Wieso macht das Optimieren von Einlasskanälen etc trotz geringerer Fertigungstoleranzen noch Sinn?

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6 Antworten

Die Fertigungstoleranzen sind gering, das stimmt. Aber trotzdem ist es eine Serienherstellung. Nicht jeder Motor ist für sich optimiert.

Aber nur die Einlaßkanäle zu machen, ergibt wenig Sinn. Zumal die gar nicht glatt sein dürfen, sondern für Mikroverwirbelungen eine gewisse rauhe Oberfläche behalten sollten.

Aber insgesamt kann Tuning schon Spaß und auch Sinn machen. Bei mir z. B. von 152 auf 180 PS (Leistunsgdiagramm davor/danach). Und vor allem viel mehr Drehmoment! Die Einlaßkanäle entsprechend geformt und beim Ventil erweitert, die Ventilsitze weiter nach außen gefräst, die Airbox überarbeitet, die Steuerzeiten geändert, an der Motorsteuerung kurz Hand angelegt... Aber kaum Verdichtungserhöhung, nur 0,1 mm am Kopf geplant.

Vorher war ich viel zu oft bei Vollgas, jetzt nicht mehr. Jetzt bestimmt nicht mehr das Moped die Grenzen meiner Fahrerei, sondern immer ich selbst. Genau das wollte ich. ;-)

wie der Alte schon schrieb, macht es für Straßenmaschinen wenig Sinn. Viele Schraube machn's trotzdem, denke mal aus Spaß heraus.

Ob es bei den heutigen Maschinen überhaupt noch Sinn macht, weiß ich nicht. Früher wurde es hauptsächlich bei Rennmaschinen gemacht.

Jaaaa... Weil viele statt zu sagen "das und das habe ich mir in der Maschine gekauft" viel lieber sagen wollen "das und das habe ich selbst in Kleinstarbeit an meiner Maschine gemacht". Es ist die Freude am Schaffen denke ich - und für die Rennmaschinen ist das auch das Rausholen des letzten PS aus dem Hubraum. Otto Normalmotorradfahrer würde vermutlich mit dem Kauf einer größeren Maschine günstiger fahren, als zu schrauben - zumindest wenn man die eigene Schraubzeit fair abrechnet, also nach normalen Handwerkslöhnen. Aber seit wann geht's beim Motorradfahren um Kosten?

Und wenn ich die Zeit und die Skills hätte - ja, dann würde ich vermutlich auch selber schrauben. Aber ich bin Informatiker... Ganz falsches Ende der Berufsskala... :D

Das macht in meinen Augen nur dann Sinn, wenn bei Profi-Rennmaschinen das letzte Zehntel PS gesucht wird. Die Kosten-Nutzen-Bilanz für "normale" Straßenmaschinen ist mit Sicherheit verheerend.

Lach - denk mal, die Kosten-Nutzen-Bilanz ist für einige "Schrauber" sehr nebensächlich ;-)

Aber denk mal, hast recht.

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Tuning bedeutet iummer: unter ggf. Voraussetzungen das Optimale herauszuholen. Da muss man dann schon mal nachdenken und eben auch man nacharbeiten!

Ich hatte neulich erst ein Gespräch mit einem Tuner bezüglich der Poliererei. Beim Polieren der Kolben und Brennräume ging es gar nicht um den Gasfluss, sondern um die Wärmeaufnahme. Das gilt auch für die umwickelten Krümmer.

Sinn macht der ganze Kram nie - aber Spaß!!! :-)))

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