Wie gut sind die Alternativen zum ADAC in der Praxis, besonders bei Urlaubsreisen mit dem Motorrad??

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9 Antworten

Im Ausland ist das große Leistungspaket wirklich unschlagbar. Eigentlich bin ich kein Freund des ADAC, aber bei einer langen und weiten Reise mit einem nicht mehr sehr neuen Motorrad würde ich wahrscheinlich die Mitgliedschaft vorziehen...

Bin jetzt erst ein guten Monat beim ADAC. Da ich in der Ausbildung und unter 25 Jahren bin hab ich nur 33€ pro Jahr gezahlt. Ich bin hauptsächlich eingetreten im Fall das ich mit meiner Honda bzw Suzi mal stehen bleiben würde egal ob inland bzw Frankreich wo ich 2 mal pro Monat bin. Ich finde es einfach beruhigender wenn man weiß das einem im Pannenfall geholfen wird.

Ich habe den ADAC nur dreimal in über 25 Jahren gebraucht. Zweimal Starthilfe beim PKW, aber letztes Jahr bei meinem Unfall einmal „richtige Hilfe“. Während mich die FW ins Krankenhaus brachte, hat der ADAC mein Motorrad verladen, zu meiner Wohnung transportiert und in meine Garage gestellt. Hat „Super“ geklappt.

Eingetreten bin ich damals aus einem ganz anderem Grund: Der erste Rettungshubschrauber war erst zwei Tage alt, da hat er meinem Vater als einen der ersten Menschen (nachweislich) das Leben gerettet. Es ging wörtlich! Um Sekunden. Im Notarztwagen wäre er auf dem Wege ins Krankenhaus verstorben. Der Notarzt vor Ort hat das richtig erkannt. Er hat meinen Vater „reanimiert“ und den Hubschrauber angefordert. Der ist in der kleinen Straße gelandet und hat mein Vater ins Krankenhaus geflogen. Nach Aussage der Ärzte hätte es nur eine Verzögerung von 2-3 Minuten gegeben, hätte mein Vater nicht mehr überlebt. So hatte mein Vater noch einige schöne Jahre erleben dürfen.

Deshalb bin ich dem ADAC bis zu meinem Lebensende sehr dankbar. Die Hubschrauber haben schon vielen Menschen das Leben gerettet. Eine „private Firma“ kauft so etwas, wozu der Staat nicht in der Lage ist. Die helfen sich nur selber. Das, und die Hilfeleistungen bei Unfällen ist der eigentliche Grund für mich im ADAC zu sein. Das die mir bei einer Panne helfen, ist für mich nur eine „Zugabe“. Gruß Bonny

Alternativen kenne ich nicht persönlich. Mir und meiner Freundin wurde immer schnell und professionell geholfen, sei es bei Pannenhilfe oder mit Leihwagen. Und die Betreuung einer Bekannten durch den ADAC bei einem sehr schweren Motorradunfall in Italien hat ihre Gesundheit erhalten. Es ist eben eine Risikoversicherung, dass muss jeder für sich entscheiden, ob er sie haben will. Ich will. Gerade auch dort, weil viele Nebenleistungen enthalten sind. Gute Fahrt antbel

Ich persönlich halte von ADAC nicht besonderst viel. Hatte nun 2x den Fall das meine Dose abgeschleppt werdfen musste. Kosten jeweils ca. 150 Euro. Mitgliedschaft in 25 Jahren wäre wohl erheblich mehr gewesen. Wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin, schliesse ich eine zeitlich begrenzte Zusatzversicherung ab. Erfage einfach mal die diversen Leistungen bei Deiner Versicherung.

Ich habe über den ADAC einmal Hilfe in Dänemark bekommen - wäre wohl auch anders lösbar gewesen - aber bei Fahrten in eher exotische Länder beruhigt es mich doch, zu wissen, dass der ADAC mir notfalls Ersatzteile nachschickt oder die zolltechnische Abwicklung organisiert, wenn das Bike etwa nach einem Unfall verschrottet werden muss, denn das kann in manchen Ländern sehr kompliziert und teuer werden.

Ich hatte bis jetzt nur für meine Autos einigemale den ADAC, allerdings nur im Inland, in Anspruch genommen, ohne irgenwelche Probleme. gruß hojo.

Ein guter Bekannter von mir ist mal mit seinem Moped nach Spanien gefahren. Durch einen Unfall hat er sich den Arm gebrochen.

Der ADAC-Flieger hat ihn dann nach Deutschland geflogen und alles lief glatt und ohne irgendwelche Komplikationen (finanzieller und gesundheitlilcher Seite).

Ich kann den so gesehen nur empfehlen.

Zusatzversicherungen, die Fummelfuzzi angesprochen hat, sind natürlich eine Alternative, aber wenn wirklich etwas passiert, ist der Mitgliedschaftspreis echt nicht teuer!

Beim ADAC macht es einfach die Menge an Versicherungsfällen, dass die so gut arbeiten. Fast überall in Europa (und anderswo auf der Welt) gibt es Vertragspartner und /oder einen dort ansässigen Automobilclub als Partner der die Probleme abwickelt. Das haben anderen Anbieter, wie Versicherungen zwar auch, aber ob die so promt und zuverlässig arbeiten ist fraglich. Beim ADAC reicht im Zweifelsfall ein kurzer Anruf in der Zentrale in München wenn was nicht klappt.

Ich habe bis jetzt in mehr als dreißig Jahren auch nur zweimal Pannenhilfe aber auch zweimal kompetente Hilfe bei größeren Problemen im Ausland erhalten.

Im ersten Fall, vor mehr als fünfzehn Jahren war ich mit dem Motorrad in einen schweren Unfall auf Korsika verwickelt, bei dem eine gut Freundin von einem Autofahrer frontal gerammt wurde. Ich selbst konnte wegen starken Verkehrs auch nicht mehr so richtig ausweichen und bin noch gegen und unter den Auto gerutscht.

Ergebnis: Feundin schwer verletzt, Motorrad Totalschaden. Ich selbst nur ganz leicht verletzt aber Motorrad und fast alle Sachen verbrannt. Es reichten vier oder fünf Telefonate mit dem ADAC und ein Ambulanzjet hat die Freundin abgeholt, eine Spedition hat ihr Motorrad und unsere Sachen abgeholt und für mein Motorrad wurde die Verzollung und Verschrottung beauftragt. Leihwagen auf Korsika und Rückreisekosten wurden übernommen.

Im zweiten Fall hatte ich eine kapitalen Motorschaden wegen kaputter Ölpumpe in Bozen. Auch dort wurde mein Motorrad nach kurzer Absprache abgeholt, der Schaden bestätigt und von dort nach Hause in Ostfriesland bzw. zu meiner Werkstatt transportiert. Gleichzeitig konnte ich dort bei dem Bergungsunternehmen gleich einen ADAC eigenen Leihwagen mitnehmen womit ich nach Hause gefahren bin. Den konnte ich dann in 20 km Entfernung von meinem Heimatort wieder abgeben. Alles bis auf Benzin für den Leihwagen kostenfrei. Ob das bei den anderen auch so promt klappt ?

Und das man bei kleineren Pannen in eine Werkstatt geschleppt bzw. gebracht wird und dort die normalen Werkstattkosten zahlen muß ist ja wohl klar.

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