Verkaufsvollmacht für den Verkauf eines Motorrads?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Wenn du jetzt volljährig bist kannst du das Bike auch in eigener Regie verkaufen, was im Kaufvertrag steht ist eigentlich Nebensache und sagt nichts über die Eigentumsverhältnisse aus, wer den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil 2) hat, kann das Fahrzeug verkaufen.

Naja, ich als Käufern hätte schon gerne eine Bestätigung, dass die Person die es mir verkauft auch tatsächlich dazu berechtigt ist...

1
@Guenther177

Was willst du damit anfangen? Wenn du den Brief hast (Bescheinigung Teil 2, auch als späterer Käufer) bist du der Eigentümer, fertig aus.

0
@Guenther177

Der (ursprüngliche) Kaufvertrag betrifft das Innenverhältnis zwischen deinem Vater und dem damaligen Verkäufer, für den Wiederverkauf ist er nicht relevant.

0

Die in der Zulassungsbescheinigung Teil II (ZB II) eingetragene Person ist der Halter des entsprechenden Fahrzeugs. Der Halterbegriff entstammt § 833 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Danach ist Halter, wer das Kraftfahrzeug für eigene Rechnung gebraucht (nämlich die Kosten bestreitet und tatsächlich über das Fahrzeug verfügen kann).

Dies ist vielfach nicht der Eigentümer des Fahrzeugs. Die ZB II ist deshalb auch kein Eigentumsnachweis, sondern erleichtert letztendlich nur die Zulassungsvorgänge, da davon ausgegangen wird, dass derjenige, der die ZB II in Händen hält, verfügungsberechtigt über das Fahrzeug ist.

0
@Marshal

Was aber den späteren Käufer alles nicht interessieren muss. Wenn der Brief nicht gestohlen ist (z.B. vom Sohn aus dem Tresor des Vaters entwendet wurde und der Vater deswegen rechtlich gegen den Sohn vorgeht) gehört dem späteren Käufer das Fahrzeug.  Was da zwischen Vater und Sohn vorgeht kann ihm egal sein.

1

Da du das Zweirad (125er) bezahlt hast, bist du der Eigentümer. Es ist ein Märchen, dass der Halter (in diesem Fall dein Vater) automatisch auch Eigentümer der Sache ist. Somit ist eine Vollmacht nicht notwendig!

Zitat: Mein Vater hat das Motorrad damit gekauft

D.h. der Vater steht im alten Kaufvertrag.(Vermutlich weil Sohnemann noch nicht Volljährig war)

Das Sohnemann das bezahlt hat wird wohl nicht drinstehen.

Insofern ist der Vater der Eigentümer des Motorrads.

1
@Marshal

Zitat des Fragestellers:"...da ich es aber bezahlt habe..."

Wenn du diese rechtliche Aussage nicht verstehst, solltest du einfach deine Finger stillhalten. Ende der Diskussion!

1
@deralte

Ich versteh die, dafür gibt ja nen Jurastudium.^^

0

Dein Vater muss Dir entweder das Fahrzeug überscheiben oder den Kaufvertrag unterschreiben.

Hier mal das Rechtliche:


Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 929 Einigung und Übergabe


Zur Übertragung des Eigentums an einer beweglichen Sache ist erforderlich, dass der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergibt und beide darüber einig sind, dass das Eigentum übergehen soll.
Ist der Erwerber im Besitz der Sache, so genügt die Einigung über den Übergang des Eigentums.

-----------------------------------


Die Zuordnung des Eigentumsrechts entscheidet sich grundsätzlich nicht danach, wer den Kaufpreis bezahlt hat, sondern vielmehr danach zwischen welchen Personen die Eigentumsübertragung stattgefunden hat (§ 929 BGBff.) Bei Bargeschäften des täglichen Lebens, unter denen auch der vorliegende Kaufvertrag fallen würde ist es so, dass es für den vertragschließenden Verkäufer grundsätzlich ohne Bedeutung ist, mit wem er den Kaufvertrag abschließt und an wen er den Gegenstand übereignet (Kaufvertragsabschluss und Eigentumsübertragung sind nämlich zwei voneinander abzugrenzende Rechtsgeschäfte). Soweit Person A in der Rechnung als Käufer steht, ist verkürzt gesagt Person A auch alsEigentümer anzusehen. Die Rechnung könnte dann als Beweis dafür dienen, dass der Verkäufer den Kaufvertrag mit Person A abgeschlossen hat. Wurdeder Kaufvertrag mit Person A abgeschlossen, so konnte der Verkäufer den Kaufvertrag nur dadurch erfüllen, dass er das Eigentumsrecht an dem Gegenstand der Person A übertug. Damit hat Person A das Eigentumsrecht an dem Gegenstand erworben und ist somit Eigentümerin.


Der Umstand, dass Person B den Kaufpreis bezahlt hat (was
anscheinend zw. Person A und Person B unstreitig ist) würde an diesem Ergebnis nichts ändern, denn gem. § 276 I 1 BGB kann die Leistung des Kaufpreises durch jede beliebige Person erfolgen.

Damit hat Person A auch dann Eigentum an der Sache erworben, wenn der Kaufpreis durch Person B bezahlt wurde.

0

Was möchtest Du wissen?