Unfallkosten bei Probefahrt

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Rainer,

ich denke, dass es weder üblich noch notwendig ist, eine zweiseitige Erklärung zu unterschreiben. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, was er sich dort ausgedacht hat. Es gibt für Probefahrten und alle sonstigen Eventualtitäten des täglichen Lebens den guten alten § 823 BGB (Schadenersatzpflicht). Kurz-Zitat: "Wer vorsätzlich oder fahrlässig...das Eigentum...ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet." Und zwar in unbegrenzter (!) Höhe.

Dieser Paragraph ist auch nicht (m.E.) auslegungsfähig und somit wasserdicht, bezogen auf die Haftung. Streit kann "nur" darüber entstehen, was beschädigt wurde und wie hoch der Zeitwert der beschädigten Teile ist, schlimmstenfalls der Zeitwert des gesamten Kaufgegenstandes.

Ich an deiner Stelle hätte auch unter den von dir geschilderten Umständen auf eine Probefahrt verzichtet.

Als ich mir mein jetziges Moped im Februar in Unna gekauft habe, habe ich auch eine "Probefahrt" gemacht: Das Moped war nicht zugelassen, ich hatte weder Ritterrüstung noch Helm dabei und bin dreimal ohne Unfall die Sackgasse hoch und runter gefahren. Das Ergebnis: Geht doch. :-)

Okay, hier ein Beispiel: Probefahrt, der vermeintliche Käufer wird zusammengefahren, Unfallverursacher flüchig und kann nicht ermittelt werden...

Wie schaut es dann aus?

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@Mogges

Nee, Max, neeee. Jetzt kommen wir vom Hundertsten ins Tausende. Es waren von Schäden am Probefahrzeug die Rede (nach meiner Auffassung). Jetzt das volle Haftungs-Register ziehen...das ist zuviel und sprengt den Sinn und Zweck dieses Forums. :-)

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@deralte

Es ging mir eigentlich immer noch um den dabei entstandenen Schaden am Motorrad, den Fahrer mal ausgenommen :)

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Ja Kostja, es ging in der Erklärung auch um die Übernahme der Kosten einer Hochstufung des Schadenfreiheitsrabatt, bei einem Unfall mit einem anderen Verkehrsteilnehmer usw. Klar, die Straße hoch und runter fahren geht auch so,aber ich wollte schon etwas länger Probefahren.

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@Floyd

Hi Rainer, das ist doch völlig normal wenn der Halter zu Recht bei Eintritt seiner Haftplichtversicherung bei Unfall die Kosten einer Hochstufung haben will und das kann über die Jahre in die Tausende gehen. Das würdest du doch genauso verlangen/erwarten! Gruß T.J.

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@Floyd

Hmm, ja, ich habe nicht weit genug gedacht. Aber wenn wir schon beim Thema Hochstufung sind: Es gibt -kein Scherz- Haftpflichversicherer, die die Mehrprämie durch die Hochstufung im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung ersetzen.

Auszug aus den Bedingungen: XVI. Ersatz des Schadenfreiheitsrabatt- Verlustes in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung 1. Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers sowie der mitversicherten Personen wegen Vermögensschädigung (im Sinne von Ziffer 2.1 AHB) eines Dritten, dessen versicherungspflichtiges Kraftfahrzeug (im Sinne von Ziffer XV. Nr 3.) berechtigt gebraucht wurde, wobei ein Schadenereignis zum Verlust oder zur Rückstufung des Schadenfreiheitsrabattes in der Kraftfahrt- Haftpflichtversicherung geführt hat. 2. Ersetzt wird der Mehrbeitrag aus der Rückstufung des Dritten in eine höhere Rabattstufe. Der Mehrbeitrag berechnet sich aus der Differenz zwischen der Summe der drei folgenden Jahresbeiträge nach dem Schadenereignis und der Summe der Beiträge ohne diese Rückstufung für denselben Zeitraum. 3. Ausgeschlossen sind Ansprüche a) die sich aus dem Verlust des Schadenfreiheitsrabattes in der Fahrzeugvoll- oder Teilversicherung ergeben;

b) aus dem Benutzen von Fahrzeugen mitversicherter Personen oder von Fahrzeugen, die gegen Entgelt gemietet sind oder im Rahmen eines Werk-/Arbeitsvertrages benutzt werden; 4. Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug nur mit der erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzt wird, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat. Kein Versicherungsschutz besteht, wenn der Fahrer bzw. Lenker bei Eintritt des Versicherungsfalles infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage war, das Fahrzeug sicher zu führen.

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@Endurist

Ja T.J. das stimmt ! Ich war nur etwas verunsichert,schon bei einer Probefahrt so viel unterschreiben zu müssen. Ist mir bisher noch nie vorgekommen. Gruß Rainer

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@deralte

Hmm...aber den möglichen Schaden am Motorrad würde meine Privathaftpflicht nicht übernehmen ?

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@Floyd

Doch. Nicht versichert sind Schäden, die durch den Gebrauch von Kraftfahrzeugen entstehen, d.h. , Schäden, die du durch den Gebrauch einem Dritten zufügst. Die sind Gegenstand der Kraft-Haftpflichtversicherung.

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@deralte

Punkt 2. ist ja ein Witz, Ausgleich für nur max. 3 Jahre! Gruß T.J.

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@Floyd

Hallo Rainer, vielen Dank für das Sternchen. :-)

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@deralte

Gerne Kostja ! Man kann jetzt erst nach 24 Stunden das Sternchen verteilen.

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