VN900: LIMA / Regler oder Batterie defekt?

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3 Antworten

Also eine Fehlerquelle, die ich vermutete kann ich mal ausschliessen. Die VN900 hat auf jeden Fall einen Dauermagneten für die Spulenerregung, so das ein Schleifkontakt wegfällt. Die Elektrik habe ich mir mal bei der VN750 angeschaut, die kann man hier runterladen: http://kawa-drifter.com/technik/technikvns/handbuchvn750a/index.php Sehr interessante Seite! Auch bei vn-biker.de kann man einige Infos finde, sowie im vulcan-800.net

Generator - (Batterie, Lichtmaschine, Laderegler)

Ich tippe mal auf nen Wackler, irgendwo im Kabelbaum, oder der Masseverbindung, dann kannst Du dich mal auf die Suche begeben. Geh esrt mal den Hauptkabeln der Batterie nach, dann denen zur Sicherung, und zur Lima, sowie dem Regler, und ziehe ruhig die Stecker auseinander, dann siehst Du ob ein Stecker verschmort ist, oder oxidiert. An der Lima kannst Du die Spulen mal durchmassen, also einmal Isolationswiderstand, und Spulenwiderstand zueinander, dann könntest Du ggf die Lima ausschliessen. Dann, wenn alle Stecker ok sind, misst du mal, ob am Regler die Limaspannung ansteht, und was dieser bei verschiedenen Drehzahlen heraus gibt. Notfalls besorg dir einen Diagnoseplan, da steht auch die Prüffolge und die Werte der Elektrischen Anlage drin. Viel Erfolg!

user5432 13.03.2011, 18:59

Ach ja, und bau die Batterie mal aus, und lade sie unabhängig an einem Ladegerät, und schau, wie sie sich beim Laden verhält. Nach dem Laden nehm einen Säureheber und schau wie die Säuredichte der einzelnen Zellen ist, daraus kannst Du schliessen, ob die Batterie ok ist.

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Tom808 13.03.2011, 22:07
@user5432

Danke für Deine Antwort. An einen Wackler mag ich nicht recht glauben - im Leerlauf ist die Ladespannung ja ok und bricht zusammen, sobald ich etwas Gas gebe. Gehe ich mit der Drehzahl wieder runter, stimmt die Spannung wieder. Die Batterie habe ich geladen - die Ladekurve sieht für mich ok aus. Die Dichte kann ich nicht prüfen - ist so ein gekapseltes Gel-Ding.

Nach der Aufregung und sachlicher Betrachtung:

Batterie scheinbar ok - Ladekurve erst linear und noch ab 12,8V flacher. Also hier kein Problem.

Lima liefert im Leerlauf genug Spannung / Leistung - warum sollte dies bei höheren Drehzahlen nicht mehr so sein? So hoch sind die Spannungen auch nicht, dass es hier bei höheren Drehzahlen einen Windungsschluss geben könnte? Kann ich mir nicht vorstellen - das bedeutet aber nichts :-)

Bleibt also eigentlich nur der Laderegler.

Habe im Netz das Handbuch zur Bordelektrik gefunden und werden morgen mal Eingang von der Lima und Ausgang zur Batterie am Laderegler messen.

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user5432 13.03.2011, 23:07
@Tom808

Auch einen Gelbatterie kann Schaden nehmen. Wenn möglich, nimm die Batterie mit zu einem Boschdienst, o.ä. und lass an einem Batterietester die vorhandene Restkapazität prüfen, das ist kein Belastungstest,sondern nur ein kurzzeitig simulierter Spannungsabfall mit Errechnung der normal notwendigen Batteriespannung, nach Belastung. Je nachdem, wie schnell die Batterie wieder an Spannung nach der Belastung zunimmt, kann die Kapazität errechnet werden, das zeigt dieser Tester dann als Restwert an. Alternativ nimm eine 12 V Glühlampe mit 10 Watt, und klemm sie an die Batterie, und wenn diese morgen Früh noch brennt, ist die Batterie ok, normalerweise gehe ich von etwa 10 AH aus, die deine Batterie haben wird. Nach 10 Stunden, sollte trotzdem noch eine Restspannung vorhanden sein. Ansonsten könnte ein Zellenschluß dir die Fehler verursachen! Auf jeden Fall solltest Du einen Isolationsschaden an der Limawicklung nicht ausschliessen, und prüfen. Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, das du eine Erregerspule in der Lima hast, die vielleicht abgenutzte Kohlen hat, das wäre auch eine Mögliche Ursache. Je nach Drehzahl wird da unter Umständen der Schleifkontakt durch Axialspiel der Kurbelwelle abgehoben, wenn verschlissen. Normalerweise sind die heutigen Motorradlimas mit Dauermagnet versehen. Prüf dies bitte auch mal. Sonst bleibt zum Schluß wirklich nur der Regler als Fehlerquelle übrig.

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Ein ähnliches Problem hatte ich im vergangenen Jahr mal mit meiner Aprilia.

Nach den ersten Fehlversuchen hatte die Werkstatt - bei der ich vorher nie war, die aber als Aprilia-Werkstatt den Fehlerspeicher auslesen konnte, was meine "normale" Suzuki-Werkstatt nicht kann - Akku und Laderegler ausgewechselt, was keine Verbesserung brachte.

Offensichtlich hatte der schon defekte Laderegler per Spannungsspitze eine fette Sicherung abgeschossen, die zwischen Akku und Regler sitzt - wusste gar nicht, dass es die gibt - und das hatten die Jungs nicht bemerkt.

Sie hatten also offensichtlich Lichtmaschine und Regler jeweils am Ausgang gemessen, nicht aber, was davon noch am Akku ankam, sondern den hatten sie jedesmal wieder mit einem externen Ladegerät aufgefüllt.

Tom808 13.03.2011, 21:58

Danke für den Hinweis. Ich habe gerade im Netz das Handbuch zur Bordelektrik gefunden. Nun habe ich zumindest ein Ahnung, wo der Laderegler zu finden ist. Nach dem Schaltbild gibt es nur die Hauptsicherung (30A) auf dem Weg von Lima über Laderegler zur Batterie. Ich werde mal messen, was von der Lima am Laderegler ankommt (soll 54 V bei 4.000 upm sein) und wie es von da weitergeht. Mich irritiert, dass die Ladespannung im Leerlauf ok ist aber dann bei höheren Drehzahlen zusammenbricht.

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