Was haltet ihr vom drohenden Sonntagsfahrverbot?


19.07.2020, 13:44

Da ich auf meinem Rechner das Forum nicht mehr finde, stelle ich meine Frage hier.

Bei FB wird das drohende Sonntagsfahrverbot für Motorräder wegen Lärmbelästigung viel diskutiert. Manchmal höre ich in letzter Zeit Motorräder, die in hochtourigem Betrieb und vermutlich ohne Schalldämpfer benutzt werden. Ich habe das bei FB bemängelt, weil m. E. dadurch das Fahrverbot scheller durchgesetzt wird.

FB-Mopedfahrer sind hingegen der Meinung, daß Lärmen jetzt RICHTIG sei.

9 Antworten

Das Sonntagsfahrverbot wird nicht kommen. Nicht aus irgendwelchen sozialen Gründen, nicht aus irgendwelchen ökonomischen Gründen oder sonstigem.

Sondern aus dem einfach Grund, dass 4 Millionen Wähler sich merken werden, wer ihnen ihr Hobby untersagt hat.

Ergänzung nach 8 Minuten

Da ich auf meinem Rechner das Forum nicht mehr finde, stelle ich meine Frage hier.

Bei FB wird das drohende Sonntagsfahrverbot für Motorräder wegen Lärmbelästigung viel diskutiert. Manchmal höre ich in letzter Zeit Motorräder, die in hochtourigem Betrieb und vermutlich ohne Schalldämpfer benutzt werden. Ich habe das bei FB bemängelt, weil m. E. dadurch das Fahrverbot scheller durchgesetzt wird.

FB-Mopedfahrer sind hingegen der Meinung, daß Lärmen jetzt RICHTIG sei

Ich meine was erwartest du? Facebook war noch nie ein Ort an dem man sinnvolle Debatte suchen konnte. Es ist auch keine vernünftige Repräsentation von allgemeinen Meinungen. Die meisten Motorradfahrer mit denen du dich unterhalten kannst sind Leute, die ihr Hobby genießen wollen und nicht um jeden Preis anecken wollen. Diejenigen die mit modifizierten, nicht legalen Auspuffanlagen rumfahren sind genauso dumme Vollidioten, wie die Sportwagenbesitzer, die in Nürnberg meinen Nachts mit 120 km/h über den Ring drüber zu brettern.

Wenn du mit der Aussage Anspielungen auf die Demos machen möchtest, dann schießt du dir wohl selbst ins Bein. Die Demonstrationen sind wichtig. Sie sind wichtig um zu zeigen, wie vielen Menschen dieses Thema wichtig ist. Wir haben ein Recht zu demonstrieren. Und wir machen das auch nicht aus Spaß. Kein Motorradfahrer hat Spaß daran im Stau zu stehen, auf einem elendig heißen, am besten noch luftgekühlten Bock. Wir machen die Demos nicht aus Jux und Tollerei. Es ist wichtig, dass nicht nur den Menschen, sondern auch der Politik aufgezeigt wird, dass wir nicht zufrieden sind. Und wie gesagt, wir sind alle WÄHLER. Dazu kommen noch diejenigen, die von Fahrverboten indirekt betroffen sind, Kneipenbesitzer, Restaurantbesitzer, Hotelbesitzer, selbst Jobs in der Industrie sind davon abhängig, BMW, Bosch, Continental. Das sind Leute die, wenn es hart auf hart kommt, ihre Jobs verlieren. Und wenn das so kommt, dann werden die sich daran erinnern, wer dafür verantwortlich ist.

Fahrverbote werden nicht kommen, dafür hängen zu viele Wähler und zu viele Jobs dran.

Abschließend kann ich mich nur bei allen Teilnehmern der Demonstration in Nürnberg bedanken. Und vielen Dank auch an die Polizei Nürnberg, die gezeigt hat, dass es auch ohne Verbote geht und dabei München richtig vorgeführt hat.

Es ist der zunehmende Egoismus, Hang zur Selbstdarstellung den man überall "feiert". Dazu kommt weniger Hang zur Eigenverantwortlichkeit und Rücksichtnahme.

Dies alles wird von Medien erfolgreich gegen eine vermeintlich kleine Minderheit ausgeschlachtet und ein Großteil der Bevölkerung nimmt es leider als absolute Wahrheit hin.

Nor so ist es zu erklären, dass in meiner Nachbarschaft eine Harley gestartet wird und mit laut blubbernden Auspuff erstmal warm gelaufen lassen wird, dass in der 30er Zone mit der Yamaha R1 60km/h gefahren wird und im 1. Gang geheizt wird, dass ein Pärchen auf ihren Harleys 4 mal durch die Strasse blubbern muss, dass man die "Oma" an der Fußgängerampel durch Hochdrehen in den Drehzhalbegrenzer erschreckt wird.

Rücksicht = Null, dabei wäre gerade leise und rücksichtsvoll gerade eher hilfreich, dass dieses Thema positiver gesehen wird. Statt dessen wird die ohnehin schon schwer kämpfende Motorradindustrie weiter demontiert und hinterher wundert man sich, dass weniger Arbeitsplätze dort und im Zubehör geben wird.

Genau das ist auch meine Meinung.Selbst wenn der Auspuff wegen eines Defekts lauter wurde, solle man, zumindest in Wohngebieten, etwas weniger Gas geben.

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Das Fahrverbot wird nicht kommen. Nicht weil einige Mopedfahrer sich beschweren, sondern weil das dann eine Diskriminierung und ein Generalverdacht gegen alle Motorradfahrer wäre. Da gäbe es dann auch Unterstützung seitens der "Gegen-Alles-Demonstrierenden".

Warum wird nicht einfach mehr kontrolliert? Ist es zu laut, Moped einziehen.  Bei Vorsatz Strafen ab 1.000 Euro aufwärts. Warum traut sich  keiner in Österreich, Schweiz oder Italien so laut rum zu fahren?

Letzte Woche Spinnerbrücke Berlin: Ein Motorradpolizist hält hinter einem grade angekommenden sehr lauten Motorrad (Sportler). Der Polizist schreibt unter Protest von umstehenden Bikern einen Mängelbericht mit Ordnungswidrigkeit. Der "Biker" holt unter der Sitzbank den DB-Killer raus und baut ihn vor Ort ein. Das war Vorsatz und ist sogar strafbar. Der Polist zerreißt die Zettel. Der "Biker" wurde beklatscht. ------ Der Polizist war inkonsequent und er machte sich lächerlich. Der dürfte als "Vorbild" nur noch auf Feldwegen den Verkehr regeln.

Ich war letztes WE in Dobbrikow (mein Bikertreff "Scheune") und eben an der "Spinnerbrücke" in Berlin. Ich muss zugeben, dass sehr viel weniger Motorräder ohne DB-Killer herum fahren. Es hat sich schon herumgesprochen das es möglicherweise Konsequenzen geben könnte. Daher werden "die Lauten" schon mal "schief" angesehen. Eigenartiger Weise sind es die "Kleinen" Mopeds um 50 bis 125 ccm, die peinlich Laut umher fahren. Warum, werde ich nie begreifen. Laut, schrill und ohne Klang. Zum Glück sind das nur Wenige.

Wenn wir uns endlich mal einig wären (auch die Mehrheit der vernünftigen Fahrer "kleiner Maschinen") und uns wehren, dann hätten wir schon Erfolg. Nicht durch Proteste (nimmt keiner für voll), sondern den "Lauten" klar machen, dass die uns mit ihren Schwachsinn schaden. Nicht nur uns Motorradfahrer, sondern auch die Anwohner, die durch diese rücksichtslosen Vollidioten eine negative Einstellung zu Motorräder haben. Wenn es sein muss, sogar durch ein paar Ohrfeigen mit "Vor-Ort-Zerlegung" der Mopeds. Ich wäre dabei. Bonny

Die Proteste finde ich schon richtig, schon aus dem Grund, um unserer Regierung zu zeigen, dass sie mit uns nicht machen kann, was ihr gerade in den Kram passt. Und Motorradfahrer sollen 1000 Euro für einen Lärmverstoss zahlen, während man straffällig gewordene "Gäste" nicht mal schafft, auszuweisen? Nö, soweit geht meine "Vaterlandsliebe" nicht.

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@fritzdacat

Proteste auf jeden Fall. Sonst erfährt niemand von den Problehmen mit einigen "Anti-Volk-Diktatoren" in "einigen" Parteien. 1.000 Euro natürlich nur bei Vorsatz. Z.B. ausgebauter DB-Killer. Gruß Bonny

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Die Geschichte mit dem Polizisten, der den Strafzettel zerreisst, ist ein Indikator für ein grosses Problem, das wir mMn haben. Leute tun (unter sozialem Druck!) nicht mehr das, was richtig ist, sondern das, wofür sie am meisten beklatscht werden, unsere Kanzlerin ist dafür das beste Beispiel. Man nennt das "grandstanding" ...tut mir leid, mir fällt kein passendes deutsches Wort dafür ein... etwas abgehoben könnte man auch "Opportunismus" dazu sagen, aber das trifft es nicht genau, weil es eben diesen Moment des beklatscht werdens und das daraus resultierende Gefühl nicht richtig beschreibt, man hat das bei Merkel auch bei ihrer Rede in Harvard gesehen, darauf fährt sie total ab.

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Du hast geschrieben, daß der Polizist den Zettel zerrissen hat. Ich weiß nicht, ob in Berlin noch Bar-Verwarnungen üblich sind. den Mängelbericht muß er vernichten, weil der Mangel ja behoben wurde. Ich an Stelle des Polizisten hätte aber dann von einer Verwarnung abgesehen und eine OWi-Anzeige geschrieben. In dieser OWi hätte ich vermerkt, daß der Betroffene vermutlich immer wieder den DB-Killer entfernt und dann, auf Verlangen, wieder einbaut.

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Es ist immer so, dass ein paar wenige eine Situation solange bis zum Maximum ausreizen, bis alle unter einer neuen Regelung leiden.

Nichts, und auch durch nichts zu rechtfertigen. Wir sollen alle in Sippenhaft genommen werden für ein paar wenige. Besonders bestürzend finde ich, dass es nicht mal die Grünen, sondern die CDU/FDP Koalition aus NRW war, die den Entwurf im Bundesrat eingebracht hat. Gut, die Merkel-CDU ist ja jetzt eine sozialistische Partei, aber die FDP... die haben definitiv zum letzten mal meine Stimme bekommen. In Berlin wissen die schon ganz genau, warum sie einen neuen Graben um den Reichstag ziehen.

Nächsten Sonntag gibt es eine Demo in Freiburg, da werde ich dabei sein.

Besonders bestürzend finde ich, dass es nicht mal die Grünen, sondern die CDU/FDP Koalition aus NRW war...

Du wunderst dich? Armin Laschet will doch Kanzler werden....ohne Grüne wird er es nicht...

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