Wie kurz darf ein Kaufvertrag sein?

2 Antworten

Hallo Alex007. Keiner dieser Antworten ist eine Rechtsberatung. Es sind „Jedermannserklärungen“ die man auch überall nachlesen kann. Eine Rechtsberatung bezieht sich immer auf einen speziellen Fall. Dies muss auch von „Fachkundigen“ erfolgen. Ein allgemeiner Rat auch in Rechtsfragen ist keine Rechtsberatung. Selbst der Mieterschutzbund gibt, wenn er jemand auf die Richtmiete hinweißt, keine Rechtsberatung. Es ist eine Empfehlung. Gruß Bonny

Zum allgemeinem Verständnis: Es gibt Verträge von B – B, B – C, C – C. B bedeutet Bussines (Kaufmann), C bedeutet Consumer (Verbraucher). Nur unter Kaufleuten ist ein Handschlag rechtswirksam (Vertrag des guten Glaubens). Bei Verkäufern und Verbrauchern ist aus Schutzgründen des Verbrauchers nur ein schriftlicher Vertrag vor Gericht gültig. In dem Vertrag müssen Gegenstand des Vertrages, Kaufpreis, Besonderheiten, Datum und Unterschrift vom Verkäufer und Käufer enthalten sein. Die Länge des Vertrages und mögliche Klauseln (Salvatorische) sind nicht vorgeschrieben. Verkäufe zwischen Privatpersonen sind zwar ohne Vertrag machbar, haben aber vor Gericht (auch mit Zeugen) meist keinen Bestand. Gruß Bonny

Bonny, darf ich da noch etwas beifügen? Ein nicht schriftlicher Vertrag zwischen zwei Privatpersonen muss vor Gericht ebenso Bestand haben wie zwischen B-B oder B-C. Man nennt sie auch Verträge aufgrund 'konkludenten Verhaltens' oder 'stillschweigende Verträge'. Das heisst jede der Parteien verhält sich über eine gewisse Zeit so, als wolle sie den Vertrag wirklich in dieser Weise vollziehen wie mündlich vereinbart - z.B. das Motorrad wird dem Käufer überlassen, er fährt auch damit und der Käufer hat dem Verkäufer das Geld übergeben. Kommt es dann zum Gerichtsfall, dann ist häufig nicht der eigentliche Verkaufsvertrag der Streitgegenstand, sondern z.B. die Mängelhaftung und der damit verbundene Minderwert oder sogar die Rückabwicklung des Vertrages. Ich bin fest überzeugt, dass solche Verträge in Deutschland das gleich gehandhabt werden wie in der Schweiz. Lieber Gruss Géraldine

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@Geraldine

Ja, das stimmt. Ist mir auch bekannt. Aber soweit wollte ich es nicht beschreiben. Mir ging es um den eigentlichen Kaufvertrag, der beim Kauf abgeschlossen wurde. Das Andere bezieht sich auf die Gewährleistung, bis hin zur arglistischen Täuschung. In dem Fall, den Du beschrieben hast, ist der Vertrag zustande gekommen und von beiden Seiten anerkannt. Gruß Bonny

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