Zu Beginn gleich Motorrad oder doch Mofa?

5 Antworten

Ich bezweifele dass man mit einem Mofa (25km/h) ernsthaft Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln kann. Eher bekommt man da Angst, weil selbst Fahrradfahrer schneller sind und Autos wenig Rücksicht bzw. Seitenabstand beim Überholen lassen. Selbst wenn die Kiste 45km/h liefe, wäre man damit immer noch ein Verkehrshindernis.

Die Erfahrung kann er m.E. nur mit einem Motorrad sammeln und dies am besten in einer Gruppe. Meine ersten Erfahrungen habe ich gesammelt, indem ich hinter einem Freund herfuhr und so Kurventechnik, Gefühl für mögliche Geschwindigkeit in Kurven usw. abgucken und sprichwörtlich "erfahren" konnte.

Mofa ist nicht gerade viel ungefährlicher als Motorrad. Klar, man fährt nicht so schnell das stimmt schon. Aber man wird zum Verkehrshindernis und Autofahrer überholen einen an den unmöglichsten stellen. Das kann auch zu einigen gefährlichen Situationen führen.

Mein Tipp: Kauf ihm eine 125er, am besten was gebrauchtes was vielleicht schon paar Macken hat und investiere dafür lieber in geeignete Schutzkleidung. Und pass auf, dass er die Schutzkleidung auch wirklich trägt und nicht in T-Shirt und Jeans durch die gegend fährt.

Liebe/r Mofti.

Wenn dein Sohn sehr unkonzentriert ist, sollte er besser auf gar keinem motorisierten Zweirad fahren, da man sich hier, meiner Erfahrung nach, drei mal so stark konzentrieren muß wie beim Autofahren! Ich fahre schon seit 35 Jahren mit dem Auto, aber erst seit 2 Jahren mit dem Motorrad. Erstes Jahr 125er, heuer "richtigen" A-Schein gemacht und 750er. Gute Konzentration ist überlebenswichtig! Ziehe also deine eigenen Schlüsse daraus..

alles Liebe

Andy750

Möchte noch etwas anmerken: auf der vom Fragesteller genannten Webseite steht folgender Satz: "Auf der einen Seite sind Menschen auf einem Kraftrad also besonders verletzlich, weil sie bei einem Unfall praktisch immer zu Boden stürzen und sich schwere Verletzungen zufügen. Auf der anderen Seite scheint jedoch gerade diese Gruppe von Menschen eine eher unvorsichtige Fahrweise an den Tag zu legen."

Solch eine "Expertenmeinung" kann eigentlich nur jemand von sich gegeben haben, der noch nie Motorrad gefahren ist. Ich bin z.B. schon mehrmals gestürzt (auch richtig spektakulär, als Beifahrer), habe dabei aber noch NIE eine wirklich ernsthafte Verletzung erlitten, gute Schutzkleidung wirkt da Wunder. Auch der zweite Satz ("diese Gruppe von Menschen...") kann eigentlich nur von jemandem kommen, der seine Hosen mit der Beisszange anzieht (ich entschuldige mich für das Vokabular, aber anders kann ich es eigentlich nicht beschreiben).

Das mit dem unkonzentriert sein gibt sich auf dem Motorrad ziemlich schnell. Je langsamer man fährt, um so weniger konzentriert ist man. Wenn er da mit dem Mofa schlafwandelt ist ihm auch nicht geholfen.

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