Wie dick ist ungespaltenes vollnarbiges Känguru-Leder?

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Schau mal hier:

http://www.motorradonline.de/de/motorraeder/rat-und-tat/grundlagen-bekleidungs-materialkunde-leder/199437

Leder-Rohware ist ein Abfallprodukt. Rinder-, Ziegen- und Hirschhäute fallen nämlich bei der Fleischproduktion an. Die Haut besteht zu 65 Prozent aus Wasser. In der Gerberei wird in vielen Schritten (Entfleischen, Enthaaren, Spalten, Gerben, Entwässern, Abschleifen, Färben, Trocknen, Walken, Zurichten) aus der empfindlichen Haut robustes Leder. Eine Rinderhaut vom Schlachthof wiegt 40 Kilogramm, das sechs Quadratmeter große Fertigleder nur noch knapp 5. Für eine normale Lederjacke werden rund 50 Teile vernäht, ein Paar Sporthandschuhe bringt es auf 140. In einer aufwendigen Lederkombi stecken bis zu 200 Teile und 7,5 Stunden Arbeitszeit. Davon sind gut vier Stunden Näharbeit. Das erklärt, warum die meisten Anbieter - auch namhafte Marken - in Fernost oder Osteuropa nähen lassen: Das Lohnniveau ist dort noch niedrig, wobei die im Zuschnitt und der Näherei Beschäftigten gesuchte Facharbeiter sind, die im Verhältnis zu den meisten ihrer Landsleute relativ gut verdienen. Das robustete Gebrauchsleder ist übrigens Känguruleder.

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