Wer kann mir was zu Hawker-Batterien sagen ?

2 Antworten

Hallo! Aus deinem Nicknamen ziehe ich den Schluss, dass du eine Duc dein Eigen nennen darfst. Wenn ja, dann Gratulation; hab auch eine ST2 (modfiziert)!

Nun zum Thema. Erstens: Nichts ist ewig, ausser Gott. Auch eine Hawker kann bei falscher Behandlung kaputt gemacht werden. Aber davon gehen wir mal nicht aus. Ich selbst habe mir eine Hawker Batterie eingebaut, weil, wie gesagt, ich mir meine St2 umgebaut habe und die Batterie sonst hässlich am Rahmen , neben dem Zylinder, im Freien, gehangen wäre. So kam ich auf eine Batterie, die ich unter die Sitzbank "legen!" konnte. Das Ergebnis: ich war sehr begeistert!!!

Als Ducfahrer kennen die meisten das berüchtigte Startloch, vor allem bei gebrauchten Modellen, und die kurzen bangen Momente, ob sie anspringt oder nicht. Auch nach dem Winter, wenn mehrere erfolglose Startversuche die Säurebatterie leergesaugt haben. Mit solch einer Trockenbatterie hast du keine Angst mehr!! Es gibt kein Startloch mehr und der Starter dreht schneller und der Motor springt deshalb auch schneller an, auch nach dem Winter. Selbst mehrere Startversuche nacheinander sind für diese Batt kein Problem!

Ich brauche auch für die Anschaffung keine originale 16Ah Batterie sondern nur 14Ah, aber das entscheidende an der Trockenbatterie ist der sehr hohe Startstrom, den sie liefert. Und der liegt, je nach Modell, bei mehreren 100A. Und das ist in der Startphase entscheident!

Und das alles ist mir in Summe der doppelt bis dreifache Preis wert!

Gruss ducfun

Normal, GEL, AGM, Reinblei Wo oder was sind die Unterschiede?

'alte' Blei-Säure-Akkus enthalten Blei- bzw. Bleioxyd-Elektroden und verdünnte Schwefelsäure als Elektrolyt. Damit die Platten stabiler werden ist Antimon beigemischt. Wenn dieser Akkutyp voll geladen ist weiss er nicht was er mit der Ladespannung anstellen soll und betreibt (aus Zeitvertreib?) mit dem vorhandenen Wasser Elektrolyse. Es wird in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespaltet. Beides entweicht, da die Diffusionsrate zur jeweils anderen Elektrode viel zu klein ist (die Batterie "gast“); deshalb muss von Zeit zu Zeit destilliertes Wasser nachgefüllt werden.

' wartungsfreie' Akkus

"Gel' Akkus funktionieren im Prinzip genau gleich, allerdings wird die Säure durch Zusatz von Kieselgur geliert - daher der Name. Vorteil ist, dass durch das teilweise Trocknen des Gels Mikrorisse entstehen die den Gasaustausch zwischen den Elektroden verbessern. Die Gase 'rekombinieren' wieder zu Wasser, zumindest zum grössten Teil. Über die Akku-Lebensdauer (ausgelegt aufca. 3-5 Jahre) muss und kann deshalb kein Wasser nachgefüllt werden. Um die Lebensdauer weiter zu erhöhen wird den Elektroden meistens Kalzium oder andere Stoffe in kleinen Mengen zugefügt.

“AGM“- Akkus sind die Dritten im Bunde. Der prinzipielle Aufbau ist identisch, allerdings wird hier anstelle von Kieselgur ein Microflies aus Glasfasern verwendet (Absorbant Glass Matt, AGM). Vorteil: bessere mechanische Stabilität und kein Auslaufen im Falle eines Unfalles. Wartungsfrei sind die GEL-Teile aber auch.

Hawker Odyssey Akkus benutzen ebenfalls die AGM Technik, als Elektroden aber nicht Blei-Bleioxyd sondern eine patentierte Blei-Zinn-Mischung (pure lead tin electrodes). Durch den anderen Elektrodenwerkstoff wird die Gasrekombination verbessert und der Innenwiderstand des Akkus gesenkt (höherer Kurzschluss-Strom). Die Spannung steigt pro Zelle geringfügig und bei hoher Stromentnahme knickt sie nicht so schnell ein.

Da lese ich heraus, dass HAWKER ein Patent auf das Elektrodenmaterial hat. Im Umkehrschluss heisst das für mich, dass entweder jemand eine Batterie nach diesem System in Lizenz baut oder es keinen zweiten Hersteller von den Dingern gibt.

ABER: HAWKER ist nicht gleich HAWKER Z.B. HAWKER ‚Evolution’ ist eine Gel- Ausführung für Stapler etc.

Was möchtest Du wissen?