Wildunfall - Teilschuld?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

1. Das ist kein "Wildunfall".

Ein Wildunfall wäre es, wenn das arme Eichchörnchen deiner Freundin ins Motorrad gelaufen wäre. Nur weil ein "Wildtier" (Eichhörnchen - Wildtier *lol*) am Straßenrand sitzt und infolge eines daraus resultierenden Bremsmanövers ein Auffahrunfall passiert, ist das noch lange kein Wildunfall. Es ist ein stinknormaler Auffahrunfall.
Weiterhin ist es so, dass man wegen einem so kleines Tier gar nicht bremsen soll/darf. Es würde also so oder so nicht als "Wildunfall" durchgehen.

2. Wer wessen Schaden zu welchen Teilen bezahlen muss, ist schwer abzuschätzen.
Einteils bist du schuld, weil du ihr aufgefahren bist, nicht deiner nötigen Sorgfaltspflicht nachgekommen bist (unaufmerksam, zu wenig Abstand)
Wiederum hätte sie wegen dem Eichhörnchen nicht bremsen dürfen (egal wie leid ihr das arme Eichhörnchen tut, egal wie weh ihr das im Herzen getan hätte, wenn sie es überfahren hätte, die rechtliche Lage ist einfach so).
Andererseits entscheidet naürlich auch die jeweilige exakte Situation, wer wie viel an der Schuld erhält... die kennen wir nicht und, sorry, aber, wir sind hier keine Anwälte. Aber, ich schätze dich würde der größte Teil der Schuld treffen.

Ich denke aber nicht, dass du und deine Freundin nun vorhaben einen Rechtsstreit deswegen auszutragen. Geht zusammen zu eurer Versicherung und redet mit denen.

Gruß

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Wobei... zur Versicherung zu gehen... die wollen alle eher nicht zahlen... deine Versicherung würde wohl versuchen es auf die Versicherung deiner Freundin abzuwälzen und umgekehrt....

Geht zusammen zu einem Anwalt, ein Beratungsgespräch kostet nicht die Welt, lasst euch da beraten, wie ihr am besten vorgeht.

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Richtig. Für einen Wildunfall braucht man ein totes Tier oder zumindest Spuren. Ich habe den Begriff nur gewählt um die Situation zu erklären :)

Wahrscheinlich ist es wirklich am besten, professionellen Rat einzuholen. 

Trotzdem danke für deine ausführliche Antwort

Und keine Sorge... einen Rechtsstreit gibt es nicht :D

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@RF600

Bitte, gerne.

Ist halt ein bisschen eine "verzwickte Sache" und die Tatsache, dass ihr (was du ja bestätigst) hier nicht konsequent rechtlich gegeneinander vorgehen wollt, macht's nicht leichter.

Ihr wollt einfach nur so viel Schaden wie möglich über die Versicherung(en) abrechnen, dazu hat man sie schließlich ja auch.

Geht zusammen zum Awalt und erklärt, dass ihr euch nicht "bekriegen" wollt, eben nur, zumindest einen Teil, des Schadens über die Versicherung abrechnen wollt. Bedenkt aber, dass dann natürlich die Versicherungsbeiträge dessen, dessen Versicherung für den Schaden einspringt, steigen wird.

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@Mankalita2

Von Schuld spricht nur ein Richter ! ! ! Alles Andere betrifft das Verursacher-Prinzip.

Zu einem Anwalt würde ich nur gehen, wenn ihr Verkehrs-Rechtsschutz habt, ansonsten können die Kosten teurer werden, als die Reparatur. Fragt doch mal euren Versicherungsmann, wenn der ehrlich ist, wird er euch gut beraten.

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@19ht47

Ja, klar, "Schuld" kann nur ein Richter aussprechen. Das Wort wurde hier umgangssprachlich verwandt.

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@Mankalita2

"Ihr wollt einfach nur so viel Schaden wie möglich über die Versicherung(en) abrechnen, dazu hat man sie schließlich ja auch."

Ganz genau.

Aber steigt der Beitrag tatsächlich? Ich glaube nur bei Kaskoschäden, nicht aber wenn die Haftpflicht greift.

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@RF600

Natürlich steigt der Beitrag bei der Haftpflicht, sogar heftig. Die Versicherungsprämie steigt immer wenn du etwas falsch machst, also bei der Haftpflicht und der Vollkasko.

Nur bei der Teilkasko nicht, da die Schäden abdeckt für die du nix kannst (Diebstahl, Sturm, Wild)

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@RF600

Immer dann, wenn (d)eine Versicherung den Schaden eines anderen bezahlt, steigt der Beitrag. Man wird ja u.a. nach SF (Schadenfreiheitsklasse) eingestuft, verursacht jemand einen Schaden für den Versicherung bezahlen muss, verliert man am SF.

Vielleicht liest das ganze noch "deralte", der ist da fit drin und kann das besser erklären als ich.

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und, sorry, aber, wir sind hier keine Anwälte.

Dafür muß man sich doch nicht entschuldigen, eher im Gegenteil.  ;o)

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Danke für den Stern :-)

Und? Wie ist die Sache ausgegangen?

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Möglicherweise habt ihr gegeneinander Haftpflicht-Ansprüche, der Knackpunkt könnte aber die Beziehung sein, in der ihr zueinander steht. Z.B. bei Ehepartnern ohne Gütertrennung wäre die gegenseitige Haftung ausgeschlossen, weil man quasi nicht sich selbst schädigen kann, es wäre also zu prüfen, ob ihr in solch einer ehe-ähnlichen Gemeinschaft lebt. Vielleicht kann Kostja noch etwas dazu sagen.

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Nee, eine ehe-ähnliche Gemeinschaft kann man uns nicht anreimen.

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@RF600

dann würde ich's versuchen und die Schäden melden (bei der jeweiligen eigenen Versicherung, dass man einen Haftpflicht-Schaden verursacht hat)

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Die HP zahlt den Schaden am Fahrzeug des anderen.

In euren Versicherungsverträgen steht geschrieben wie es sich bei Wildunfällen verhält.

Was ich aktuell aus deiner Beschreibung herauslese:

Das vorausfahrende Fahrzeug hat abgebremst.

Das Fahrzeug dahinter hatte einen zu geringen Sicherheitsabstand und konnte daher weder vollständig bremsen noch entsprechend reagieren (ausweichen).

Somit liegt die Schuld aus Sicht der Versicherung mutmaßlich beim Führer des zweiten Fahrzeugs.

Sprich: HP von deiner Maschine zahlt Schaden am vorderen Fahrzeug, du bleibst auf deinem Schaden sitzen.

Wenn der Schaden so gering ist das sich mit Selbstbehalt oder Wegfall von SF-Rabatt die Regulierung via Versicherung nicht lohnt -> selber bezahlen und fertig.

So oder so: Auf dem Schaden an deiner Maschine bleibst du sitzen. Dafür hättest du  eine VK-Versicherung abschließen müssen.

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