Verschmutzte Fahrbahn, aber wer ist dafür "zuständig" ?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich ist der Verursacher der Verschmutzung für die Reinigung bzw. die Absicherung verantwortlich - egal ob Trecker-Dreck, Ölspur oder was auch immer.

Vor Gericht wird dann aber doch häufig gestritten. Ein interessantes Urteil ist z.B. dieses hier: http://www.advo-house.de/urteil_501.html

Hi my666 ! "Fährt der Fahrer eines auf der verschmutzten Fahrbahn verunfallten Fahrzeugs trotz Warnschilds, deutlich sichtbarer Verschmutzung und erkennbarer ländlicher Prägung der Örtlichkeiten zur Erntezeit mit überhöhter Geschwindigkeit, kann die Abwägung der Verursachungsbeiträge ergeben, dass eine Haftung des Traktorfahrers entfällt." Soll das ein Witz sein ? Ich rieche förmlich die Aussage "es war eine Landstraße, man hätte damit rechnen müssen". Alles wie so oft schlichtweg zu relativ !! Danke für die Quelle !

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@AskForIt

Ich sag ja immer - mitdenken ist grundsätzlich besser ;-)))

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@my666

Wenn etwas passiert, sollte es nicht die eigene Schuld sein. Risiken vermeiden wird nicht immer möglich sein, manchmal sollte man vielleicht einfach das Kennzeichen entfernen ! Auf, auf und davon ! :-)

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@AskForIt

Ich finde (aus eigener Erfahrung), es ist besser selbst Schuld zu sein. So weis man wenigstens, was schief gelaufen ist. Allerdings bleibt man finanziell auf dem Schaden sitzen - das verbucht man dann als Lehrgeld ;-)

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@my666

Andererseits muss der Polizist oder man selbst seinen Lieben nicht erklären, dass man aufgrund seiner eigenen Unfähigkeit mit seinem Leben gespielt hat. Trotz das man den Schaden hat, muss man sich nichts vorwerfen. Dieser Gedanke hat mir geholfen, meinen ersten Crash abzuhaken :-)

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@AskForIt

in diesem Zusammenhang fiel mir soeben ein VU ein, den ich vor ca. 40 Jahren aufgenommen habe. Ein Traktor mit 2 Anhängern fuhr in einer Kurve vom Feldweg auf die Landstraße. Er fuhr in dem Moment heraus, als für ihn die Straße frei war. Im Verlauf des Herausfahrens fuhr in dieser Kurve ein Motorradfahrer auf den 2. Anhänger auf. Da war es für mich eindeutig, dass der Mopedfahrer für seine Sichtverhältnisse zu schnell war.

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@19ht47

EIn Bekannter von mir ist vor ein paar Jahren bei so einem Traktor-Unfall gestorben. Allerdings war er wohl nicht zu schnell sondern der Treckerfahrer hat ihn "nur" übersehen.

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Der Bauer ist dafür zuständig wenn er die Fahrbahn verschmutzt,nur hier bei mir kratzt das die wenigsten,die kehren vieleicht mal vor ihrer Haustüre,aber sonst nicht.

Genau so erlebe ich das hier ebenfalls ! Nach dem Motto " wenn nicht heute, dann morgen, wenn nicht morgen, nie"

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Normaler weise ist es so ,wer die Strasse verschmutze muß sie auch reinigen.Wenn es ein Bauer oder eine Baustelle ist egal.Passiert ein Unfall nachweislich wird der Verursacher auch mit in Haftung genommen.Zum Beispiel gestern selbst erlebt bei München.Da wurden gefällte Bäume aus den Wald gezogen und Nieselregen dazu die Strasse war wie Schmierseife.Vor mir hat einer nicht mehr die Kurve bekommen und ist gerade aus weiter gerutscht.Keine Schilder aufgestellt und auf die Stelle hingewiesen.Polizei ist gekommen hat die Strasse dann erst einmal gesperrt und reinigen lassen durch den Verursacher der noch im Wald war.Die Polizistin hat gesagt das er eine Anzeige bekommt und auch eine Mitschuld an diesen Unfall.Der Autofahrer hat die A-Karte,nicht beachten der Strassenverhältnisse und bekommt auch noch eine Teilschuld mit.......zu schnell hat die Rennleitung gesagt.Er nachweislich nicht schneller wie 60km/h unterwegs nach meinen Tacho im Lkw.Den ich war direkt dahinter und die Strecke ist auf 7okm/h begrenzt und auch noch Überholverbot.VG Frank

Zu schnell ? Hast Du genau einschätzen und sehen können wie es um die Verhältnisse steht, oder ist das einer dieser Fälle, in denen pauschal eine zu hohe Geschwindigkeit untergeschoben wird, um Fragen zu vermeiden ??

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@AskForIt

mit zu schnell hat man den Bußgeldbehörden eine richtige Einnahmequelle geschaffen. Genauso mit der Unfallvermeidung. Wenn da einer von der "Rennleitung" sensibel ist, zeigt er immer jeden an. Das gabs "früher" nicht. Bin von den heutigen Entscheidungen richtig enttäuscht.

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@19ht47

Wie steht es denn um die "heutigen Entscheidungen", bedarf es nicht eines rekonstruierten und anerkannten Nachweises für erhöhte Geschindigkeit ? Wieder ist diese Einschätzung recht relativ, der eine Polizist hat damit kein Problem, weil er selber zügig fährt, der Andere bewegt sein Fahrzeug ruhiger. Ich finde diese Anschuldigungen viel zu pauschal und besonders bei Motorradfahrern habe ich das Gefühl, dass diese oft und auch gerne genutzt werden, um ihnen eine "auszuwischen". Leider waren, sind und werden "wir" vermutlich immer die "Gestörten" sein... Zum Abschluss, in manchen Augen sollte jeder Fahrer, egal ob Auto oder Motorrad, sein Fahrzeug bei 100 Km/h Beschränkung mit 50 fahren, um jeglichem Risiko aus dem Wege zu gehen... ich glaube selbst dann wäre diese Anschuldigung weit verbreitet !!

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