Wieso ist die Motorbremswirkung beim Motorrad größer als beim Auto?

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3 Antworten

Naja sie ist nicht wirklich stärker, das Hubraum/Gewicht Verhältnis ist nur ein ganz anderes

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Wie die Campingkuh schon erwähnt hat, ist ein Punkt, das Gewichtsverhältnis von Fuhre zu Hubraum. Eine schwerere Karre schiebt stärker. Es gibt aber auch noch eine Reihe von anderen Aspekten.

1) Dieselmotoren (wie sie häufig in Autos verwendet werden) haben fast keine Bremswirkung, weil sie keine Drosselklappe haben, die beim Gaswegnehmen den Ansauger schließt und damit drosselt. Ältere Diesel Busse und LKW hatten sogar druckluftbetätigte Klappen im Auspuff und im Ansauger, um die Bremswirkung des Motors zu verstärken.

2) Bei Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler ist die Bremswirkung stark reduziert.

3) Automatikgetriebe schalten im Schiebebetrieb 1-2 Gänge höher. Dadurch wird die Bremswirkung des Motors reduziert.

4) Mit dem Motorrad schaltest du in der Regel in einen niedrigeren Gang, wenn du die Motorbremse benutzen willst. Autofahrer tun das so gut wie nie. Je höher der Gang desto geringer die Bremswirkung.

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Es liegt am Gewicht des Fahrzeugs und wie hoch die Verdichtung des Motors und der Anzahl der Zylinder je weiniger um so stärker . Wer schon man eine 500er Yamaha XT angekickt hat weiß warum . 

Ottomotor ungefähr auf ein Verhältnis von ab 7:1 verdichtet (der Druck ist etwa bei 8–18 bar und die Temperatur bei 400–600°C), der Dieselmotor dagegen arbeitet mit einem Verdichtungsverhältnis von etwa ab 18:1 (wobei der Druck auf 30–50 bar und die Temperatur auf 700–900°C steigt).

Und den Käse das Diesel fast keine Bremswirkung haben ist wohl ein sehr später schlechter Aprilscherz  den das stimmt zu 100 % nicht wegen der hohen Verdichtung ist da eine große Bremswirkung vorhanden . 

Und von dem Rest ganz zu schweigen da stimmt fast nichts  . 

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Kommentar von chapp
13.04.2017, 08:20

Ich weiß nicht woher du deine "Weisheiten beziehst - viel wert sind sie jedenfalls nicht. Ich rate dir also, gehe mit deinen Halbwahrheiten in Zukunft vorsichtiger um.

Die Verdichtung hat mit der Bremswirkung so gut wie nichts zu tun. Das kommt daher, weil sich bei einer Umdrehung Verdichtung und Entspannung ausgleichen - es ist also ein Nullsummenspiel. Auch die Anzahl der Zylinder ist nur indirekt von Bedeutung. Multizylindermotoren haben schwerere Kurbelwellen. Deren höhere Schwungmasse führt zu längerem Nachlaufen. Auch sind Multizylindermotoren in der Regel für höhere Drehzahlen ausgelegt. Ein probates Mittel, diese zu erreichen, sind größere Ventilüberschneidungen. Diese führen zu einem Füllungsverlust bei niedrigeren Drehzahlen und damit zu geringerer Bremswirkung.

nochmal zum Diesel. Dass du dessen geringe Bremswirkung in Frage stellst zeigt zwei Dinge:

1) dass du keine Ahnung hast und von Dingen faselst, die dir eine Nummer zu groß sind

und

2) dass du wohl noch keinen Diesel gefahren hast - ich schon, mehrere 100.000 km.

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Kommentar von chapp
13.04.2017, 09:44

Das Problem im Internet ist, dass dort jeder Dummschwätzer seinen Senf dazugeben kann. Das sieht man an dir. Im Prinzip ist es mir egal, weil ich an deiner Bildung kein Interesse habe. Leider lesen aber andere deine Ergüsse und verlassen sich darauf. Deswegen bin ich gezwungen deinen Mist richtigzustellen.

Noch was: es mag ja sein, dass du in deinen feuchten Träumen von den hohen Temperaturen im Dieselabgas träumst - das Gegenteil ist aber der Fall. Die Abgastemperaturen im Diesel sind deutlich niedriger als im Benziner. Das liegt mitunter daran, dass der Diesel mit Luftüberschuss betrieben wird.

Selbst bei oberflächlicher Betrachtung erkennt man das ganz einfach daran dass Turbolader am Benziner früher (und teilweise noch heute) regelmäßig an Überhitzung starben, am Dieselmotor so gut wie nie. Der Abgasdruck ist im Diesel etwas höher. Das hat aber nichts mit der Temperatur zu tun, sondern damit, dass der Diesel im Gegensatz zum Benziner keine Aufladung durch Abgasresonanz bekommt. Bei einer Systembedingten Höchstdrehzahl von ca. 4700 Umin, bringt das auch nichts. Der Diesel pumpt die Abgase ganz simpel durch ein früh schließendes Auslassventil. Dadurch baut sich im Auspuffsystem ein höherer Druck auf.

Dein Beispiel der 500er Yamaha belegt eindrucksvoll, dass du wirklich nicht die Spur einer Ahnung hast.

Wenn du nämlich den Yamaha Motor mit ausgeschalteter Zündung über den OT wuchtest, dann wirst sogar du feststellen, dass der Kolben dann mit derselben Vehemenz nach unten saust, die dich vorher gebremst hat - Nullsummenspiel.

Dass schlecht konstruierte und schlecht abgestimmte Singles und Twins bei extrem niedrigen Drehzahlen (=unter ca. 1200 Umin) manchmal ziemlich abrupt abbremsen, liegt am Kolbendurchmesser. Großer Kolbendurchmesser = langer Flammweg. Daher müssen diese Motoren auch bei niedrigen Drehzahlen mit sehr viel Frühzündung gefahren werden, weil sie sonst aus dem Auspuff Feuer spucken. Das bedeutet, dass diese Motoren zum Teil bereits 30-40° vor Ot zünden (Meine Horex Regina 400 hatte bei Standgas fast 45° Vorzündung. Ohne die gigantische Schwungmasse wäre die glatt stehen geblieben). Dadurch bekommt der nach oben laufende Kolben eine aufs Dach, was den Motor sogar während des Laufes zum Stillstand bringen kann.

Beschäftige dich lieber mit den Simsons oder mit Pockemon, das ist eher deine Liga.

Ach noch was. Welcher 4Takter verdichtet 1:7  ? Das war vor 40 Jahren. Heute verdichten sie zwischen 1:10 und 1:13,5.

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