Wann kommt die Routine wieder?

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12 Antworten

Hi Rainer!

Warum soll es Dir anders gehen wie mir....... Ich habe nach fast 18 Jahren wieder Mopedluft geschnuppert, und heute bin ich froh es durch gezogen zu haben. Ich fahre zwar nur wenig, (3-4tkm/Jahr) aber an meiner Routine hat es nicht viel geändert. Anfangs, mit ungewohnten Reifen, bin ich auch noch rum geeiert, aber jetzt habe ich die richtigen Reifen gefunden und taste mich an meine alte Form heran. Zugegeben, ein so schnelles Motorrad wie früher werde ich mir nicht mehr zusammen bauen ( Martin-Suzuki 1280ccm ) aber ich habe doch den Anspruch ab und an sportlich durch die Kurven zu hasten, aber halt mit viel mehr Verstand...... und vor ein paar Wochen hab ich mir dann noch nen Soft-Chopper zum ruhigen fahren gekauft. Aber auch ein Cafe-Racer ist in Arbeit.... Ich wünsche Dir die Ruhe und Gelassenheit, Deine Routine mit jedem KM mehr, den Du fährst, zu finden.

Nach über 20 Jahren Motorradabstinenz, habe ich mir 2008 wieder ein Motorrad gekauft. Die ersten 1000-2000 Km bin ich auch ziemlich vorsichtig gefahren. Habe Sonntags auf dem grossen Supermarktparkplatz die berühmten Fahrschulübungen immer wieder durchgeführt. Wenn ich mit dem Motorrad unterwegs bin, halte ich grundsätzlich Abstand zu meinem Vordermann, egal ob Auto oder Motorrad. Auch ansonsten versuche ich möglichst vorrausschauend zu fahren um kritische Situationen zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: üben, üben, üben! D.h. beim Motorrad: fahren, fahren, fahren! Ich habe in meiner ersten Saison von Mitte März bis Ende Oktober immerhin 14000Km gefahren. Unfallfrei! Ich für meinen Teil kann nur sagen, beim Motorradfahren kann es sowas wie "Routine" niemals geben, da sich Strassen- und Verkehrbedingungen ständig ändern und man(n)/frau sich daher auch ständig anpassen muss, um sein/ihr Ziel sicher zuerreichen. Ich denke viele Unfälle passieren gerade dann, wenn man sich zu "sicher" fühlt und dadurch leichtsinnig wird. Ich wünsche allen hier, eine Unfallfreie Saison.

Als ich wieder auf den Bock gestiegen bin (bzw. bei Kauf einer Neuen) machte ich am SO die großen Parkplätze (z.B. METRO) 'unsicher'. Soll heissen ich führte Übungseinheiten durch wie in der Fahrschule, baute mit Pappbecher (mit Sand gefüllt) einen Parcour auf und fuhr Salom, Kreise usw. So lernte ich die Eigenarten des Moped kennen und bekam wieder Gefühl und Übung. Auch gönnte ich mir einen ADAC-Kurs, das machte Spaß, senkte die Versicherungskosten und hat auch was gebracht.

Es ist alles eine Frage der Übung und der Gewöhnung. Mit der Zeit spielt sich das von alleine wieder ein. Du musst dabei natürlich berücksichtigen, dass Du nicht nur 10 Jahre lang nicht gefahren, sondern auch 10 Jahre älter geworden bist. Von daher gesehen kann alles ein wenig länger dauern als in "jungen" Jahren. Möglicherweise bleibt im Hinterkopf für lange Zeit sogar ein gewisses Gefühl der "Unsicherheit". Das sind dann wahrscheinlich die Zeichen der Vernunft und Reife, die Du in der Zeit dazu bekommen hast ;-)

In Hinterkopf ist auch noch mein blöder, unverschuldeter Unfall. Ich habe da riesig Glück gehabt. Das war auch der Auslöser, kein Moped mehr anzufassen. Jetzt bin ich wieder infiziert, sonst hätte ich mir ja auch dieses Teil nicht zugelegt.

Wenn ich jetzt in einem Kreisverkehr oder in einer Kurve eingetrocknete Salzreste vor mir sehe, halte ich das manchmal für Flugsand und da gehen bei mir sämtliche Lampen an...

Aber besser vorsichtig 'rumeiern, als direkt auf die Fresse fliegen...

Danke für Eure Antworten.

Rainer

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Hi Rainer, können kommt von tun, ich denke Du wirst schon ein paar Tausend Kilometer benötigen bis sich die alte Routine wieder einstellen wird.

Einfach locker bleiben und nichts erzwingen wollen, über kurz oder lang ist alles wieder so wie es früher war.

Hallo Rainer. Ich hatte auch ca. 10 Jahre kein eigenes Motorrad und nur mal für kurze Zeiten mir eine von Freunden geliehen. Mit einer geliehenen Maschine fährt man sowieso viel vorsichtiger. Die Routine kommt aber schnell wieder. Aber man wird älter, leider aber nicht immer weiser. Als ich 2000 wieder aktiv angefangen habe, war es natürlich etwas vorsichtiger. Leider ist bei mir aber der Schuss nach hinten los gegangen. Heute (älter, umsichtiger --- lach,lach) fahre ich oftmals so riskant, wie ich es mir früher mit einer Chopper niemals getraut hätte. Bin grade dabei, mir wieder einen vernünftigen Fahrstil anzugewöhnen. Dabei meine ich nicht das schnelle Fahren, sondern das riskante Fahren in der Stadt. Ich liebe meine Chopper, aber kann es nicht verstehen, dass es kein „Rennbike“ ist. Eine V-Max als Chopper wäre mein Traum, aber dann wäre meine Frau bald Witwe. Ich hoffe, dass ich mich besser unter Kontrolle bekommen werde. Selbst meine Kumpels an der Brücke lästern schon, oder lassen ihre Spitzen über meine Fahrweise fallen. Mein Vorsatz ist es, mich in Zukunft besser zu beherrschen. Also, keine Angst, die Routine kommt bestimmt wieder. Aber übertreibe es nicht so wie ich. Gruß Bonny

Hallo Bonny,

ich hoffe mal nicht, dass Du Deinen Schutzengel zu sehr strapazierst. Ich will Dich im September kennenlernen und nicht auf Deiner Beerdigung erscheinen. Außerdem hättest Du dann Dein eigenes Schlagzeugsolo verpaßt...

Man läßt sich gerne reizen - erst gestern mußte ich einen parkplatzsuchenden VW-Bus-Fahrer agressiv und regelwidrig in der Stadt überholen, da dieser einen km lang mit ca. 20km/h vor mir herumgezuckelt ist.

Da fehlt mir dann auch die Geduld.

VG

Rainer

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@Toterfisch

Mein Fahrlehrer sagte damals immer, wenn ich schneller als 56 gefahren bin: "Disziplin!"

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@thetash

Ich gebe ja zu, Ihr habt recht. Ich meckere mit unseren "Möchtegern-Rossies", wenn die es auf der Landstraße übertreiben. Dabei bin ich noch viel leichtsinniger. Selbst die lassen mich in der Stadt nicht mehr vorausfahren. Ist denen zu stressig. Aber irgendwie macht es mir richtig Spaß.

Natürlich nicht immer. Meist fahre ich schon sehr umsichtig. Nur wenn es mich mal wieder richtig gepackt hat, dann übertreibe ich es maßlos. Geht auch innerhalb von Sekunden, ist nicht vorhersehbar. Ich glaube, es ist ein Ventil meiner sonst so von mir erwarteten disziplinierten Vorbildfunktion auf der Arbeit. Da muss ich Emotionen unterdrücken. Sehe jetzt ein, es ist der falsche Weg dafür auf der Straße "die Sau raus zu lassen". Auch wenn es mir unheimlich Spaß macht. Es ist ja nicht nur das rasen, sondern das extreme gefährliche schnelle "Zick-Zack-Fahren" durch die fahrenden Autokolonnen, oft auch auf der Stadtautobahn.

Auf dem Treffen erzähle ich dann so einige lustige Anekdoten (lustig nur, weil es gut gegangen ist). Hier lieber nicht, kann dann hier niemals mehr "meckern".

Ausschlaggebend für meinen "Sinneswandel" war der Winter. Ich habe einige Videos archiviert, bei dem die Fahrer extrem durch die Stadt gerast waren. Meine Kommentare waren: "Man, die sind blöd, den Führerschein abnehmen, der müsste mal richtig auf die Fresse fallen .... usw." Ein Freund von mir (Benny) war dabei und fing erst an zu lachen und dann kam die "Standpauke". Leider waren auch einige schwere Unfälle auf den Videos zu sehen.

Ich denke mal, dass alles hat mich zum Umdenken bewegt. Total gesittet werde ich sicher nie fahren, aber ein bisschen überlegter und ruhiger. Auf dem Treffen fahre ich dann in der "Blümchenpflückgruppe". Gruß Bonny

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@Bonny2

Ich hätte dich wirklich nie so eingeschätzt, wenn ich mir deine ganzen Antworten immer so durchlese. Aber es macht dich wieder sehr sympatisch wenn ich lese das du dir ernste Gedanken darüber machst und auch versuchst dich zu beherrschen. So haben wir auch länger was vom Bonny.

"Blümchenpflückgruppe" ;-) Diese Ausdrücke sind es doch die uns "Normalfahrer" stören. Können wir uns dafür nicht was schöneres Ausdenken, welches die überlegene Selbstdisziplin dieser Fahrer hervorhebt?

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Dreirad hieße ja Trike, weder Motorrad noch Auto. An Deiner Stelle würde ich nach den ersten Kilometern nach 10 Jahren Abstinenz nicht verzagen und immer wieder auch mal nur kurze Strecken fahren. Wie Frischling und Nitro schon gesagt haben braucht es einfach ein wenig Zeit. Gruß hojo.

Es ist wie mit dem Fahrradfahren,man verlernt es nie aber es braucht halt Zeit bis man wieder das Gefühl für ein Motorrad entwickelt. Man muß sich an die Geschwindigkeit und an das Bremsen sich Gewöhnen,sowie an das einschätzen der anderern Verkehrsteilnehmer. Ich würde sagen 1 Monat oder 2.000 Km dann biste wieder so dabei das du um die Kurven kommst der Rest kommt von alleine.

Nachdem ich unmittelbar nach der Fahrprüfung mehrere Jahrzehnte gar nicht gefahren war, war mir zuerst auch etwas mulmig zumute, aber nachdem ich dann in den ersten 30 Monaten mit verschiedenen Bikes rund 50000 km abgerissen hatte - davon die Hälfte mit Sozia und/oder Gepäck - fühlte sich das schon ganz anders an.

Um Routine zu bekommen hilft nur Fahren, Fahren und nochmal Fahren, bei jedem Wetter und auf allen Arten von Pisten.

Hallo Rainer, ich absolutes Greenhorn kann Dir nur raten: fahren bis zum Umfallen. Je öfter Du fährst und je abwechslungsreicher die Strecken, umso eher klappt es wieder. Wenn Du allerdings Ängste entwickelt hast, dann musst Du erst Recht durch. Ich komme runter und mach mit. Muss ja auch noch üben. Pass auf, im September vollführst Du wieder Kunststücke. Wenn Du nicht auf Dein Möp kommst, empfehle ich einen Hocker oder Stehleiter! undschnellweg

Ich hatte auch eine Pause von mehreren Jahren. Die hohe Performance vergangener Zeiten ist nie wieder vollständig zurückgekehrt... allerdings reicht es um geschmeidig und sicher zu fahren.

Ein paar Wochen wirst Du sicher noch brauchen.

Lieber Rainer - wenigstens wir zwei sind in die Jahre gekommen. Ich hüpfe auch nicht mehr wie eine Gazelle auf mein Motorrad! ;-// Wir können gemeinsam mit dem Rollator mal ausfahren?? ;-))

darf ich euch dann pflegen? ;-)

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@newbike81

Dein Beruf ist sehr wichtig! Schön, wenn Du dabei wärst!

Ich will Euch ja im Sommer besuchen - zur Frauentour.

Termine?

LG

Rainer

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@Toterfisch

Danke Rainer! Geraldine und ich machen bereits schon sehr bald eine Frauentour ;-)

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Selbstverständlich! Sag mir wann und wo!

LG

Rainer

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@Toterfisch

na, das wird aber kein Zuckerschlecken für euch ;-) ich bin am arbeiten, einfach vorbeikommen....sollte noch Platz für dich haben bei uns ;-))

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@newbike81

Euch stimmt nicht, ich bin nicht mehrfach vorhanden.

Geraldine hat ja meine emailadresse - damit nicht 200 Leute mitmachen wollen.

Wann und wo - dann komme ich vorbei!

LG

Rainer

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@Toterfisch

Am nächsten Samstag in Adliswil. Susan und ich machen eine Trainingsfahrt zusammen.

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