ausnahmslos Fahrer mit Motorsport Erfahrung. Bei Schräglagentrainings sind die Veranstalter häufig auch nur erfahrene Landstraßenfahrer, die selbst keinerlei Erfahrung mit Fahren am Limit haben. Sinnvoll für unsichere Fahrer, Neueinsteiger und Anfänger. Aber nichts für jemanden, der wissen will was möglich ist.

PS: Wenn du noch sagst, was für einen Reifen und welche Größe du drauf hast, kann ich dir eventuell mehr zu deinen Angstreifen sagen.

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Such dir eine Stelle abseits des Straßenverkehr und zieh vollständige Schutzkleidung an. Und lass dir Zeit beim Üben, gehe es langsam an. Steiger dich Stückchen für Stückchen und mach dir keinen Stress.

Mittig sitzen, aufrechte Sitzposition einnehmen und Arme gestreckt lassen. Du solltest weder übertrieben weit hinten sitzen noch dich nach vorne beugen wenn sie hochgeht.

-1ter Gang

-mit Kupplung

-Fuß auf der Bremse lassen

PS: YouTube ist übrigens voll mit guten Tutorial Videos zum Wheelen.

Viel Spaß ;-)

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Ich mag die Fragen, die du stellst. Das gibt mir das Gefühl bei Motorradfrage zu schreiben und nicht bei Mopedfrage.

Auf der Y-Achse (Umfangkräfte) sieht man die Beschleunigung. Negative Beschleunigung bedeutet Bremsen. Auf der der X-Achse wird die Schräglage angegeben. Der Kreis ist der Bereich in dem der Reifen Grip hat. Wie man wohl kaum anders vermutet hätte, kann man bei viel Schräglage nur wenig Gasgeben bzw. Bremsen und umgekehrt.

Die eigentliche Aussage dieser Grafik ist aber etwas erkenntnisreicher. Es handelt sich nämlich um einen Kreis und nicht um eine Raute. Das bedeutet, dass die mögliche Beschleunigung mit zunehmender Schräglage nicht linear abnimmt. Du kannst bei den ersten 15° Schräglage noch fast maximal beschleunigen und bei den letzten 15° nur noch sehr wenig.

Das zeigt das Fahrschulsprüche wie "In Schräglage darf man nicht bremsen" ziemlicher Unsinn sind. Auch sind pauschale Tipps wie "beim Bremsen Motorrad senkrecht aufrichten" damit ein wenig in Frage gestellt.

Aber nicht nur Anfänger profitieren davon, sondern auch angehende MotoGP-Weltmeisterinnen. Im Kurveneingang kann man noch sehr stark verzögern. Du musst die Bremse nicht so früh lösen, sondern kannst zunächst in die Kurve voll reinbremsen. Beim Rausbeschleunigen gibt's du anfangs nur sehr wenig Gas und öffnest das Gas immer schneller. Vollgas gibst du schon lange vor 0° Schragläge. Es geht nicht nur darum möglichst früh Gaszugeben, sondern schnell genug Vollgas zu geben. Es bringt nichts als Erster gaszugeben, wenn man noch bei Halbgas ist, während alle anderen schon Vollgas geben.

Rennstreckeneinsteiger verlieren beim Kurveneingang und beim Kurvenausgang die meiste Zeit. Sie Bremsen sehr früh und lösen die Bremse teilweise schon vor dem Kurveneingang. Beim Beschleunigen geben sie zwar früh ordentlich Gas, warten dann aber viel zu lange bis sie Vollgas geben. Wenn sie dann merken, dass erfahrene Fahrer viel schneller aus den Kurven rauskommen, geben sie noch früher Gas und legen sich auf die Nase. Dabei war der Fehler nicht, dass sie das Gas zu spät öffnen, sondern es zu langsam öffnen.

Wer sich schonmal gefragt hat, wie es sein kann das manche Leute 10 Sekunden schneller fahren obwohl man selbst manchmal sogar über die Gripgrenze hinaus geht, dann ist der Kamm'sche Kreis die Antwort für einige dieser 10 Sekunden. Würde man einen schnellen Fahrer in den Kamm'schen Kreis einzeichnen, so würde er fast die ganze Fläche nutzen. Ein langsamer Fahrer würde insbesondere bei wenig Schräglage auffallend weniger Fläche nutzen. Dort liegt viel Zeit für Anfänger und nicht primär bei maximaler oder keiner Schräglage.

Bei mittlerer Schräglage kann man schon ordentlich beschleunigen. Die Wirkung des Kamm'schen Kreises wird sehr oft unterschätzt oder für zu linear gehalten. Deswegen steht das auch in jedem Buch über Motorrad-Fahrtechnik drin.

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Yamaha WR450, Suzuki RM-X450 und Kawasaki KL450 gibt's noch. Das sind alles zulassungsfähige Varianten der echten Crosser. Ähnlich wie die CRF450 mit Zulassung.

Gebraucht findet sich da auch was unter 7000€.

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Ne das macht dem Motor nichts. Die Schraube sorgt ja nur dafür, dass du die oberen Gänge nicht einlegen kannst. Normalerweise kommt da aber eine anders lange Schraube rein.

Für die Motorleistung spielt die Gangsperre keine Rolle. Die bleibt gleich - egal ob mit oder ohne Gangsperre. Auch die Übersetzung bleibt gleich in den ersten 3 Gängen. Du bist nur schneller, weil du in höhere Gänge schalten kannst. An der Motorleistung hat sich nichts geändert.

Keine Ahnung warum sie jetzt plötzlich langsamer beschleunigen soll. Das muss an etwas anderem liegen.

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S100 Kettenreiniger. Kostet leider viel und man verbraucht ca. halbe Dose pro Reinigung. Dafür extrem einfach in der Handhabung. Einfach einsprühen, wirken lassen und abwaschen. Die Kette ist danach perfekt sauber.

Alternativ kannst du auch Dry Lube verwenden, dann bleibt alles sauber. Ritzel, Felge, Heck und Kettenblatt bleiben fettfrei. Der Nachteil ist aber, dass du rund doppelt so häufig die Kette einsprühen musst. Außerdem ist das Zeug wasserlöslich. Was gleichzeitig ein Vor- und ein Nachteil ist.

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Ein Relikt aus alten Zeiten.

Wenn das Motorrad aufsetzt, zerkratzt man sich die Fußrasten. Und irgendwann ist die durchgeschliffen. Dieser Nippel ist u.a. dafür gedacht, bei Verschleiß getauscht werden zu können.

Daneben gibt's noch andere Vorteile. Z.B. Wenn ein Motorrad schnell aufsetzt ,baut der Hersteller sowas ein damit das Motorrad zuerst an den Rasten aufsetzt. Da die beweglich sind ist die Gefahr, dass man die Reifen von der Straße hebelt geringer.

Seit Hanging-Off und moderner, höherer Sitzposition sieht man das jedoch immer weniger. Rennmotorräder haben mittlerweile starre, dafür schmale Rasten ohne Nippel. Die Schräglagenfreiheit ist so hoch, dass Aufsetzen kein Thema mehr ist.

Diese Nippel sieht man aber nach wie vor noch bei manchen Motorrädern.

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Wieviel Erfahrung braucht es?

Nicht viel. Man sollte aber die Grundlagen beherrschen und nicht erst frisch aus der Fahrschule kommen. Deiner Erfahrung nach zu urteilen, solltest du das locker können.

Wie sollte das Motorrad vorbereitet werden?

Zunächst solltest du das Motorrad in einen technisch perfekten Zustand bringen, falls es das nicht ist. Achte darauf, dass du die Lautstärkenbegrenzung einhälst, sonst lässt man dich nicht fahren. Zahlen musst du trotzdem. Wenn deine MV im OZ zu laut ist, suche dir eine Strecke auf der du fahren darfst. Ggf Ausland.

Dann entfernst du Spiegel und Nummernschildhalter. Die Beleuchtung solltest du abkleben oder entfernen. Je nach Vorgabe des Veranstalters musst du weitere Maßnahmen ergreifen.

Reifen? Reifenwärmer?

Slicks würde ich dir nicht empfehlen. Ein guter Sportreifen mit Zulassung tut's auch. Der Zustand muss allerdings tadelos sein und der Luftdruck stimmen. Reifenwärmer braucht man für Trainings nicht. Wenn du welche hast oder dir welche leihen kannst, spricht aber auch nichts dagegen - insofern du weißt wie man sie benutzt.

Wie wahrscheinlich ist ein Sturz beim ersten mal Fahren?

Ist nicht auszuschließen. Du solltest ein Instruktortraining buchen. Auch wenn du dich vielleicht unterfordert fühlst, fahre nicht sofort frei. Du solltest beim ersten Mal nichts erwarten, sondern ganz entspannt an die Sache rangehen.

Und was gibt es sonst noch Wichtiges?

Vollständige Schutzausrüstung. Dazu gehört eine Lederkombi, Rückenprotektor, Hüftprotektoren, Lederhandschuhe, vernünftige Stiefel und ein moderner Integralhelm. Ein Anfänger muss sich genauso gut kleiden wie ein Profi.

Und natürlich: Spaß haben! Rennstrecke fahren ist ein Hobby und du verdienst dein Geld nicht damit. Also mach dir keinen Stress. Ist (anfangs) egal wie schnell du bist.

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Was du dir leisten kannst ist schwer zu sagen. Ich glaub es wäre sinnvoller, wenn du dir selbst ne Kostenaufstellung machst und dann nochmal überlegst, was du ausgeben willst.

Deine Sorge ist berechtigt: Wenn du das Geld hast, würde ich dir zum Motorradführerschein raten. Ne 125er Dragster sieht nur nach dem dicken Chopper aus. Es fühlt sich aber nicht so an. Wenn es dir also nicht nur um Chopperoptik geht, sondern um das Feeling einen fetten Ammi-V2 zu reiten, wird dich eine 125er nicht im Geringsten zufrieden stellen.

Welche Harley die Richtige ist, kann ich dir nicht sagen. Ich würde mich dazu in einem Harley Forum informieren und beim Händler vorbeischauen. Fahr einfach ein paar Modelle probe, dann weißt du was das Richtige ist.

Harley-Davidson ist teuer. Und die robustesten oder modernsten Motoren sind es sicher auch nicht. Das wird einem echten Harley-Fan aber nicht den Spaß verderben, sondern gehört dazu. So wie sicher jede Menge Leute meine Supermoto mit Motorenhaltbarkeit von 150h schlecht reden, werden auch jede Menge Leute dir die Harley schlecht reden. Aber jeder Fahrer hat eigene Vorlieben. Haltbarkeit, alltagstauglich und soziale Konformität ist nicht für jeden Fahrer das wichtigste Kriterium. Wenn du Bock auf ne Harley hast, kauf dir eine. Und lass dich nicht zu faulen Kompromissen überreden. Irgendeine kleine Japan Chopper mag zwar vernünftiger sein, aber was bringt dir das wenn's dir keinen Spaß macht?

Faule Kompromisse sind für Menschen, die sich nicht trauen das zu tun was sie wollen. Wenn du ne Harley willst, kauf dir keinen 125er Japan Chopper.

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Klar, geht das. Der Quickshifter sendet bei Betätigung des Schalthebels ein Signal ans Steuergerät, was die Zündung kurz aussetzen lässt. Quickshifter arbeiten nur beim Hochschalten.

Es gibt auch Assistenten zum Runterschalten, das nennt man Blipper. Das funktioniert nur bei Motorrädern mit elektronischer Drosselklappensteuerung. Der Blipper sendet wie der QS ein Signal an das Steuergerät, das dann die Drosselklappen kurz ansteuert.

Das geht mit etwas Übung auch ohne elektronische Helfer. Blipper imitieren Zwischengas, QS abruptes Gaswegnehmen. Die Elektronik macht das nur meist etwas besser und schneller.

Die Funktion der Kupplung bleibt in beiden Fällen unberührt und funktioniert weiterhin "normal".

Auf Blipper sollte man aber mMn verzichten, wenn man keine Antihoppingkupplung hat. Soweit ich weiß, werden die auch so gut wie nie für Bikes ohne Anithoppingkupplung angeboten. Der Sinn dieser Helfer ist schließlich sanftes und schnelles Schalten. Nicht das plötzlich ausbrechende Hinterrad.

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Das ist doch nur ein Aufkleber oder nicht? Da ist höchstens Klarlack drauf. Das rostet nicht.

Sieht mir eher nach einem gammelnden Aufkleber aus.

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Kombi passt von Größe und Schnitt

Ob die Beratung im Louis gut ist, hängt davon ab was für ein Verkäufer dich berät. Da gibt's Studenten die nichtmal Motorradfahren und garkein Know-How haben. Es gibt aber auch erfahrene Verkäufer die selbst Motorradfahren und schon hunderten Leuten bei der Beratung geholfen haben. Besonders diejenigen, die dort schon länger arbeiten haben teilweise sogar Schulungen direkt vom Hersteller der Produkte gemacht. Aber eine 450€ Aushilfe, ohne Schulung, ist nunmal günstiger ;)

Zur Kombi: Auf Fotos ist das sehr schwer zu erkennen. Zu groß scheint sie nicht zu sein. Höchstens zu klein. Das kann man aber nur durch die Fotos schlecht sehen. Entscheidend ist wie sie sitzt, wenn du auf dem Motorrad sitzt. Das überschüssige Leder am Hintern ist notwendig.

Achte darauf, dass beim Beugen der Knie und Arme in Fahrposition nichts drückt oder einschneidet. Ebenso muss du beweglich sein um verschiedene Fahrpositionen einnehmen zu können. Auch solltest du genug Platz für die Muskulatur haben. Es darf nichts gedrückt oder gequetscht werden.

Die Position der Protektoren kann ich auf Fotos kaum beurteilen. Aber ich vermute sie sitzen gut wenn man schaut wie lang die Kombi ist. Rumrutschen tun sie wahrscheinlich auch nicht.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute sich eine Lederkombi zu klein kaufen. Sie wollen das nirgendwo eine Falte zu sehen ist, weil sie glauben das müsse so aussehen wie bei MotoGP. Sie vergessen aber, dass diese Kombis auf Maß gemacht sind. Wer eine Kombi von der Stange kauft, muss fest davon ausgehen, dass da irgendwo Falten sind. Das ist aber weiter nicht schlimm, solange die Protektoren sitzen.

Von außen sieht das dann zwar passend aus, aber beim Fahren störts dich. Lieber ein paar Falten und etwas Reserve als zu eng. Da du vermutlich noch weit unter 30 bist würde ich davon ausgehen, dass du noch an Muskeln oder Fett zulegst. Die Kombi sieht so aus als wäre da kaum noch Platz für paar Kilos mehr. Es wäre doch ärgerlich, wenn sie in 3 Jahren nicht mehr passt, weil du 3-5kg zugenommen hast.

Wenn du noch etwas Platz hast, würde ich sagen sie passt. Aber eine gute Einschätzung kann ich nicht geben, ohne die Kombi live zu sehen.

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Ich weiß was du meinst. Das ist aber kein Sturzschutz. Als solcher wäre das Teil auch völlig nutzlos. Die Teile sind nur in den Lenker gesteckt. Das fliegt beim Sturz sofort ab.

Der eigentliche Zweck dieser Teile ist ein Kontaktschutz. Auf der Rennstrecke kann es vorkommen, dass man sich berührt. Solltest du in der Kurve mit dem Bremshebel gegen ein anderes Motorrad kommen, liegst du auf der Nase.

Deswegen wird das nur für die Bremse benutzt. In der MotoGP ist seit Jahren verpflichtend und heutzutage auch im Hobbysport häufig zu sehen.

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Abbremsen mit eingeschlagenem Lenker?

Hallo,

man mag es kaum glauben, denn eigentlich weiß ich es besser, aber ich habe heute zum 7.x mein Motorrad während der Fahrschule hingelegt. Jedes mal in der selben Situation. Wenn ich rechts abbiegen möchte und mit eingeschlagenem Lenker die Vorderradbremse betätige, weil eben doch noch einmal ein Fußgänger oder Verkehr auftaucht. Das das falsch ist weiß ich nur zu (schmerzhaft) gut. 🙈 Aber was sonst?

Mein Fahrlehrer besteht darauf rechts abbiegen - rechtes Bein unten. Damit man besser in der Abbiegebewegung "liegt" und kippeln abfangen kann. Aber ich habe nicht die Kraft die Maschine zu halten. Mit der kleinen 125er ging es noch, aber die große keine Chance. Aber die Hinterradbremse erreiche ich nicht schnell genug im Ernstfall - also ist mein Instinkt Vorderradbremse. 😣

Laut meinem Fahrlerer sei die Lösung, Kupplung ziehen, die Maschine würde von selbst stehen bleiben. Aber das hat der Maschine wohl niemand gesagt...sie rollt und rollt weiter. Eh sie dann steht, steh ich mitten im Verkehr. Oder wahlweise vorm Bremse-ziehen aufrichten. Aber dies klappt nicht. Mit rechten Fuß unten und Blick in die Kurve bin ich und die Maschine einfach immer scheinbar zu schief. Wie richte ich sie gerade? Mit Lenker gerade stellen, fang ich zu schnell an zu "eiern" und schwupps lag sie zur Abwechslung auf der linken Seite.

Genauso schlimm ist der Übungsplatz für die Grundfahraufgaben. Dort muss ich am Ende wenden, jedoch ist die Fläche dort eine Schotterfläche mit kleineren Schlaglöchern und leichtem Gefälle. Eine Seite Bordstein, die andere parkende Autos. Mein Fahrlehrer sagte zu mir beide Beine auf den Boden um die unebenheiten im Boden schnell abfangen zu koennen. Nun - erneut kein Fuß frei für die Hinterradbremse und das Gefälle lässt auch die gezogene Kupplung weiterrollen...

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Dein Problem ist scheinbar Langsamfahren.

Du solltest den Gasgriff in Kurven immer leicht geöffnet haben. Das stabilisiert das Motorrad. Wenn es in der Kurve zu kippelig wird gibt's du Gas. Durch das Gasgeben verringert sich die Schräglage und du fährst wieder mehr gerade aus. Entgegenwirken tust du dem indem du den Lenker benutzt. Der Gasgriff ist das wichtigste Instrument beim Motorradfahren. Beherrschst du den Gasgriff, beherrschst du das Motorrad.

Auch die Vorderradbremse stabilisiert und verringert die Schräglage. Wenn du in der Kurve anhalten willst, lass es zu dass sich das Motorrad aufstellt. Wenn es gerade steht kannst du anhalten. Wenn du schräg anhält weil du den Lenker festhälst kippst du um.

Apropos Lenker. Du weißt ja, dass du in Rechtskurven nach links lenkst? Rechtslenken und rechts fahren gilt nur fürs rangieren ohne Schräglage. Außerdem: Lenken tut man ein Motorrad mit dem Lenker - nicht mit dem Körper.

Die Kupplung ist nur zum Anhalten oder zum Schalten da. Ansonsten lass die Finger davon. Rollen ist schlecht. Rollen mit gezogener Kupplung ist noch schlechter. Die Kupplung nimmt dir die Kontrolle durch den Gasgriff.

Die Hinterradbremse gehört zu den fortgeschrittenen Instrumenten und ist für dich zunächst nicht wichtig. Du musst erstmal in Ruhe die Grundlagen lernen.

Da du jetzt theoretisch weißt wie du fährst, würde ich den Fahrlehrer für eine Fahrstunde auf dem Übungsplatz fragen. Und dann übst du die Gasgriffkontrolle. Fahre enge Kreise und beobachte was passiert wenn du Gas gibst. Versuche auch später mal zwischendurch anzuhalten und schau was die Bremse macht.

Das mit dem Füßen am Boden ist totaler Unsinn. Wenn der Fahrlehrer drauf besteht musst du entweder die Fahrschule mit diesen Kunststückchen überstehen oder den Fahrlehrer wechseln. Da er tatsächlich sehr viel Quatsch erzählt könnte das vielleicht sogar der erste Schritt sein.

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Mit Supermotodrifts meinst du wahrscheinlich die Drifts beim Anbremsen?

Dafür gibt's mehrere Gründe. Du kannst zum Beispiel besonders in engen Kurven quer rein fahren, damit du später gerade rauskommst. Außerdem wird durch die leicht versetzte Spur, das Vorderrad kontrollierbarer. Schau dir Videos an wie jemand in der Kurve übers Vorderrad stürzt. Da kannst du beobachten wie das Vorderrad Richtung Kurveninneres wegklappt. Wenn du hinten driftest steuert das Vorderrad mehr richtig Kurvenäußeres. Dann rutscht es länger bevor es einklappt. Ich vermute mal, dass das der Grund ist, warum auch MotoGP Fahrer quer anbremsen. Nur machen die das nur so leicht, dass man es im Fernsehen kaum sieht.

Soweit die Theorie. Praktisch sieht's so aus, dass eine 450er Einzylinder so ein starkes Motorbremsmoment hat, dass du schon fast automatisch driftest, wenn stark anbremst. Je nach dem wie die Antihopping-Kupplung eingestellt ist, insofern man eine hat, lässt sich das also häufig gar nicht vermeiden.

Außerdem sieht's einfach verdammt cool aus. Das wird der Hauptgrund von vielen Hobbyracern sein. Wenn du dir Supermotorennen auf Hobbyebene anschaust, sieht du schnell das da viele auch überhaupt nicht driften. Nicht weil sie es nicht könnten, sondern weil es erst ab wirklich sehr hohem Niveau Vorteile bietet.

Lernen kannst du das nur wenn du's probierst. Es gibt in Deutschland einige Kartbahnen auf denen man Supermotos fahren darf. Das kostet je nach dem um die 30-50€ pro Tag. Falls du noch keine Supermoto hast, gibt's auch Anbieter bei denen du für kleines Geld eine Maschine gestellt bekommst. Rennlizenz vom ADAC brauchst du dafür auch nicht. Wie der Name sagt brauchst du die nur zur Teilnahme an Rennen.

Mit der Hinterradbremse geht das übrigens nicht besonders gut. Es ist nämlich kein Drift mehr, wenn du hinten blockierst und rumschlingerst. Am besten klappt's mMn mit einer großen 4-Takter.

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Ich würde mal schauen, ob ich eine fertig Umgebaute finden würde. Das ist meist viel günstiger.

Wenns ne Supermoto werden soll würde ich mir ne ältere 450 mit günstigen Komponenten suchen. Ohne Straßenzulassung kosten die deutlich weniger. Ersatzteile sind auch sehr erschwinglich.

Zweitakter stell ich mir schwieriger zu fahren vor. Und bei 125er wird für den ein oder anderen Stunt sicher zu wenig Leistung da sein. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass du damit en Donut auf trockenem Asphalt fahren kannst.

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Kommt drauf an. Bekommst du denn in der Größe 150/60 vernünftige Reifen? Oder sind das dann alles Tourer- und Mopedreifen?

Falls du da gute Reifen bekommst nimm den schmalen. Bei knapp 30PS brauchst du nicht soviel Grip sondern Kurvenspeed.

Die 125er WM hatte damals sogar 130er Hinterreifen. Aber eben Rennreifen. Der ADAC Junior Cup ist früher auch immer irgend einen Metzeler Straßenreifen gefahren. Google doch mal was die für eine Größe gefahren sind.

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Wie läuft sie denn sonst so? Nimmt sie gut Gas an? Läuft sie bis 8000 U/min sauber? Und wie fühlt es sich an wenn sie nicht mehr weiter dreht? Schlagartig oder steigt die Drehzahl nur noch langsam bis 8.000 U/min? Wie qualmt sie?

Wenn sie unten rum wunderbar läuft und bei 8.000 U/min wie gegen eine unsichtbare Wand fährt:

->Auslassschieber überprüfen, reinigen und einstellen.

Der sitzt oberhalb vom Auslass. Der Bowdenzug führt dich direkt zum Stellmotor. Näheres findest du auch im Werkstatthandbuch. Es könnte sein, dass der nicht richtig eingestellt ist oder fest gegangen ist. Der öffnet ungefähr bei 8.500 U/min und vergrößert den Auslass.

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Die Sitzhöhe alleine sagt eigentlich nur sehr wenig aus. Entscheidender ist der Kniewinkel. Dabei spielt auch die Position der Fußraste eine Rolle. Man denke mal an die RSV4: Sehr hohe Sitzhöhe, trotzdem eher für kleinere Fahrer. Der Lenker ist sehr nah und die Fußrasten sind sehr weit oben.

Sitzhöhe ist nur für Fahranfänger von Bedeutung. Die sind meist noch unsicher und brauchen beide Füße auf dem Boden damit sich nicht umkippen. So jemand sollte vielleicht besser keinen Supersportler kaufen.

Die RJ15 finde ich ergonomisch sehr gut. Ich bin 184cm.

Rücken-, Arm- und Kniewehwehchen sind meistens nur mangelnde Fitness. Für einen Mann mit dem Körper eines 70 jährigen sind Supersportler sowieso nichts. Egal wie groß man ist. Wenn du halbwegs fit bist, solltest du mit der R6 wunderbar zurecht kommen. Im Vergleich zu manch anderem Sportler ist die Sitzposition sehr ergonomisch und komfortabel.

Ich vermute es ist bei der GSX-R kaum anders. Selber Probefahren, dann weißt du es.

Warum eigentlich k6, k7 von 2008 oder die R6 2011/12? Warum soll die R6 soviele Jahre jünger sein?

Die RJ15 ist doch viel geiler als die kastrierte RJ155.

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Zu den Unterschieden:

CRQ: Brauch eine gewisse Betriebstemperatur damit er funktioniert und ist bei Regen unbrauchbar. Würde ich eher für Supersportler nutzen. Keine ABE. Meiner Meinung nach nichts für die Landstraße, da er in jeder 50er Zone wieder unter die Betriebstemperatur fällt.

SRQ: Funktioniert auch kalt. Kann man wunderbar bei Nässe nutzen. Nachteil: Ultraniedrige Haltbarkeit(max. 20h Pässe fahren). Auf nem Supersportler auf der Rennstrecke kannst du so einen Satz an einem Tag runterfahren.

SV: Standardbelag mit ABE, sicher nichts Schlechtes.

Zu deinem Problem:

Ich kann kaum glauben, dass du das Limit der Bremse so schnell überreizt. Auch dann nicht, wenn du gut Stoff gibst. Die KTM hat nämlich keine Schrott-Bremse. Wenn hingehst und ohne Pause den Pass rauf und runter ballerst, geht es vielleicht schon. Dann kannst du mal Racingbeläge testen. Großen Mehrwert bringt aber nur eine bessere Bremsanlage.

Trotzdem würde ich vorher genau checken ob der Zustand der Bremsanlage wirklich so gut ist. Du bekamst ja bereits einen Link erhalten, der dir einen guten Überblick über mögliche Ursachen gibt. Wahrscheinlich liegt hier auch das Problem. Ich denke, dass eine gut gewartete Originalbremse von Brembo mit passenden Belägen allen Ansprüchen auf der Landstraße genügt.

Was hast du denn aktuell für Beläge drauf?

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Ich vermute die verschleißärmste Variante ist Methode 3. Durch die Motorbremse musst du weniger Bremsen, hast demnach weniger Verschleiß. Außerdem braucht ein Ottomotor im Schiebebetrieb weniger Sprit als im Rollbetrieb.

Methode 1&2 dürften sich kaum nennenswert unterscheiden. Wobei ich Mal vermuten würde, dass mehrmaliges Ein- und Auskuppeln während der Fahrt die Kupplung etwas mehr beansprucht als Schalten im Stand.

Man könnte noch über Methode 4: "einfach bei Rot drüber fahren" nachdenken. Wenn man's schafft könnte das sogar die verschleißärmste Variante sein. Wenn nicht, dann wäre es wohl verschleißreichste Variante ;)

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Das ist eine reine ergonomische Frage. Es kommt also darauf an, womit du besser zurecht kommst. Technisch ist es (fast*) egal.

Vorab ein alternativer Vorschlag: Setzt dich in der Kurve richtig aufs Motorrad. D.h. ganz vorne sitzen - schließlich fährst du eine Supermoto. Dadurch kommst du automatisch schon besser mit dem Fuß unter den Hebel. Den Schalthebel kannst du auch höher setzen.

Falls das alles nichts bringt, kannst du die Schaltung umdrehen. Einen Vorteil hast du schon genannt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass du mit der KTM besonders häufig in langgezogene Linkskurven mit maximaler Schräglage kommst, um diesen Vorteil auszuspielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass du auf den Geraden (falls du nach hinten rutschst um dich klein zu machen, leichter hochschalten kannst). Auch das ist mMn bei Supermotos eher von geringem Vorteil, Aerodynamik ist hier nicht so wichtig wie bei Supersportlern - du musst dich nicht unbedingt so klein machen.

Ich würde dir davon abraten, dass auf einer Supermoto zu machen. Wenn du mit der KTM kurvige, langsamere Strecken fährst wirst du in Situationen kommen, wo du sehr schnell die Gänge vor der Kurve sortieren musst. Lange Bremswege aus hoher Geschwindigkeit hast du quasi nie. Ich mag hier die normale Schaltungsrichtung. Da kann ich vor der Kurve auch bei kurzen Bremswegen schnell die Gänge sortieren. Einfach drauf treten zack-zack-zack-zack - vom 5ten in den 1ten.

Aber wie gesagt: Es ist meine Meinung und eine ergonomische Frage, falls noch jemand schreiben sollte, wie begeistert er von umgekehrten Schaltungen ist, hat er nicht Unrecht. Auf Supersportlern mag ichs auch.

*Bei Eigenbau oder schlecht gemachten Varianten kann es vorkommen, dass die Schaltung "matschig" wird wenn das neue Schaltgestänge nicht völlig starr ist.

PS: An den Umbau gewöhnt man sich innerhalb kürzester Zeit. Cool ist umgekehrte Schaltung nur, wenn du ne Royal Enfield hast :P

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