Wildunfall - Teilschuld?

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6 Antworten

Hallo,

1. Das ist kein "Wildunfall".

Ein Wildunfall wäre es, wenn das arme Eichchörnchen deiner Freundin ins Motorrad gelaufen wäre. Nur weil ein "Wildtier" (Eichhörnchen - Wildtier *lol*) am Straßenrand sitzt und infolge eines daraus resultierenden Bremsmanövers ein Auffahrunfall passiert, ist das noch lange kein Wildunfall. Es ist ein stinknormaler Auffahrunfall.
Weiterhin ist es so, dass man wegen einem so kleines Tier gar nicht bremsen soll/darf. Es würde also so oder so nicht als "Wildunfall" durchgehen.

2. Wer wessen Schaden zu welchen Teilen bezahlen muss, ist schwer abzuschätzen.
Einteils bist du schuld, weil du ihr aufgefahren bist, nicht deiner nötigen Sorgfaltspflicht nachgekommen bist (unaufmerksam, zu wenig Abstand)
Wiederum hätte sie wegen dem Eichhörnchen nicht bremsen dürfen (egal wie leid ihr das arme Eichhörnchen tut, egal wie weh ihr das im Herzen getan hätte, wenn sie es überfahren hätte, die rechtliche Lage ist einfach so).
Andererseits entscheidet naürlich auch die jeweilige exakte Situation, wer wie viel an der Schuld erhält... die kennen wir nicht und, sorry, aber, wir sind hier keine Anwälte. Aber, ich schätze dich würde der größte Teil der Schuld treffen.

Ich denke aber nicht, dass du und deine Freundin nun vorhaben einen Rechtsstreit deswegen auszutragen. Geht zusammen zu eurer Versicherung und redet mit denen.

Gruß

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Kommentar von Mankalita2
27.08.2016, 10:59

Wobei... zur Versicherung zu gehen... die wollen alle eher nicht zahlen... deine Versicherung würde wohl versuchen es auf die Versicherung deiner Freundin abzuwälzen und umgekehrt....

Geht zusammen zu einem Anwalt, ein Beratungsgespräch kostet nicht die Welt, lasst euch da beraten, wie ihr am besten vorgeht.

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Kommentar von RF600
27.08.2016, 11:21

Richtig. Für einen Wildunfall braucht man ein totes Tier oder zumindest Spuren. Ich habe den Begriff nur gewählt um die Situation zu erklären :)

Wahrscheinlich ist es wirklich am besten, professionellen Rat einzuholen. 

Trotzdem danke für deine ausführliche Antwort

Und keine Sorge... einen Rechtsstreit gibt es nicht :D

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Kommentar von Effigies
27.08.2016, 14:17

und, sorry, aber, wir sind hier keine Anwälte.

Dafür muß man sich doch nicht entschuldigen, eher im Gegenteil.  ;o)

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Kommentar von Mankalita2
13.09.2016, 22:07

Danke für den Stern :-)

Und? Wie ist die Sache ausgegangen?

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Hallo,

Ich hatte im letzten Jahr einen Wildunfall mit einen Reh und meinen Auto, der Schaden war so um die +5000,- Euronen.

Weiterhin ist auch schon ein Hase in ein anders Auto von mir in die Seite gerannt und hatte mir die Tür beschädigt. Vor her bei der Polizei angerufen ,zur Polizei gefahren und die hatten etwas Fell an der Seite gefunden, wieder dann Schein bekommen.

Da brauchst auf jeden Fall einen Schein vom Jagdpächter oder von der Polizei um eine Chance bei der Versicherung zuhaben, ohne Schein geht nichts...... Ich habe damals bei der HK nur meine Selbstbeteiligung dazu gezahlt.

Da hat mein Vertreter mich mal so hin gewiesen den Vertrag zu lesen.....es gibt auch nur Verträge wo Haarwild gezahlt wird und auch Verträge wo alles gezahlt wird.

Ich denke mal so wie Du es geschrieben hast ist es ein Auffahrunfall und den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hast. Hört sich zwar blöd an läuft aber da hinaus. Wie schon geschrieben ohne den Schein brauchst Du bei Deiner Versicherung nicht an zu treten, da hast Du keine Chance auf einen Wildunfall.

VG Frank

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Möglicherweise habt ihr gegeneinander Haftpflicht-Ansprüche, der Knackpunkt könnte aber die Beziehung sein, in der ihr zueinander steht. Z.B. bei Ehepartnern ohne Gütertrennung wäre die gegenseitige Haftung ausgeschlossen, weil man quasi nicht sich selbst schädigen kann, es wäre also zu prüfen, ob ihr in solch einer ehe-ähnlichen Gemeinschaft lebt. Vielleicht kann Kostja noch etwas dazu sagen.

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Kommentar von RF600
27.08.2016, 14:02

Nee, eine ehe-ähnliche Gemeinschaft kann man uns nicht anreimen.

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Ich glaube mich zu erinnern, dass die Versicherungen für keine Schäden bei Tieren aufkommen, die kleiner als ein mittelgroßer Hund sind und man hierfür ausweicht oder bremst. Bei dieser Größe muss man draufhalten und notfalls drüberfahren, so hart das auch klingen mag.

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Kommentar von Mankalita2
27.08.2016, 11:40

Ja :-((((

Hatte das dieses Jahr mit nem jungen Hasen.... der arme Kerl war wohl ein "Adrenalin-Junkie".... lief über die Straße, kehrte um und lief mir genau vor's Motorrad!!!

Bremsen war nicht drin, war gerade in einer Kurve... hab dann in den Rückspiegel geschaut, sah in weiter laufen....

Mein Hintermann hat gemeint, dass bis zu seinen Hinterpfötchen kein cm mehr "Luft" war, ich ihn aber scheinbar "verdammt knapp" verfehlt hätte, er munter weitergelauen sei....

*Uff.... und bitte wieder entspannen..... habe keinen Hasen getötet....*

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Die HP zahlt den Schaden am Fahrzeug des anderen.

In euren Versicherungsverträgen steht geschrieben wie es sich bei Wildunfällen verhält.

Was ich aktuell aus deiner Beschreibung herauslese:

Das vorausfahrende Fahrzeug hat abgebremst.

Das Fahrzeug dahinter hatte einen zu geringen Sicherheitsabstand und konnte daher weder vollständig bremsen noch entsprechend reagieren (ausweichen).

Somit liegt die Schuld aus Sicht der Versicherung mutmaßlich beim Führer des zweiten Fahrzeugs.

Sprich: HP von deiner Maschine zahlt Schaden am vorderen Fahrzeug, du bleibst auf deinem Schaden sitzen.

Wenn der Schaden so gering ist das sich mit Selbstbehalt oder Wegfall von SF-Rabatt die Regulierung via Versicherung nicht lohnt -> selber bezahlen und fertig.

So oder so: Auf dem Schaden an deiner Maschine bleibst du sitzen. Dafür hättest du  eine VK-Versicherung abschließen müssen.

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Da werdet ihr von der Verischerung nichts bekommen.

Die zahlen Schäden durch Ausweichmanöver nur wenn dadurch ein größerer Schaden am Fahrzeug verhindert werden kommte . Wenn du z.b. einer großen Wildsau ausweichst, da könnte eine frontale Kollosion dich umbringen . Also kann da auch keiner vor dir verlangen, daß du voll drauf hältst.  

Aber was für einen Schaden sollte denn ein Eichhörnchen anrichten ?

So hart das auch klingt, einem Eichhörnchen ausweichen ist Freizeitvergnügen.

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Kommentar von Mankalita2
27.08.2016, 16:12

Hmmmmm..... dass sie "nichts" bekommen, glaube ich nicht.

Sie bekommen nichts in punkto "Wildschaden", aber der Auffahrunfall?

Wenn jemand vor mir bremst (mal völlig ungeachtet dessen, ob ich denjenigen kenne oder mit ihm/ihr liiert bin oder nicht) und ich knall dem drauf, bezahlt die Versicherung.

Zu klären ist bei der geschilderten Situation "nur": wer bekommt wie viel Schuld zugesprochen, also welche Versicherung bezahlt wie viel. Weil: Das Mädel hätte nicht bremsen "dürfen" und er hat nicht aufgepasst... blöd gelaufen....

Das Wichtigste scheint aber ok zu sein: die beiden Fahrer :-)

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