Verpflichtendes Fahrsicherheitstraining?

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Kommt drauf an... 60%
Sinnvolle Idee! 40%
Braucht kein Mensch! 0%

9 Antworten

Kommt drauf an...

Noch mehr Druck und Kosten auf die Motorradfahrer? Das ein Sicherheitstraining Sinn macht, steht außer Frage. Aber ein "Anfänger" fährt meist vorsichtiger als einer, der schon einige Erfahrung hat. "Rast" er durch die Kurven, macht er es nach dem Training erst recht. Ein Sicherheitstraining würde den Anfänger noch mehr überzeugen, dass er ein "Profi" ist. Zum sicheren Fahren muss erst mal im Kopf "alles stimmen".

Es ist auch oft nicht der Motorradfahrer schuld. Die Autofahrer müssen besser geschult werden. Woher sollen die Wissen, das ein Motorrad einen längeren Anhalteweg haben, besonders bei Nässe? Das sich ein Motorrad nicht so sicher um ein Hindernis herum lenken läst? Woher erkennt er, dass auf dem Motorrad vor ihm ein Motorradfahrer sitzt, der in solchen Situationen auf Grund von Erfahrung überfordert ist?

Ich kenne einige, die ein Sicherheitstraining gemacht haben (ich auch). Aber erst zur Ergänzung wenn man schon länger fährt. Das gibt Sinn um "das Motorrad und deren Fahrphysik zu verstehen" Ein Anfänger wäre damit oft überfordert. Der "8. Sinn" entwickelt sich erst mit der Erfahrung. Vorher sind das Ängste.

Was ich für viel wichtiger halte, ist eine Auffrischung der "Erste Hilfe" Maßnahmen.  Ich  erlebe es leider öfter, das Verletzten niemand hilft weil man Angst hat etwas falsch zu machen. Da sollte ein Zwang alle Jahre für alle Verkehrsteilnehmer stattfinden. In dem Zusammenhang könnte man auch die besonderen Gefahren von Zweiradfahrern und Fußgängern (besonders Kinder) lehren. Auch jemand anderen helfen zu können finde ich wichtiger als ein "Kurventraining". Gruß Bonny   

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ja du hast völlig Recht. Ein Fahrsicherheitstraining direkt im Anschluss an den Führerschein macht wenig Sinn. Da fehlt wohl in den meisten Fällen auch die Übung.

Bei dem Punkt mit den Kosten hast du natürlich auch Recht. Ich wollte es dabei auch nicht übertreiben und solche Fahrsicherheitstrainings für jeden alle 5 Jahre verpflichtend zu machen. Das nervt. Ich will einem erfahrenen und gutem Motorradfahrer kein sinnloses Training aufschwatzen.

Aber als Zusatz, z.B. zum Wechsel von 48PS auf offen stelle ich mir so ein Training durchaus sinnvoll vor.

Auch etwas Theorie, die über das was man in der Fahrschule lernt hinaus geht wäre nicht schlecht. Immerhin muss man Bedenken, dass es jede Menge Fahrerlehrer gibt die sich privat 0 für Motorräder interessieren und den Führerschein nur aus Berufsgründen gemacht haben. So jemand kann einem Anfänger nicht viel mehr als die StVO beibringen.

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@JakoSupermoto

Ich muss da leider widersprechen. Das FST nur 4 Wochen nach meinem Führerschein war echt Gold wert.

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@JakoSupermoto

Bis auf den Kommentar mit dem Wechsel auf 48 PS stimme ich mit Dir völlig überein. Du verstehst genau was ich meine.

48 PS sind keine Kleinigkeit. In den 70´ern, was meine "Hauptzeit" mit dem Motorrad war, waren 48 PS schon eine ordentliche Leistung. Viele Motorräder über 75 PS gab es noch nicht. Bei 98 PS war dann auch schon Schluss. "Biker", die mit 48 PS fahren haben schon ihre Erfahrung. Die passen sich der "Mehrleistung" ziemlich schnell an.

Ich sehe ein Sicherheitstraining als die "Kür" an, bei dem man die Feinheiten trainiert bekommt. Das bringt mit Sicherheit mehr Verständnis und Sicherheit beim Motorrad fahren. Aber eben erst, wenn die "Grundlagen" schon vorhanden sind. Die vermittelt eine gute Fahrschule. Mit dem Abschluss der Prüfung hat man die Teilnahme am Straßenverkehr erreicht. Da muss man dem Prüfer schon zeigen, dass man das Fahrzeug "einigermaßen" beherrscht. Die Feinheiten lernt man erst später. Da hilft dann auch ein Sicherheitstraining sehr viel. Gruß Bonny

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@Bonny2

Warum nicht beim Wechsel von 48 PS auf offen? Ist das deiner Meinung nach zu spät?

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@JakoSupermoto

Nein. Wie ich oben erwähnt halte ich eine Leistung von 48 PS nicht für wenig. Da hat man schon Erfahrung. Ein Sicherheitstraining ist immer zur rechten Zeit. Man merkt selber ob es was bringt. Bei einem schon nach kurzer Zeit, einige erst nach Jahren. Ob zu früh oder zu spät kann man nie sagen. Das hängt von dem Fahrer ab. Gruß Bonny

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Sinnvolle Idee!

Das wäre sinnvoll ja.

Die ständigen Fahrzeugkontrollen nerven wirklich.

Schau dir mal "Achtung Kontrolle" auf YT an.

Das sind ja echte Kontrollen und die Polizisten sind sowas von ahnungslos manchmal.

In einer Folge wird eine Fantic 125 Supermoto im WERKSzustand rausgezogen weil sie keinen Kettenschutz und einen zu spitzen Winkel im KZH hat...

Na dann klick doch bei der Umfrage mit ;)

Ja kenn ich. Wobei ich finde, dass die Polizei immer genau das Umsetzen sollte was gesetzlich vorgeschriebenen ist. Ich persönlich finde es zumindest blöd wenn manch einer knallhart das Motorrad wegen fehlenden Kettenschutz stillgelegt bekommt und die Blondine mit na mündlichen Verwarnung davon kommt. (Alles bei "Achtung Kontrolle" zu finden).

Mir geht es aber gar nicht darum Motorradkontrollen abzuschaffen - die sind (leider) nunmal nötig. Vielmehr geht es mir darum eine bessere Alternative für den Gedanken "Bei Unfallschwerpunkten muss die Polizei aktiver kontrollieren" zu schaffen. Meiner Meinung ist nämlich nicht der fehlende Kettenschutz oder per se die überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache Nr.1 - sondern mangelndes Fahrkönnen.

Siehst du das ähnlich?

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@JakoSupermoto

Du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich bin völlig Deiner meinung. Gruß Bonny

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Sinnvolle Idee!

In Luxemburg ist das verpflichtend. Ich bin generell für Fahrsicherheitstrainings aller 5 Jahre egal welches KfZ.

Jedoch sind hier in der Region eher ausländische Fahrer das Problem, da sie ihre Maschinen nicht beherrschen. Also sollte das europaweit eingeführt werden.

Ach, dass das in Luxemburg Pflicht ist, war mir gar nicht bekannt. Klingt erstmal nach einer guten Idee.

Meinst du Ausländer fahren allgemein schlechter Motorrad oder willst du sagen die Ausländer kennen die Strecken nicht?

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@JakoSupermoto

Vor allem Holländer fallen hier durch ihr Unvermögen, Kurven zu fahren, negativ auf. Auf der Geraden wird Gas gegeben und in den Kurven geschlichen. Die Kurvenlinie ist unter aller Sau. Mir kommen ständig welche auf meinerSpur entgegen.

Ich denke, dass einfach die Fahrpraxis in Mittelgebirgen fehlt.

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@katastrofuli

Dem stimme ich völlig zu. Hier in der Stadt war ich sehr aggressiv gefahren (hat mir den Kick gegeben). Bisher bin ich dadurch meist gut vorausschauend gefahren der Rest war einfach nur   Glück oder "Verkehrsgegner", die gut reagiert haben. Im Umland haben wir hier richtige motorradfreundliche Strecken. Viele lang gestreckte Kurven und meist einsehbare (Felder). Da kann man schon die Knie abscheuern. Aber eben Nur "Flachland". Auch da war ich sehr schnell mit meiner Chopper unterwegs. Das hatte sich sogar herumgesprochen.

Dann traf ich Motorradfreunde hier von dieser Plattform. Im Harz oder in Zegasttal haben mir dann mal die "Süddeutschen" gezeigt wo der Hammer hängt. In kurzen Kurven oder sogar in Kehren hatte ich keine Chancen dran zu bleiben. Kam da noch Gefälle oder Steigung dazu, waren die schneller weg als ich "Piep" sagen konnte. Da fehlte mir die Erfahrung. Heute auch noch der Mut. Besonders bei nasser Straße bin ich sehr "zurückhaltend" (schlechte Erfahrungen).

Egal ob "Männlein" oder "Weiblein", ob alt oder jung, da lasse ich mich auf keine Wettfahrt mehr ein wenn ich höre, dass die aus einer Gegend kommen die "bergisch" ist. Kann für mich nur schief gehen. Da hilft auch kein Kurventraining, das sitzt im Kopf. Kommen die aber nach Berlin, bin ich mit Sicherheit an der Spitze.  So hat jeder durch seine Erfahrungen und antrainierten Fähigkeiten seine Vor- und Nachteile. Gruß Bonny   

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Kommt drauf an...

Sinnvoll für Saisonfahrer, wenn die nach dem Winter losfahren als währen die Strassen beheizt und sie hätten nix verlernt übern Winter.

Kurventraining sollte jeder mal mitgemacht haben. Genauso wie Erste Hilfe mal auffrischen.

Es sind meisten Motorradfahrer, die bei einen Unfall anhalten. Die Dosenfahrer haben da wohl keine Zeit für.

Du schlägst aber nicht jährliche Fahrsicherheitstrainings vor oder?

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Sinnvolle Idee!

Ein Sicherheitstraining ist für jeden Mopedfahrer empfehlenswert, hauptsächlich dann, wenn man längere Zeit ausgesetzt hatte.

Richtig. Gruß Bony

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