Welches große Tourenmotorrad bietet das Fahrwerk mit den noch sportlichsten Genen?

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5 Antworten

Hallo zusammen,

die Frage welches Motorrad der Dickschifffraktion aller BMW, FJR, GTR………die sportlichsten Gene hat, wird wohl von einem schwierig bis unmöglich zu beantworten sein. Auch in einer solchen Diskussion mit Fahrern der unterschiedlichen Giganten führt nicht wirklich zu handfesten und brauchbaren Ergebnissen. Ich bin neu hier, heiße Ralf und bin selbst Fahrer eines solchen Dickschiffs, der 1400GTR.

Grundsätzlich bin ich der Meinung das diese Gattung von Tourensportlern, meinetwegen auch Sporttourer, diese Gene in sich tragen, bzw. eine nicht unbedeutende Menge an Potential besitzen. Wie aber schon erwähnt, bleibt das Thema der Sportlichkeit bei den Fahrwerken, die ich probe gefahren habe, so ziemlich auf der Strecke. Damit meine ich ins besondere die meist viel zu kommoden Sofafedern. Straffere Feder haben meistens auch eine extrem fahrstabilisierende Wirkung, bei richtiger Wahl, auch ohne hart zu wirken. Denn schließlich will ich mich nicht zwischen Sport oder Komfort entscheiden, vielmehr will ich Sicherheit, Komfort und eine ordentliche Portion an Sportlichkeit, die diese Fahrwerk (insbesondere der Rahmen) und Motor alle male hergeben.

Meine 1400GTR habe ich wie folgt etwas sportlichere Beine gemacht. Wobei man das kleine Wort „etwas“ getrost weglassen kann.

1.- progressive Federn für vorn UND hinten. Man erreicht nichts Gutes, wenn man nur einseitig das werkeln anfängt. 2.- Anderes Gabelöl (geringere Viskosität – in meinem Fall SAE 2,5). Damit erreiche ich ein besseres Losbrechmoment. 3.- Den Ölfüllgrad der Gabelrohre erhöht Natürlich nicht nach gut dünken, sonder nach der Empfehlung des Federlieferanten Das sorgt zusätzlich für eine progressive Wirkung beim anbremsen, OHNE hart zu wirken bei unebenen Strasse.

Eigentlich würde das ausreichen um sich recht ordentlich in dieser Liga im engen Kurvengeschlengel abzusetzen, bzw. so richtig locker auf den Fersen des anderen zu bleiben, so meine ganz persönlichen Erfahrungen. Nur damit habe ich das Handling dieses Giganten mächtig verbessert. Keine Sorge, es geht noch besser!

Ich fahre das Motorrad nun drei Jahre und der Rausch des machbaren aus dem Zubehör ging äußerst erfolgreich weiter. Wäre ja auch in den Wintermonaten ohne zu schrauben recht öhhhhhd!

4.- Superbikelenker (macht ca. 5 Cm in der Breite – gleichzeitig in meinem Fall noch ca. 1,5 cm zum Fahrer und ca.2cm höher)

Ich möchte an der Stelle betonen das die Zubehörverbesserungen (Federn, Gabelöl und Gabelölfüllstand) von den vier umgesetzten Optionen mal mindestens 70% zur sportlichen Verbesserung beigetragen haben. Und erst danach kommt in meiner Prioritätenliste der breitere Lenker. Hätte ich vorher auch nicht so gravierend eingeschätzt.

5.- Neues und damit frisches, sehr sensibel eingestelltes Lenkkopflager. Habe mich leider zu spät mit der Materie des Lenkkopflagers beschäftigt, sonst hätte ich mir gleich ein Emil-Schwarz-Lager eingebaut. Ist aber sicherlich ein anderes Thema, aber in Sachen des Handling‘s mein nächstes Winterverbesserungsprojekt.

6.- Zum guten, „vorersten“, Schluss, habe ich mir vor ein paar Tagen eine Heckhöherlegung (zwei Streben) aus dem Zubehör eingebaut. Hiermit, wenn man es mit der Höhe nicht übertreibt, kann man das Handling diese Kalibers noch einmal spürbar verbessern, ohne das es unkomfortabel wirkt. Die Heckhöherlegung ist aber sicherlich kein unbedingtes Muss in dieser Konstellation. Und die 1400GTR in Ihrer Schräglagenfreiheit braucht es auch nicht zwingend. Aber für so Spinner wie mich ein willkommenes Experiment.

Ich hoffe keinen gelangweilt zu haben und wenn es Fragen aufwerfen sollte, soweit ich es beantworten kann, werde ich das tun.

Mit all diesen Dingen, Geschick und technischem Verständniss, kann man an so einem Motorrad mordsmäßig was erreichen, ohne das es einem gleich finanziell die Hosen auszieht. Und immer noch billiger als wenn ich mir ein weiteres Bike für sportliche Zwecke holen müsste. Und abgesehen davon macht‘s auch noch einen Höllenspaß, sich durch Individualismus derart absetzen zu können.

Zur 1400 GTR gibt es genug Möglichkeiten der Einstellung Vorn an jeden Gabelholm für die Ferdervorspannung und Zugstufendämpfung und Hinten gibs auch mehrer Möglichkeiten für die Einstellungen.Man muß halt die richtige Einstellungen für sich und seine Zwecke herraus finden.Wenn ich voll beladen fahre gebe ich vorn und hinten 2-3 Klicks dazu und die Einstellung past dann auch wieder.Man kann das Fahrwerk sportlich Einstellen und auch weicher.Zu Test einfach mal einen Sporttourer ausleihen und Probefahren und dann seine Meinung bilden.VG Frank

michlm 13.09.2010, 21:20

Will ja hier nicht klugsch* * *en, aber durchs unmotivierte zudrehen der Zugstufe oder erhöhen der Federvorspannung wird leider kein Fahrwerk wirklich sportlicher! :-((

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Da würde ich zur Zeit auf die Honda VFR 1200, die Suzuki B-King oder die BMW K 1300 S tippen.

Chapp hat da schon recht....wobei ich behaupte das die meisten "Schwergewichte" kein wirklich sportliches Fahrwerk besitzen, da dieses (wegen dem hohen Eigengewicht notwendigen Federhärten) für Otto-Normal-Tourenfahrer automatisch zu "UNKOMFORTABEL" ausfallen würden ! :-/

...nicht Verzagen... es gibt ja nicht umsonst einen breiten Nachrüstmarkt.... ich sag jetzt nur ÖHLINS oder Wilbers oder WP oder, oder.....;-)

Also die Suzuki B-King würde ich jetzt nicht als Tourer bezeichnen. Aber ich denke das die BMW R 1200 schon noch recht sportlich zu bewegen ist. sicher mehr als eine Harley Eglide oder eine Goldwing.

chapp 13.09.2010, 13:37

Mit einer Scheinwerferverkleidung ist die B-King voll tourentauglich. Die R 1200 ist sicher sportlich zu bewegen, hat aber nicht die Power, die sich tommi wohl vorgestellt hat. Übrigens - wers kann, ist mit einer Goldwing sauschnell auf Kurvenstrecken unterwegs.

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michlm 13.09.2010, 13:41

...ja, aber sportlicher heist noch lange nicht wirklich SPORTLICH !  ;-)

Ein 50Ps-Polo ist auch sportlicher als ein John Deere, aber was heist das schon ?  :-))))

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chapp 13.09.2010, 16:04
@michlm

Die Frage war nach "sportlichen Genen" in den Fahrwerken von starken, schweren Tourern. Supersportmaschinen sind und werden sie allesamt nicht. Dazu sind sie auch nicht da.

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michlm 13.09.2010, 18:06
@colin

Ja, ja... aber wer sagt denn das diese "Künstler" auf anderen Geräten nicht noch wesentlich schneller unterwegs wären? ;-)

Außerdem, wenn wir hier schon so spitzfindig sein wollen:

Ich glaube aber nicht das du jetzt ernsthaft behaupten willst das "Die sportlichsten Gene" aller Tourer in der Goldwing zu finden sind , oder? ;-)

..abgesehen davon das (so wie Mankalita schon erwähnt hat) eine Goldwing eigentlich doch auch kein richtiger Tourer ist.... so what?

Schönen Gruß- Michael

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michlm 13.09.2010, 18:18
@chapp

... ja, aber der deutliche Unterschied von starken Sporttourern zu Supersportlern liegt meiner Erfahrung nach (abgesehen vom höheren Gewicht) viel an ihren meistens ziemlich weichen und damit unsportlichen Serienabstimmungen.

Mit richtig angepassten + abgestimmten Fahrwerken schrumpft der Unterschied ziemlich deutlich.

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colin 13.09.2010, 22:56
@michlm

Natürlich möchte ich nicht behaupten dass an einer Goldwing etwas sportliches ist.

Ich kann diesen Teilen selbst nichts abgewinnen.

Mit dem Link wollte ich nur andeuten, dass manche Fahrer auch mit ner fahrenden Couch ganz flott unterwegs sind.

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michlm 13.09.2010, 23:18
@colin

Sicher... der Fahrer macht sehr viel aus ...! :-)

..hab' mal ein Video von einem mit 'nem alten Lambretta-Roller in Brünn gesehen... sicher auf der Geraden hatte der keinen Auftrag, aber in den Kurven hat der so manche Joghurtbecher-Nasenbohrer wieder zurücküberholt - mit Dauerfunkenflug! :-))

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