Wie fährt es sich als 90 kg-Mann mit einer 125er im Straßenverkehr?

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Auch eine 125er kann Spaß machen, ich wiege selber fast 90 kg und hab 2 Jahre eine gefahren und muss sagen die hat auf Landstraßen genauso viel Spaß gemacht wie die Große. Auf der Autobahn fühlt man sich zwar leicht untermotorisiert aber man kommt auch von A nach B und alles ist gut. Und im Stadtverkehr hat man mit so einer kleinen Maschine fast nur Vorteile gegenüber einer Großen.

Wie kann man Brenzlige Situationen am Kurvenausgang meistern?

Nun, die Saison ist ja dieses Jahr recht früh gestartet, zumindest für die, die keine "unpassenden Saisonkennzeichen" am Moped montiert haben ;-)

Passend zum schönen Osterwetter hab ich für einen Kollegen eine wunderschöne XS 650 elektrisch wieder auf Vordermann gebracht , und es ging an die Probefahrt.

Nach dem Entfernen diverser Amerikanische Fehler, die wohl vom Vorbesitzer ( die Maschine kam aus den USA) aus Unwissenheit oder falschem Eifer produziert wurden, pflege ich immer mit einer Zweiten Maschine hinter dem Restaurierungsobjekt her zu fahren, man kann ja nie wissen, ob man was übersehen hat ;-)

Ich will von mir behaupten, das ich ich schon einiges an Motorrädern gefahren habe, auch Kardanmaschinen. Aber was mir dann dieses mal mit einer VS800 passierte, das wünsche ich keinem Fahranfänger ........

Nach etwa 120km Probefahrt, über teils enge Eifelsträßchen, hatte ich mich ein wenig an die Unarten des Schoppafahrwerks gewöhnt. Auf der Heimfahrt kam ich natürlich zu meinen Lieblingskurven, die ich mit sehr vielen Maschinen bereits in beide Richtungen auch zum Teil bis herunter auf die Fußrasten durchfahren habe. Immer dem Strassenzustand, und der Witterung entsprechend. Und, auch von der Geschwindigkeit, immer im vorgegebenen Limit.

Mein Fahrstil ist zügig, ohne Hang zum Rasen, und gestern Abend war es mild, trocken, aber bereits dunkel. Ich visier also eine langgezogene Linkskurve an und bin kurz vor einer Gehöftdurchfahrt, die mit Tempo 70 gekennzeichent ist, durch Motorbremse, von 90 km/h langsam auf die 70km/h am abbremsen, lege die Maschine nicht all zu weit in die Kurve, und lege zusätzlich meinen Oberkörper etwas nach links, mit leicht nach rechts abgewinkeltem Knie, um im Fahrwerk noch Reserven zum tieferen in die Kurve legen zu haben, und Krätsch, setzt der vermaledeite Fußrstenhaltebügel, den alle Truden unter dem Auspuff haben nach einen leichten Bodenwelle auf, und hebelt mich fast in Fahrzeugmitte leicht aus der Kurve. Als hätte ich es nicht geahnt, gab ich leicht Gas, und legte meinen Oberkörper weiter Richtung Kurveninneres, und drückte die Maschine von mir weg, bei gleichzeitigem Drücken am rechten Lenkerende.

...................... puh, hat mich wohl gerettet !

Die nachfolgenden Kurven bin ich dann etwas langsamer an gegangen, setzte aber in einer 180 Grad Rechtskehre dann wieder aber nur sehr knapp mit diesem Spaßverhinderungsbügel auf.........

Jeder hat bestimmt schonmal ein leicht rutschendes Hinterrad, ein gerade ausbrechendes Vorderrad, oder durch Sand, Split, auf der Strasse, quer gehendes Motorrad wieder unter Kontrolle bekommen.

Wie geht ihr mit solchen Situationen um?

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Weicht Ihr "Gullydeckeln" immer aus?

Resultierend aus einer Antwort stellt sich mir die Frage wie es andere Zweiradfahrer machen. Gemeint ist bei trockner Straße. Bei regennasser Fahrbahn ist die Frage ja überflüssig.

In Berlin haben wir so ein Problem mit den Gullydeckeln. Sehr oft sind die abgesackt und liegen damit tiefer unter der Fahrbahndecke. Meist nicht viel, aber auch nur zwei bis fünf Zentimeter haben ihren "Charme" wenn unerfahrene Zweiradfahrer (alle, nicht nur Motorräder) damit überraschend konfrontiert werden. Es waren aber schon Absenkungen um 10 cm vorgekomen.

Was leider kaum Beachtung bekommt ist die Gefahr, das Autofahrer plötzlich das Steuer rum reißen oder wenn sie darüber fahren die Lenkung einen Schlag bekommt. Ist man mit dem Motorrad neben dem Fahrzeug ............ (die Beschreibung erspare ich mir). Da passieren öfter solche Unfälle.

Ich weiche Gullydeckel bewusst aus und wenn ich es vorher erkenne, bleibe ich hinter den Autos. Einer der Gründe, warum ich bisher den Berliner Straßenverkehr überlebt habe. ---- Es gab aber noch etwas viel schlimmeres. Allerdings wurde eine der Banden (Ostblock) erwischt. Aber leider nicht von den Bikern. An der Festnahme hätte ich mich sehr gerne beteiligt, ---- mit Knüppeln. Die haben nachts die Gullydeckel geklaut und auf Schrottplätzen verkauft. Wenn man nachts in einen offenen Gully fährt, kommen schon "Mordgedanken" auf. Auch so einige Autos wurden so schon "sportlich tiefer gelegt"...... Schadensersatz vom Staat? --- Hi,hi,hi. Zudem die Stadt sparen muss und die Reparatur von Straßenlaternen "sehr entspannt" sieht. Hauptsache auf der "Mülldeponie" des leeren "Schildbürger-Flughafens" brennt die "Disko-Flutlicht-Beleuchtung" für die Hasen. OK, jetzt nicht politisch werden. Ich weiß, was ich diesmal wähle. ----

Mich interessiert es wirklich, ob die "Berliner Biker" aus Erfahrungen ein anderes Verhältnis zu "Gullydeckeln" haben. Kann ja sein, dass in anderen Städten die Stadtverwaltung besser auf seine Bürger aufpasst und die Gullys in Ordnung hält. Gruß Bonny

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