Warum hängen Rennfahrer oft extrem weit neben dem Lenker?

4 Antworten

Als ich noch mit Stummellenker gefahren bin, lag ich auch immer über den Tank. Bzw. dem Tankstutzen --- und der war undicht. – Wenn man tief inhaliert, stellt sich ein Glücksgefühl ein, bei dem man sich plötzlich Sachen zutraut, vor denen man sonst zittert. Allerdings, wenn man zu lange inhaliert, zittert man auch, aber aus anderen Gründen. Achtung: Nicht zu tief inhalieren, sonst schreibt man auch so ein Blödsinn wie ich. (Grins, Grins) Gruß Bonny

Spaß beiseite: der erste Fahrer, der diesen Fahrstil in der WM praktiziert hat war ein Argentinier namens Chaldarella. Der Grund war pure Verzweiflung. Er fuhr in der 500er Klasse (wenn ich mich recht erinnere mit einer Werks-Gilera) ständig hinter Mike Hailwood her. Ohne Chancen und in weitem Abstand. Um mehr Kurvengeschwindigkeit zu erreichen verfiel er auf diese Turnübung. Das Ganze gipfelte darin, daß Chaldarella in Monza sich einfach an das Hinterrad von Mike hängte, und stur versuchte dranzubleiben. Nach ein paar Runden flog er von der Strecke, Mike gewann das Rennen und den Titel. Auch Santiago Herrero auf seiner weit unterlegenen Ossa versuchte auf diese Weise das Manko seiner Maschine auszugleichen, ein Versuch, der in mehrfach direkt ins Krankenhaus brachte. Heutzutage ist das nicht mehr so kritisch. Moderne Reifen und Fahrwerke ermöglichen fast jedem Kaspar diese Turnübungen ohne unmittelbare Lebensgefahr. Bringen tuts nicht viel, wie man auf den Rennstrecken sehen kann.

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Noch zur Ergänzung: die Werks - Ossa war eine 1-Zylinder 2-Takter 250er mit Wasserkühlung und meines Wissens dem ersten Alu - Kastenrahmen der in einer Grand Prix Maschine zum Einsatz kam.

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Erfunden hat diese Technik ein Naturfreund, der so beim Kurvenfahren immer wieder an den Blümchen in der angrenzenden Wiese schnuppern konnte. Auf den modernen Strecken funktioniert das nicht mehr richtig. Warum die Fahrer das trotzdem immer noch machen, weiß ich nicht, ist wohl eine schlechte Angewohnheit ! Grins !

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Die ist genauso gut wie die Frage :-)

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Zum Nachdenken, nach meinem Unfall am Samstag?

Am Samstag war ich mit einigen Freunden auf einer Tour. Vor Potsdam mussten wir an einer Baustellenampel halten. Ein Bekannter stand neben mir bei Rot an der Ampel. Die Anderen konnten noch durchfahren. Wir beide schafften es nicht weil wir von einem "dicken BMW" massiv attackiert wurden. Ich standen schon mit beiden Beinen auf dem Boden und wollte mich umdrehen um zu sehen wo der BMW abgeblieben ist. Ich drehte mich um und schlug dabei den Lenker voll ein. Leider war die Fahrbahn etwas schräg und das Motorrad kam ins kippen. 270 kg plus mein "Übergewicht" konnte ich nicht mehr halten. Also kippte ich um und schlug mit dem Kopf auf das Pflaster.

Direkt ein Auto vor mir standen zwei Harley- Fahrer. Die hatten es voll mitbekommen (sahen es im Rückspiegel, habe ich gesehen). Drehten sich nicht mal um. Das waren keine "Rocker", sondern Sonntags-Harley-Fahrer (beziehe ich auf die Kleidung und dem gepflegten Zustand der Harleys). Dummerweise hat sich die Sonnenbrille in die Nase gedrückt und es kam zu einem tiefen Riss. Ich blutet "wie Sau" im Gesicht". Mein Kumpel und ich stellten mit viel Anstrengung das Motorrad wieder auf die Reifen. Kein Autofahrer (mindestens 20 Autos) stieg aus und half uns. Als erster hinter mir der BMW mit dem Idioten. Das ich im Gesicht stark blutete war nicht zu übersehen.

Natürlich ist das "unterlassene Hilfeleistung" aber in dem Moment denkt man nicht darüber nach um sich die Kennzeichen zu merken. Meine Sorge bezog sich ausnahmslos um mein Motorrad. Mein Bekannter sorgte sich um mich. Die Nase notdürftig "verpflastert", Motorrad fahrbereit gemacht (sprang nicht an. Defekter Schalter überbrückt und den def. Kupplungshebel "angewackelt") dann den Anderen hinterher. Die warteten schon und wollten zurückfahren um zu sehen wo wir bleiben.

Alles kein Problem. Ersatzteil ist bestellt. Der Arzt (war am Montag zum Arzt gefahren) hat festgestellt, dass ich entgegen vieler Meinungen doch noch ein Gehirn habe, das aber "erschüttert" ist (Grins). Die Narbe an der Nase behalte ich als "Kampfspuren" (falls jemand fragt) und die geprellten Rippen verheilen auch bald.

Was mich aufregt sind nicht die rücksichtlosen Autofahrer, sondern die Motorradfahrer, die nicht mal nachgefragt haben ob man helfen könnte. Die düsteren Zukunftsvisionen einiger Autoren kommen immer näher. Gruß Bonny

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