Warum ist das Fading von Bremsen technisch so schwer in den Griff zu kriegen?

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4 Antworten

Weil die die Reibungshitze und die damit verbundenen Auswirkungen nicht völlig vermeiden kannst: http://de.wikipedia.org/wiki/Fading_(Bremse)

Auch hier hilft zum näheren Verstehen ein Blick über den zweirädrigen Zaun.

Passau, Abfahrt von der „Burg“, kurz vor der Spitzkehre beherzt in die XT Scheibe gegriffen und das Ding glühte hellrot auf Bremswirkung Nulla. Zum Glück war der Weg in die Auslaufzone frei und das ganze lief glimpflich ab. Nun kann man die Scheibe größer und Massereicher machen, oder gar zwei montieren, nur das deutlich höhere Gewicht würde keiner akzeptieren, weil gnadenlos beim Radl um jedem Gramm gekämpft wird (muss halt mit Muskelkraft bewegt werden).

Beim Motorrad sind ein oder zwei Kilo mehr an der VR Bremse nicht so schlimm, aber in der Summe schon, kommt immer drauf an was man will, ne S1000RR mit 380 Kg wäre auch irgendwie sinnfrei.

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Hallo PeterPan2

Technisch ist es oft gar nicht so schwer, kaufmännisch schon eher. Z.B Chopper, denen eine „giftige“ üppig dimensionierte Vorderbremse einzubauen, ist mit Vorsicht zu genießen, weil denen das Vorderrad leichter mal wegschmiert, als bei „normalen“, konventionellen Kräder.

Außerdem heizen deren Treiber eher nicht so in der Gegend rum, (Bonny über dem Kopf streichel und Gute Besserung mein Lieber und lass das Stützmittel wo es hingehört!!!)

Außerdem ist das Bremseschleifen auf langen Pässen eher suboptimal, lieber vor Kurven und Kehren ein-zweimal beherzt runterbremsen

Gruß Nachbrenner

Also mit den heutigen modernen Scheibenbremsanlagen im Motorradbau ist das Problem mit dem fading so gut wie ausgemerzt, um ernsthafte Bremsprobleme bei Passabfahrten zu kriegen muss man sich mittlerweile schon recht ungeschickt anstellen und ohne Motorbremse dh. in einem zu hohen Gang und ständigem dauerbremsen den Berg runter fahren.

Ich fahre ständig mit sehr hohem Tempo und beherztem Bremseinsatz im Schwarzwald herum und hatte in den letzten 10 Jahren noch nie fading zu beklagen.

In den 70ern war das Fading bei den Bremsen sehr wohl ein Thema, gleich bei Auto oder Moped.

Das Problem ist nicht technisch schwer in den Griff zu kriegen, sondern es ist schon vor etlichen Jahren gelöst worden. Die Alternative ist eine Keramikbremse. Sie ist leichter als Stahl, die Lebensdauer ist extrem hoch und sie ist fadingfrei. Der entscheidende Nachteil ist der Preis. Darum werden Keramikbremsen im Serienbau bei Motorrädern nicht verwendet. Ein Gruß vom "Alten".

Richtig erkannt, beim Audi S8 kosten die Bremsscheiben ungefähr 8000€ und sollen angeblich 200 000 Km halten.

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