Wieviel Druck wird in Ölleitungen aufgebaut?

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3 Antworten

Hab auch solch mickrigen Ölleitungen an meiner TR1. Die reichen voll aus, um den bis zu 5 bar Öldruck stand zu halten. Weshalb soll da eine Stahlflexleitung hin ?!? Die Wandstärker der Leitung liegt bei 1mm, das reicht locker für den 10 fachen Druck :-) Bei den Hochdruckleitungen der Dieselmotoren sind es auch nur 1,5mm, und die halten dann bis 2000 bar aus.

Früher, die Maschinen mit Zahnradölpumpen, hatten einen Öldruck bei kaltem Moptor von bis zu 3 bar. Die Fördermenge und dadurch der Leitungsdurchmesser waren sehr gering. Diese kleinen Leitungen halten diese lumpige 3 bärchen locker aus. Eher wurden Dichtungen und Simmerringe durchgeblasen. Heutzutage spritzen die Ölpumpen große Mengen Öl mit weniger als 1 bar in den Motor. Diesen Druck würde zur Not noch ein Trinkhalm aus Plastik aushalten.

Hab spaßeshalber vor einer Vergrößerung des Innen-Durchmessers meiner Steigleitungs-Hohlschraube mal den Druck vorher und nachher gemessen. Bei kaltem Motor lagen etwa 3,5 Bar an, nach aufbohren der Hohlschraube waren es am oberen Anschluß fast 5 bar. Es ging aber bei dem Aufbohren nur um die Verbesserung der Ölzuführung zum Zylinderkopf, den Druck dort begrenzen dann die Lager selbst.

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@user5432

Zwischen dem Druck im Schmiersystem umd dem inneren Druck im Pumpenkreislauf ist ein Unterschied. Mit kaltem Öl erreichen manche Pumpen einen Druck, der Ölfilter und Gehäuse zum Platzen bringen würde. Durch Kalibrierungsbohrungen und Beipaßventile wird dieser Druck auf ein erträgliches Maß reduziert. Motoren mit Nadel - Wälz - und Kugellagern bauen z.B. praktisch keinen Öldruck auf, weil die Lager nicht dicht sind und der Druck sofort entfleucht. Ein Öldruck über 4 bar im Lager, kann dieses sogar zerstören, weil sich zusammen mit dem Druck, der sich im Schmierkeil ohnehin aufbaut Druckspitzen von mehreren 1000 bar entstehen können, die das Lagermaterial zerstören. Das war z.B. bei alten 1Zylinder Renn Ducatis jahrelang der Grund für KW-Lagerschäden. es hat Jahre gedauert bis man dahintergekommen ist und durch Reduzierung des Öldrucks die Ursache behoben hat.

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Das Öl wird ja nur verteilt, nicht aber, wie etwa Treibstoff, unter hohem Druck irgendwo eingespritzt und gerade bei einem altmodischeren Motorrad wie der Bonneville dürfte der Druck noch geringer sein.

Die "altmodischen" Motorräder - in diesem Punkt stimmt die Bezeichnung absolut, hatten weit höhere Öldrücke als moderne Maschinen. Das gilt nicht nur für Motorräder. Mein uralter Mercedes, den ich mir 1976 gebraucht gekauft habe, hatte im kalten Zustand einen Öldruck von mehr als 3,5 bar.

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