Vorrausschauend UND flott durch die Kurve?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grüß Dich, Lucas!

Den vollen "Spaß" bekommt man im öffentlichen Strassenverkehr nie in Verbindung mit einem sehr hohen Maß an Sicherheit. Ganz erhlich... wenn Du es wirklich "fliegen lassen willst" ... geh auf die Rennstrecke!!!

Ich habe oft Situationen in denen mich meine "Vorahnung" geschützt hat. Aber auch hier und da Situationen wo es "gerade noch einmal gut gegangen" ist.

Da ich oft voraus fahre habe ich zudem die noch höhere Verantwortung für die hinter mir Fahrenden (so empfinde ich das jedenfalls). So bin ich mittlerweile tatsächlich meist im "führerscheinbehaltenmodus" unterwegs. Sofern die ausgewählten Strassen einem gewissen topographischem Reiz unterliegen kann man dann auch noch Spass haben und auch mit dem Tempo durchaus schon flott sein. Sobald der Kurvenverlauf sichtbar ist kann man den Bock ja sorgenfrei durchladen ;-)

Bleib schön oben... und habe Spass ;-)

Ich danke dir kobaia und allen Anderen hier für die vielen interessanten Meinungen und Erfahrungen und die erstaunlich wenigen Anfeindungen :-D.

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@lucas193

Danke für den Stern und viel Spaß bei allem was Du tust ;-)

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Ich bin überzeugt, fast jeder wird jetzt schreiben, dass man immer vorausschauend fahren muss. -- Ist das wirklich so? Ich bin schon überzeugt, dass ich vorausschauend fahre, sonst wäre ich grade bei meinem Fahrstil nicht so alt geworden. Man entwickelt den 7. und 8. Sinn. Grade in der Stadt rechne ich immer mit plötzlich auftauchende Radfahrer, die im hohen Tempo vom Gehweg auf die Straße fahren (deshalb habe ich auch die Gehwege im Auge), ohne Grund ausscherende Fahrzeuge usw. Aber hilft das vor unvorgesehene Ereignisse? Bei Kurven, die ich nicht einsehen kann, fahre ich vorsichtig und "meist" verhalten. ----

"Meist!" --- Bei einer Autobahneinfahrt, die ich mindestens zweimal pro Woche befahre (Spinnerbrücke) bin ich mir sicher, das da nichts passieren kann (Gegenverkehr). Mit einer 1,50 m breiten Ölspur habe ich nicht gerechnet und konnte sie auch vorher nicht sehen. Kurve "angeschnitten" und -- "Rummmms". Rutschte ca. 60m (lt. Pol-Bericht) "vor" meinem Bike bis in die Leitplanke, die mich stoppte. Hätte ich die Kurve nicht geschnitten und wäre "ordnungsgemäß" dort in die Kurve gefahren, wäre der Unfall vermutlich zu verhindern gewesen. Zwischen der Ölspur und der Leitplanke war ja noch ca. 1m Platz, den ich hätte nutzen können. Vor dem "deralte" verlor ein Trecker seine Ladung ---- er hatte keine Chance. Wäre er noch langsamer gefahren oder hätte er vorher eine "Pinkelpause" eingelegt, wäre er dem Trecker nicht begegnet. Hätte, hätte, hätte! Manchmal soll es eben so sein und man kann machen was man will, es passiert trotzdem. ---- Vorausschauendes Fahren und auch mit den Fehlern der Anderen zu rechnen machen fast alle Motorradfahrer. Sonst gäbe es uns nicht mehr. Aber sich immer im Bruchteil einer Sekunde auf jede unvorhergesehene Situation einzustellen ist unmöglich.

Genau wie "deralte" verstärkt mit herunterfallende Ladung rechnet, ich verstärkt in Kurven mit einer Ölspur rechne, wirst Du auch durch Deine Erfahrung dazulernen. Ich finde es im übrigen sehr gut, dass man solche "Erfahrungen" hier beschreibt. Vielleicht denken einige darüber nach und die lernen dann ohne die "Praxiserfahrung" daraus. Solche Berichte könnten schon Leben retten, wenn man in einer ähnlichen Situation darüber nachdenkt, ob man z.B. überholt oder nicht. Gruß Bonny

Egal, welches Fahrzeug mit Anhänger vor mir fährt, auch Fahrzeuge, die am Heck Fahrräder transportieren, werden von mir ,ohne mit der Wimper zu zucken, überholt. Dabei ist es mir sch...egal, welches Tempolimit gilt und/oder Überholverbot. Nie wieder fahre ich hinter diesem Mist hinterher.

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@deralte

Genau das habe ich damit gemeint. -- Mein letzter Absatz ist auch mit einem bestimmten Hintergrund geschrieben worden. Seit Deinem Unfall denke ich sofort drüber nach wenn ich hinter einem Fahrzeug mit offener Ladung fahre, oder besonders Fahrräder am Fahrzeug vor mir habe. Dann halte ich extrem großen Abstand, oder überhole "auf Teufel komm raus". Klingt vielleicht doof, aber aus der Beschreibung von Deinem Unfall habe ich gelernt. Vielleicht hat es schon mal, oder wird mich "Deine Lehre" vor einem Unglück bewahren. Deshalb mein letzter Absatz und ich finde es gut hier darüber zu berichten. Gruß Detlef

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"Habe ich mich fahrlässig verhalten?" Eindeutige Antwort: Ja. Lasse dir nur mal den ersten Satz auf der Zunge zergehen: http://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__3.html

Stelle dir vor, ein Ackerschlepper mit Anhänger wäre dort gerade vom Feld auf die Straße gekrochen. Hättest du dann noch Platz zum Ausweichen gehabt?
Du schätzt ja schon deine Situation richtig ein : " Die beschriebene Situation hätte vermieden werden können, wenn ich mit ca. der Hälfte der Geschwindigkeit unterwegs gewesen wäre und so gefahren wäre, dass ich innerhalb meines Sichtbereichs jederzeit problemlos zum stehen kommen könnte."

Das bedeutet, dass die Einhaltung der erlaubten 100 km/h in gewissen Situationen viel zu viel sind und dadurch illegal und gefährlich werden. Du gefährdest dich und andere damit...

Jetzt glaube bitte nicht, dass ich ständig mit dem Gesetzbuch unter dem Arm herumfahre...es gibt genausogut Streckenabschnitte, da sind 100 erlaubt und 200 problemlos fahrbar, man muß "nur" wissen, wo welche Geschwindigkeit angemessen ist. Suche einen -im wahrsten Sinne des Wortes- erfahrenen Fahrer, der kann dir dafür ein Gespür vermitteln, wenn du hinterherfährst und seinen Fahrstil studierst.

Das ich mich nicht gesetzeskonform verhalten habe ist mir vollkommen bewusst.

Die Frage ist mit was muss/mit was kann man rechnen. Auf besagter Hausstrecke kenne ich alle Kreuzungen und Zufahrten und fahre dort natürlich entsprechend. Mit einem von dir beschriebenen Ackerschlepper der einfach vom Feld auf die Straße (womöglich noch in der Kurve) fährt, würde ich natürlich niemals rechnen. Zumal das ja auch nicht erlaubt wäre.

Wenn ich permanent mit solchen Schreckensszenarien rechnen würde, hätte ich mir wohl das falsche Hobby ausgesucht.

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@lucas193

In Schleswig-Holstein musst du jederzeit mit einem Ackerschlepper rechnen. Wenn ich nicht damit rechnen würde, könnte es meine letzte Fahrt sein. Ich fahre aber schon seit 35 Jahren und habe immer noch sehr viel Spaß beim Mopedfahren.

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@lucas193

Mit einem von dir beschriebenen Ackerschlepper der einfach vom Feld auf die Straße (womöglich noch in der Kurve) fährt, würde ich natürlich niemals rechnen. Zumal das ja auch nicht erlaubt wäre

Dazu zwei Anmerkungen:

  • Wieso würdest Du mit einem Traktor "natürlich" niemals rechnen? Die Dinger sind doch auf kleineren Strassen reichlich unterwegs.

  • Und wieso wäre das nicht erlaubt? Selbstverständlich darf der Bauer vom Feld auf die Strasse fahren, auch in einer Kurve, wenn da die Ausfahrt liegt.

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@demosthenes

1 - Mit einem Traktor würde ich immer rechnen.

2 - Auf einer Strecke mit erlaubten 100km/h gibt es in der Kurve keine (landwirtschaftliche) Ausfahrt. Jedenfalls nicht ohne deutliche Kennzeichnung. Jedenfalls wenn wir hier von der gleichen Art Kurve sprechen (nicht von weitem einsehbar).

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Mit Roller langen Slalom üben?

Hi zusammen, bin neu hier ;)

Folgendes: Ich mache gerade den offenen Motorradführerschein. Die Pflichtstunden habe ich soweit schon durch und einmal haben wir ein paar der Grundfahraufgaben geübt (ich habe hauptsächlich jemand anderem zugeschaut und durfte dann auch mal probieren). Den langsamen Slalom habe ich auf Anhieb geschafft aber bei dem langen Slalom (30km/h) bin ich einfach nicht kontrolliert genug. Ich konnte die Geschwindigkeit nicht halten (wurde zum Ende hin schneller) und habe auch ein Hütchen umgenietet.

Kann ich sowas auch mit einem Roller zuhause in Ruhe üben oder hätte das eher schlechte Auswirkungen? Der Roller (50ccm) gehört meinem Freund, bin damit zweimal kurz gefahren bevor ich bei erste Motorradfahrstunde hatte. Der Unterschied war schon groß (von 50 auf 950ccm)

Ich bin jetzt 33 Jahre alt und habe auch den Autoführerschein erst vor 3 Monaten gemacht (vor einem Monat erste Mal getraut alleine zu fahren). Bin völlig ohne Auto etc. aufgewachsen. Habe mit den Autofahrstunden auch das erste Mal eine Autobahn zu Gesicht bekommen. Ich bin mit diesen Dingen einfach noch sehr unsicher und wie mein FL sagt viel zu zaghaft und würde das gerne etwas alleine ausprobieren aber ich bin nicht sicher ob es eher destruktiv wäre mit dem kleinen Roller zu üben.

Ich habe schon einige Tipps gelesen wie man den Slalom besser schafft (nicht am Gasgriff festklammern, nach vorne gucken, nicht runter ..) aber höre mir auch gerne an wie ihr das in den Griff bekommen habt. Und würde ich eigentlich durchfallen wenn ich ein Hütchen umfahre?

Und wenn ich schonmal hier bin .. bei der Rechtskurve habe ich auch ein paar Probleme. Ich traue mich nicht so weit zum Mittelstreifen vor der Kurve wegen den Autos die ständig übel die Kurve schneiden. Sind hier südlich des Schwarzwaldes und die Strecken sind sehr kurvig und schlecht einsehbar. Ich möchte aber nicht auf Risiko gehen, damit der FL zufrieden mit der Linie ist. Was kann man da machen? Wieviele Fahrstunden sind eigentlich normal? Ich habe jetzt 7 Doppelstunden + Autobahn.

LG, Lulah

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