Warum konnten sich Wankelmotoren bei Motorrädern niemals durchsetzen?

2 Antworten

Van Veen nicht vergessen.

hatten halt reichlich Durst und der Ro 80 Gruß (zwei, drei, vier Finger) je nach Ersatzmotor, war wohl in vielen Hinterköpfen verankert.

Der Staubsauger (Herkules) hat wohl funktioniert, aber die Firma nicht mehr, ebenso Norton.

Die Van Veen war etwas exklusiv für den breiten Markt, auch von der Susi hörte ich bis auf den Durst nichts übles und irgendwie stand man zu der Zeit nicht mehr auf nichtviertackter Klänge.

Der Gruss mit den Fingern war wohl eher bei den Fahrern des Wankel-Spider üblich - die Ro80-Fahrer hatten nicht soviel Humor.

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Ich will die Frage am Beispiel der RE5 von Suzuki beantworten. Sie war gegen die Suzuki GT750, Kawa H2 und die Honda CB 750 angetreten. Verglichen mit diesen Modellen, war sie:

teuerer, schwerer, durstiger, hatte weniger Leistung, einen unmöglichen Sound, brauchte mehr Öl und war wesentlich anfälliger. Die Wankeleinheiten wurden im Accord gewechselt.

Welche Makel braucht ein Motorsystem noch, um vom Markt zu verschwinden?

Der Wankel Motor stellt an die Fertigungsgenauigkeit und die Güte und Festigkeit der Gleit - und Dichtflächen extrem hohe Anforderungen. Diese konnte man damals in der Großserie noch nicht erfüllen. Wie Mazda beweist, hat man das mittlerweile im Griff. Die Systembedingten Nachteile kann man aber trotzdem nicht leugnen.

Trotz Allem - die Firma Spiess hat einen NSU Wankel Spyder zum Bergrennwagen umgebaut. Ich habe diese Hornisse einmal bei einem Europameisterschaftslauf am Sudelfeld gesehen und besonders gehört. Abgesehen davon, daß er in seiner Klasse gesiegt hat, war er wohl das einzige Auto, das im Zieleinlauf noch die startenden Autos übertönt hat. Der Motor hat mit über 12.000 U/min seine Auspuffgase in ein vollkommen offenes, sehr kurzes Flammrohr geschleudert - eine Begegnung der ganz besonderen Art.

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