Wie hoch ist die Fließgeschwindigkeit in einem Ölfilter?

2 Antworten

Eigentlich ist es in erster Linie eine Frage der Stärke und Größe des Magneten. Die Fließgeschwindigkeit des Öls dürfte zum einen von der Viskosität und der Temperatur des Öls und zum anderen von der Motordrehzahl abhängig sein. Der Magnet sollte/müsste von daher von seiner Stärke her so ausgerichtet sein, dass er in der Lage ist, die winzig kleinen Teilchen unter möglichst allen Fließbedingungen anzuziehen und festzuhalten.

Diese Magneten sind ein schönes Spielzeug aber in der Praxis weitgehend bedeutungslos. Mit Ausnahme von Kugel - und Wälzlagern sind praktisch alle Lagermaterialien aus nicht magnetischem Lagermaterial. Die gelagerten Wellen sind um ein Vielfaches härter als das Lagermaterial, zeigen also so gut wie keinen Abrieb. Sollte man in einem Motor tatsächlich einmal nennenswerte Mengen von Stahlspänen am Magneten vorfinden, dann ist er sowieso Schrott. Damit diese Magneten überhaupt wirken können ist es wichtig, dass man sie an einer strömungsberuhigten Stelle anbringt. Hinzu kommt, dass die Ölfilter in der Regel im Nebenstrom eingebaut sind, durch den nur ein Teil des umgepumpten Öles fließt und das mit stark reduzierter Fließgeschwindigkeit. Dies ist schon deshalb nötig, weil bei einem Ölfilter im Hauptstrom der Öldruck bei kaltem Öl und hoher Drehzahl so stark ansteigen würde, daß das Filter platzt. Um diesen Unfall gänzlich auszuschließen sind in den meisten Filtern oder Gehäusen zusätzlich Überdruckventile eingebaut.

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