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Man kann sich aus meiner Sicht deswegen nicht fix und fertig machen. Tagtäglich sterben zig Tausende, sei es infolge von Krieg, Terror, Krankheit etc.

Zwar ist es immer traurig, so was zu hören/lesen; ein Menschenleben zu verlieren wurde im Großteil der Kulturen noch nie Willkommen geheißen, trotzdem gehört es zum Leben dazu.

Aus eigener Erfahrung in meinem Motorradfahrerleben kann ich berichten, dass es mich immer wieder schockiert, an einem Motorradunfall vorbei zu fahren; noch schlimmer war es, als ich einem Verunfallten zwecks Erster Hilfe den Helm abnahm und dann feststellen musste, dass er schon tot war. Das ging mir dann schon ein paar Wochen im Kopf rum. Aber hätte ich deswegen mein Hobby aufgeben sollen?

Man kann nur (wie in den Fällen aus dem Bericht) für andere Verkehrsteilnehmer mitdenken (z.B. Bei gegenüberliegenden Linksabbiegerspuren verhältnismäßig entschleunigen, auch wenn der Linksabbieger stehen bleibt. Außerdem müssen Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht immer auf +/-5 km/h eingehalten werden; ein bisschen weniger und niemand ist dir böse.) und in deren Anwesenheit Vorsicht walten lassen.

Und jetzt noch der Senf, den ich unter jeden Beitrag schreibe, aber trotzdem jedes Mal ernst meine: An alle stets eine sichere und knitterfreie Fahrt!

Ich habe vom Beruf her mit solchen Ereignissen täglich zu tun und daher berührt es mich überhaupt nicht, auch nicht wenn ich direkt an der Unfallstelle vorbeikomme und die Toten sehe, was schon des öfteren im Schwarzwald passiert ist.

Wenn ich das Opfer persönlich kenne ist das etwas anderes oder wenn jemand schwer verletzt ist, dann tut mir das leid.

Aber das hat überhaupt keinen Einfluss auf meine Mopedleidenschaft oder Fahrweise, ich fahre immer ziemlich flott aber vorausschauend und rechne ständig mit Fehlern der anderen oder deren Dummheit bzw. Rücksichtslosigkeit.

Auch wenn man selbst keinenFehler macht ist man trotzdem ständig in Lebensgefahr und eigentlich ein potenzieller Organspender, dessen sollte man sich bewusst sein.

Mopedfahren ist echt gefährlich, damit muß ein Biker leben !

19ht47 07.05.2017, 22:28

das letztere darf man aber nicht allen (z.B. Familienangehörigen) sagen.

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Was macht das mit einem? Wenn man denjenigen kennt ist es natürlich schwer, man steht diesen Ereignissen sowieso eher hilflos gegenüber. Habe schon ein paar Freunde auf diese Weise verloren,  ich persönlich bringe diese Unfälle aber nicht mit meiner eigenen Fahrerei in Verbindung, trauere einfach um den Menschen, mehr kann ich nicht tun. Fühle mich beim Motorradfahren immer noch sehr wohl und auch sicher.

Es wäre kein guter Job für mich, hätte ich täglich mit Verunglückten zu tun.

So kann ich eine gewisse Distanz wahren, solange es "Unbekannte" sind.

So kann ich auch sagen "selbst schuld", wenn man sieht wie manche fahren und ich erst gestern gleich mehrere Dutzend Negativbeispiele hatte. Derer gleich zwei Entgegenkommende, die mich selbst als Unbeteiligter fast ins Nirwana gefahren hätten.

Anders sähe es aus, wenn es Freunde oder gute Bekannte wären, die zum Glück nicht hirnlos durch die Gegend brettern, hier wäre ich ernsthaft berührt und würde u.U.  dann im Moment sogar auch an die Aufgabe des doch eigentlich schönen Hobbys denken.

sofern ich die leute nicht kenne, lässt mich das kalt. es kommen jeden tag genug menschen auch anders ums leben, soll ich jetzt extra trauern weils motorradfahrer waren?

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