Zugegeben eine Zukunftsvision, aber nicht undenkbar: ein solarbetriebenes Motorrad - ja oder nein?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Naja - den Strom auf dem Mopped direkt zu erzeugen (via Solarzellen) kannst du getrost vergessen.

Ich verrate auch warum :

Hätte eine Solarzelle einen Wirkungsgrad von 100% (dh. die gesamte Strahlungsleistung der Sonne wird umgewandelt sind wir in einer Größenordnung, wo auch mit großzügig angenommenen Flöchen (z.B. anhänger^^) nicht viel mehr als ein Mofa bei herumkommt.

Solarkonstante E = 1367 W/qm

und das zu unserem Leidwesen * sin (q) weil die sonne ja nicht senkrecht über uns steht...

Klar, Mittags im Sommer am Aquator ist es mehr - aber selbst das wird nicht wirklich viel vom Teller ziehen:

Selbst auf dem Merkur (E=9123 W/qm) würd das Solarmotorrad kaum mit der getunten 125'er mithalten ;-))  


Hallo tomtom,

allmählich fällt der Groschen auch bei mir :-P Dass ich nichts weiss, schien mir auch zuvor klar. Deine Antwort bestätigt den völlig utopischen Ansatz meinerseits und beweist, dass ich von alldem bisher absolut keinen Schimmer mitbekommen haben kann!

Wäre es anders, hätte ich keine solch blonde Frage in den Raum gestellt.^^

Nun pfeifen es die Spatzen von den Dächern ;-) Was bleibt da noch zu tun? Mich zur eigenen Blondheit zu bekennen, und das tue ich hiermit :9

Bin allerdings ganz froh über deine Antwort: sie verdeutlicht per exakter Berechnungen, was Rolf bereits anklingen liess in seiner Antwort: Hier hab ich's nun schwarz auf weiss, kann nachschauen und mich mit Inhalten vertraut machen. Ist ne Menge wert, und ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich für die gute Antwort, die du gepostet hast. Finde ich Klasse, DH!

Lieben Gruss an dich

Jan

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@Jayjay12

Sei nicht so hart mit dir ,-)) Man muss ja nicht immer Alles bedenken.

Ich möchte nicht wissen, welche Präkonzepte die Leuts im Bundstag so haben, die über alles Mögliche abstimmen dürfen..

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@tomtom41

Da magst du richtig liegen. Wie sang schon Reinhard Mey in den 70-ern: "Es gibt nichts Schöneres auf Erden, als Politiker zu werden!" :-P Leistungslohn sieht jedenfalls anders aus, oh Wunder. Gruss Jan

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Moin JayJay.

Das Thema hatten wir doch schon mal.

Heutige Solarzellen sind nicht leistungsfähig genug und würden außerdem eine viel zu große Fläche beanspruchen, die auch noch ständig, in Abhängigkeit ihrer Ausrichtung zur Sonne,  ausreichend mit Sonnenlicht bestrahlt werden müsste. Als Speicher müssten außerdem Akkumulatoren mitgeschleppt werden. Das ist jede Menge Masse, Volumen und Fläche die dafür nötig sind, vom eigentlichen E-Motor mal ganz abgesehen.

E-Bikes allgemein, also ohne Solartechnik an Bord kann es geben, da sehe ich Potential in Abhängigkeit zur technischen Entwicklung geeigneter Akkus.

Aber ausschließlich solarbetriebene Bikes sind unwirtschaftlich. Vielleicht kann man herkömmlich zu ladende E-Bikes zusätzlich mit kleine Solarflächen versehen um elektrische Verbraucher während der Fahrt zu versorgen (das gibt es bei Autos ja auch schon),  aber so recht praktikabel scheint mir dies aufgrund der kleinen Flächen, die ja auch noch richtig zur Sonne ausgerichtet sein müssten nicht.

:-)

Servus BMWRolf,

hmja, als motorradfahrender Schrauberlehrling, als Ratsucher und Ratgeber bei MF interessieren mich auch Themen zur Entwicklung alternativer Antriebssysteme, die auf lange Sicht auch in die Produktion von motorisierten Zweirädern der Zukunft ein- fliessen könnten.

Meine Frage von neulich legte den Kern der Thematik auf die Elektromobilität bei Zweirädern, einfach schon deswegen, da die Solartechnik in vielen anderen Sparten von praktischem Nutzen ist, aber keinesfalls eine alternative Antriebstechnik für Verbrennungsmotoren darstellt.

Vom Ansatz her erhoffte ich mir eine Herstellung von Mikrosolarchips, die keiner grossen Fläche bedürften, um effektiv nutzbar zu sein. Ich sehe aufgrund deiner/eurer Antworten, dass mein Ansatz illusorisch ist.

Du sprichst jedoch die Zusatzfunktionen bei den elektrischen Verbrauchern der E-Bikes an, Rolf. Und äusserst kritisch, dass selbst dafür die theoretisch nutzbaren Flächen nicht ausreichen würden, um diese Anforderungen abzudecken. Jetzt sehe ich klarer, auch tomtom verdeutlicht es. Herzlichen Dank für die profunde Antwort, Rolf!

VG Jan

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Alles geht, nur die Frösch hupfen, Jan

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/weltumrundung-jungfernflug-solarflugzeug-solar-impulse-2-a-972825.html

das Ding macht hundert und natürlich kannst Du die Fahrerei nicht mit nem Benziner vergleichen, es wird mehr so fehenhaftig sein, denn Du musst viele, viele Fotozellen hinter dir herschleppen und nicht bei „Hilfsgrün“ über die Kreuzung, sonst ist der Ar…sch ab. ;-)

Grüßle

Mensch, ist das abgefahren Wolfgang!

Wie kommst du bloss an diese sagenhaften Quellen, Sapperlotti & Co.: bin fasziniert von den Bildern, dem Artikel und dieser technischen Entwicklung: das Ding kann theoretisch über nen Monat in der Luft bleiben, wäre da nicht der Faktor Mensch in Gestalt des Piloten :-)

Fliegender Wechsel in der Luft ist wohl ebenso wenig ratsam wie das Überqueren der Kreuzung per "Hilfsgrün", wie du dich stimmig ausdrückst^^

Tragflächen für die Kollektoren, die der Grössenordnung eines A 360 entsprechen, sind auch nicht ohne und besagen, wieviel Quadratmeter Grundfläche vorhanden sein muss, um dies überhaupt zu ermöglichen: es spricht ne eigene Sprache, aber Hallo!

Vielen Dank für diesen Beitrag,

samt liebem Gruss - Jan

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