Wie sind die Hintergründer der Produktion von Helmen?

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8 Antworten

Hallo AskForItAskForIt

Viel damit hat auch die Firmenphilosophie zu tun, fange ich hochwertig an und verbillige dann Stück für Stück, oder mache es umgekehrt, wie bekomme ich meinen Platz im Markt und ist das Verhältnis Ing – Kaufmann, gesund. Die Werbung und die Mund zu Mund Propaganda darf keinesfalls unterschätzt werden, denn ein starker Glaube schlägt meistens das fundierte Wissen.

Nehmen wir mal Motorradtests. Der einzige legitime Test in meinen Augen ist der 50.000Km Test, der einzige, bei dem zerlegt und gemessen wird. Alle andere sind Fahrberichte mit bisserl Technik und viel Emotion. Die Rangliste beim 50.000er wird nach wie vor von ner HD angeführt und unser deutsches Edelproduckt erscheint mit der 800er ST an glaube 17. Stelle. Da helfen auch die vielen Einzelsiege nicht, bei dieser Fa. testet offensichtlich der Kunde.

Kult, das ist Kult, auch so eine Zauberei. Ich besitze ein dänisches Edelrennrad. Das hatte den angesagtesten Lenkervorbau und einem namhaften, maßhaltigen Lenker. Trotzdem funktionierte das Ganze nicht. Auch der Edeltester der Rennradszene war vor Ort und der testet sehr gut, wollte es nicht glauben. Ich sagte zu ihm: selbst wenn Lieber Gott drauf steht, halten muss es, der einzige Punkt der mich interessiert.

Nun kann man nicht alles studieren und muss viel zu oft vertrauen, hilft halt nichts.

Gruß Nachbrenner

Du hast nicht einmal einen Anfangsverdacht und verdächtigst Leute, die wahrscheinlich ganz legitim ihr Geld verdienen unmoralischer Machenschaften... das ganze als Frage formuliert... so ähnlich wie bei manchen Zeitungsmeldungen, in denen Beschuldigungen als Fragen formuliert werden. Ich empfinde das als ungerecht und ganz und garnicht so nachdenklich, wie du dich selbst gerne sehen möchtest bzw. hier präsentierst.

Ehrlich gesagt finde ich die Frage ein bisschen weltfremd. Wie soll ein Motorradfahrer wissen, ob der Helm, den er kauft in einer chinesischen Schwitzfabrik oder sonstwo hergestellt worden ist? Aha, Japan und Deutschland sind keine Billiglohnländer... soso, und was sagt uns das? Die Helme können immer noch Teile (z.B. Textilien) aus einer Schwitzfabrik in China enthalten... und wenn wir das wissen, was machen wir dann? Kaufen wir dann unsere Helme im Ökoladen aus ökologischem Anbau ?

Hallo fritzdacat !

Dies war nicht das Bild, das ich erzeugen wollte. Ich lobe in der Frage nicht etwa die Hersteller aus Deutschland und Japan. Made in Germany wird ja schließlich auch Produkten verliehen, die zum Großteil im Ausland hergestellt wurden und nur der "bedeutende Arbeitsschritt" in Deutschland vollzogen wurde. D.h. Chinaware zusammengesetzt in Deutschland -> Made in Germany. Mit der Aussage "Deutschland und Japan sind keine Billiglohnländer" wollte ich das Gegenteil von dem erzielen, als was Du es aufgenommen hast. Es sollte lediglich den Fokus vom Lohn als Allheilmittel schlechter Arbeitsbidungen ablenken, sodass der Lohn nicht die entscheidene Größe in der Bewertung der Arbeitssituation ist und man nicht auf die Idee kommt, etwas als gut zu beurteilen, weil es aus Deutschland oder Japan kommt.

  • Wenn wir wissen, dass etwas unter schlechten Bedingungen hergestellt wurde, steht es dem nun "Wissenden" frei, sich für oder gegen den Kauf zu entscheiden. Für mich gilt Letzteres, wenn man von Problemen weiß unterstützt man diese schließlich nicht, habe ich Recht ? Nun könnte die Diskussion beginnen, warum dann Menschen von dem Elend anderer profitieren, nunja, mangelnder Menschenverstand und der Untergang der Moral in der Wirtschaft ist kein Geheimnis, man kann jedoch etwas dagegen tun, der Kunde entscheidet !

  • Woher ein Motorradfahrer das wissen soll, nunja, er stellt Fragen, um dem auf den Grund zu gehen. Er recherchiert, prüft und entscheidet und bittet dabei um Hilfe von anderen in Form von Erfahrungen oder sonstigem Wissen !

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@AskForIt

Hatte dich glaube ich schon richtig verstanden.... kann mit deiner Frage trotzdem recht wenig anfangen, empfinde deinen Denkansatz "mangelnder Menschenverstand und der Untergang der Moral in der Wirtschaft ist kein Geheimnis" als zu schwammig, um mich weder für noch gegen irgendein bestimmtes Produkt zu entscheiden.

Wenn du mal einen Aufhänger hast wie "Der Helm XY wird durch Sklaven zusammengebaut" kannst du ja wiederkommen und uns berichten...... ansonsten kann ich deine Ansichten nur unter dem Begriff "allgemeiner Weltschmerz" ablegen.

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@fritzdacat

Meine Frage zielt doch genau darauf ab zu erfahren, ob irgendein "Helm XY durch Sklaven zusammengebaut wird" !!!

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@AskForIt

Schon klar, wenn ich etwas herausfinde, bist du der erste, der es erfährt (wie bei Colombo ;-) )

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Was ist Marketing? ---- Marketing ist ein "Instrument", mit dem man bei Menschen Interesse und Kaufbereitschaft wecken soll für Dinge, für die sie sich weder interessieren noch die sie benötigen. ------ Das ist der "erste" und wichtigste Satz. Damit beginnt das Studium "Marketing". Außer in der Politik wird nirgends so viel versprochen, gelogen und betrogen wie im Marketing. Woher ich das weis? Ich habe mein Marketingstudium (Betriebswirt-Dienstleistungsmarketing FH) 2006 mit einem Diplom abgeschlossen. Ein zweites Diplom habe ich als Kommunikationswirt (FH). Wenn ich alles Private und gesundheitliches geregelt habe, werde ich an der FH als Dozent zu einem "bestimmten Thema" nebenberuflich unterrichten.

Daher kann ich nur immer lächeln, wenn jemand "sein" Produkt als das "High End Produkt", möglichst noch als "Profiqualität" bezeichnet (Ist bei Werkzeug oft der Fall). Helme in der "Premiumklasse" sind sich sehr ähnlich, auch in der Fertigung. Da entscheidet der persönliche Eindruck, der oft mit Marketing eingeredet wird. Abgesehen natürlich vom Tragekomfort. Jemand, der sich den teuersten Helm gekauft hat, wird immer auf ihn schwören. Ist genauso wie mit den Motorrädern. Wenn ich mit anderen Chopperfahrern diskutiere würde niemand seine Harley gegen eine andere Chopper eintauschen. Auch nicht, wenn der mehr am reparieren ist als am Fahren. Er lässt keine andere Meinung zu. Ist menschlich und eben "gutes Marketing".

Wenn sich die Menschen eine eigene Meinung bilden würden und objektiv an die Sache rangehen würden, wäre mein Beruf am Aussterben. Denke mal an die vielen Fragen: "Was für ein Motorrad soll ich mir kaufen?" Gruß Bonny

Grüß Dich Bonny !

Deine Antwort erinnert mich an meinen Weg in "die kalte Realität", in der sich der Markt verbindet. Adam Smith´s Modell der "unsichtbaren Hand" hat mir den Pfad geebnet. Was könnte besser zutreffen ? Kein Unternehmer stellt etwas her oder bietet eine Leistung, um den Menschen etwas gutes zu tun, Profit. Das klingt zwar mies, jedoch sollte keiner anzweifeln, dass sich der allgemeine Lebensstandard "tiefer" finden würde, wäre da nicht das Geld als der wohl stärkste Antrieb, wenn es nicht gerade blutdurstige Löwen sind, die einen durch die Savanne jagen !

Marketing ist eine umheimlich interessante Materie und das, was ich bisher kennengelernt habe, hat nicht selten zu enormer Verwunderung geführt. Ganz besonders beeindruckend ist die Fähigkeit der Marketingbeauftragten gewisse Produkte an den Mann zu bringen. Mein liebstes Beispiel sind "funktionelle Lebensmittel". Die geniale Verbindung aus einem Lebensmittel und dessen positive Wirkung auf die Gesundheit. Zucker, nochmal Zucker und Aromen, die das angestrebte Gefühl der uneingeschränkten Gesundheit im Körper erzeugen... Was sie im Körper erzeugen sind Fettreserven und einen konstant hohen Blutzuckerspiegel aber weiter oben, im Kopf, fühlt sich der Konsument direkt viel besser, da die Dame in der Werbung dies versprochen hat.

Interessant wird es fast jeden Abend im Fernsehen; Diskussionsrunden. Zurücklehnen und genießen. Interessengruppen bekämpfen sich verbal und "Lassen Sie mich ausreden" und "Nein, Sie haben unrecht" sind wohl die meistgenutzten Aussagen. Am Ende bleibt eines sicher, nämlich, dass diese Probleme keine politische Lösung kennen und, dass Aufklärung weit wichtiger ist als absurde Einschränkungen. Die Quintessence ist für jeden Verbraucher, generell nicht zu glauben, was einem der freundliche Herr im Anzug als Wahrheit verkaufen will, sondern sich die eigene Meinung zu bilden. So sehr das Internet zum effizienten Marketing und Sammeln von Daten dient, so sehr kann man dagegenarbeiten, indem man möglichst viele Meinungen vergleicht und so die Aussagen des Händlers des Vertrauens (der als einer der Wenigen im Geschäft wirklich Dein Bestes will) zu stützen. Am Ende bleibt dies der einzige Weg, sich eine halbwegs unabhängige Meinung zu verschaffen und es geht doch nichts über eigene Erfahrungen und die derer man sich sicher sein kann, dass sie nicht für irgendwelche Unternehmen arbeiten.

Superlative nutzen sich schnell ab und Worte müssen nicht zwangsläufig bedeuten, was der Einzelne denkt. Daher immer die Augen auf. Beiträge wie Deiner tragen zu weit besserem Verständnis der Situation bei.

Danke Bonny !

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@AskForIt

Stimme Dir da voll zu. Marketing ist ein sehr interessantes Feld. Je tiefer man da eintaucht, desto spannender wird es. Man erkennt viele Zusammenhänge, die für "nicht eingeweihte" unverständlich und irrational sind. Von der Maslow-Pyramide (Selbstverwirklichung, Bedürfte, Sicherheit) über die Marktanalyse, Produktlebenszyklus bis zum Point of Sale. Im letzterem macht der Verkäufer, der jemand einen Helm verkaufen möchte --- Marketing. Da ich nicht nur theoretisches Wissen habe, sondern über 10 Jahre Marketing mit seinen vielen "Instrumenten" auch praktisch vollziehe, könnte ich über Stunden sehr spannende und natürlich auch sehr lustige "lebensnahe" Begebenheiten aus eigener Erfahrung schildern. Aber nicht hier. Die lustigen Sachen erzähle ich vielleicht auf dem Treffen, an dem ich noch arbeite (der letzte Satz ist auch Marketing, grins). Gruß Bonny

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Ich verlasse mich beim Helmkauf nicht auf die Werbung, sondern frage den Händler meines Vertrauens. Dieser Händler hat alle namhaften Helme im Sortiment und berät nach der jeweiligen Situation. Generaell mache ich mir keine Gedanken darüber, ob die Arbeiter die meinen Helm bauen, zufriedene Mitarbeiter sind, Dann kannste nämlich nix mehr kaufen!

Das ist mal eine interessante Frage,aber die wird Dir leider keiner so richtig beantworten können.Wie Du schon schreibst wo einige Helme " zusammen geschraubt werden" kann es auch sein das die Komponenten aus billig Lohnländern kommen.Es wird wohl auch keiner zugeben wo die Teile alle herkommen.Ich habe meine zwei letzten Helme in die Tonne gekloppt weil sich innen alles Aufgelöst hat,ein deutscher Markenhelm Schuberth,aber das ist halt ein anderes Thema.Jetzt benutze ich wieder einen Caberg auch ein.......,aber ich bin zufrieden.VG Frank

Ganz ehrlich: Wenn ich einen Helm kaufe, dann achte ich darauf, dass er mir maximale Sicherheit bietet und bequem ist, mache mir aber keine Gedanken darüber, wie beim Hersteller die Arbeitsbedingungen sind.

Die Frage ist schon gut. Aber nicht nur bezogen auf Helmhersteller.

Es fragt ja auch niemand danach, wie es in meinem Lager abläuft. Ob ich zufrieden bin, vernünftig bezahlt werde, Arbeistschutz etc.

Für die meissten Kunden zählt doch fast nur noch der Preis. Keiner fragt danach, wie etwas zu ihm kommt, oder unter welchen Umständen etwas hergestellt und geliefert wird. Der Preis machts doch oft aus.

Das merke ich jeden Tag bei uns in der Spedition am eigenen Leib. Ich sag nur: Geiz ist geil! Na toll....

Gruß

Toto

Hallo Toto !

Du darfst die Frage gerne auslegen und weiterspinnen, wäre in vielen Fällen traurig diese, die viel Interpretationsspielraum lassen, nur so zu beantworten, wie sie gestellt wurden.

Nur zu, wie arbeitet es sich, was läuft ganz allgemein gesehen falsch ? Deine Kritik lässt sich allem Anschein nach sicherlich ohne Weiteres auf den Markt auslegen, eine Spedition steht ja praktisch mitten zwischen dem "Wahnsinn" der "da draußen" stattfindet !

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