Wieso sind Enduros ausgerechnet bei uns in Deutschland so beliebt?

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Es gab mal Statistiken. Die zeigten auf, daß die Enduros in Italien und in Frankreich weit beliebter sind als in Deutschland. Diese Beliebtheit tritt immer in Wellen auf. Nachdem in Deutschland Tempo 100 eingeführt wurde, waren plötzlich die Sportmaschinen und die schnellen Tourer out. Um den Frust zu kompensieren gab es die erste Chopperwelle. Plötzlich wurden keine Kombis mehr gekauft, sondern nur mehr Jacken und Hosen, Kombischneider gingen reihenweise pleite. Nach ein paar Jahren hatte sich die Mode totgelaufen. Viele hatten bemerkt, daß es zwischen dem Death Valley und der Route 66 und dem Schwarzwald doch einen gewissen Unterschied gibt. Plötzlich tauchten die Enduros auf. Sie linderten den Schmerz über das Tempolimit, waren gut zu fahren und gaben einen gewissen Kick. Modelle wie die XT 500 von Yamaha tuckerten von Verkaufsrekord zu Verkaufsrekord. Mehr als 7.000 Fahrzeuge in einem Jahr von einem Modell verkauft, war einsame Spitze. Irgendwann bemerkte die breite Masse aber, daß es mit dem Offroad - Einsatz in Deutschland gewisse Probleme gab. Folglich schwenkte das Pendel wieder zurück über Tourer, Naked Bikes zu den Sportlern. Man hatte sich damit abgefunden, daß man das Potential dieser Maschinen nur mehr auf der Autobahn ausnutzen konnte - hauptsache sie sieht sportlich aus und im KFZ-Schein stehen ordentlich PS (respektive KW). Mittlerweile hat sich das Interesse der Motorradfahrer so weit diversifiziert, daß jede Nische ihr Klientel hat und alle diese Typen nebeneinander ihren Markt haben.

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