Umgeht ein Direktanschluß an die Batterie den Weg über die Bordelektrik/-elektronik?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

BMW baut (nicht nur bei Motorrädern) vieles ein, was nur mit „speziellen“ BMW- eigenen Mitteln zu bedienen/einzustellen ist. Ich kenne mich in der sehr komplexen Elektronik von BMW nicht so im Detail aus, gehe es aber logisch an. Die Batterie bekommt von der Lichtmaschine die Ladespannung. Die wird über die Elektronik geregelt und an die Batterie weiter gegeben. Der Batterie ist es egal woher die ihre Ladespannung kommt, die ist doof und will nun Spannung futtern. Bis hierhin würde ich eine Batterie auch an einer BMW laden ----- Soweit der erste Teil. -----

Ladegeräte haben meist (bewusst) eine geringe „Restwelligkeit“ Das heißt, die Gleichspannung ist nicht so extrem gesiebt und beinhaltet meist eine kleine Wechsel- bzw. Sägezahnspannung. Ob man beim „Direktladen“ an der Batterie nicht irgendeinen Schaden an der Elektronik anrichtet, weiß ich nicht, denke aber sicher nicht. Ich bin überzeugt, in dem BMW-Ladegerät ist nichts anderes drin als in dem Ladegerät von Louise. Nur ein spezieller BMW-Ladestecker macht daraus ein „hochwertiges BMW-Ladegerät“. Ich würde wie es auch so machen wie Fummelfuzzi es geraten hat. Nur die Kabel von der Batterie abschrauben, die Batterie eingebaut lassen und mit dem Louis-Ladegerät laden. Da kann mit Sicherheit nichts passieren, Falls Du für die Klemmen vom Ladegerät in der BMW keinen Platz hast, schraube an der Batterie zwei Kabel, die Du aus dem Motorrad führst. Daran schließe das Ladegerät an. Solch ein Louis-Ladegerät verwende ich u.a. auch. Das ist nicht schlecht. Gruß Bonny

Es war für mich nicht leicht, überhaupt die “hilfreichste Antwort” zu vergeben, denn bei Technik wie dieser brauche ich Erklärungen, die möglichst laienhaft nachvollziehbar sind. Natürlich wollte ich zur Unterstützung meiner Bequemlichkeit lesen, daß ich mein Nicht-BMW-Ladegerät (Saito Pro Charger) problemlos direkt über die Bordsteckdose anschließen kann. :-))

Folgende Aussagen erhielt ich in den letzten Tagen dazu

vom “800er-GS-Forum”: geht problemlos, selbst wenn man mit normalem Ladegerät an die Bordsteckdose geht

vom BMW-Mechaniker unseres BMW-Händlers: “Dauer-Ladekabel” direkt an Batterie geht, es sollte aber eine Sicherung zwischengeschaltet sein

von BMW-Motorradzentrale München: keinerlei Probleme; den Hinweis auf Probleme müssen wir wegen der amerikanischen Produkthaftung bringen

von TÜV-Prüfer: keine verbindliche Aussage, hat an BMW verwiesen, “weil das heutzutage so unterschiedlich sein kann, daß man deshalb besser den jeweiligen Hersteller fragt”

So, und wem soll man jetzt trauen?? :-)) Meine Vorgehensweise wird nach diesen verschiedenen Äußerungen sein: bei meiner eigenen Maschine werde ich das Ladekabel direkt an der Batterie anklemmen, trotzdem aber die Kabel der Bordelektrik vorher abklemmen, weil das nur 2 Schrauben sind ( und dann bin ich gewiß auf der sicheren Seite!) Bei der BMW meiner Freundin gehe ich nach der Mehrheitsmeinung :-)) und baue (weil ich sonst eine aufwendige Schrauberei habe, um an die BMW-Batterie zu kommen) einen ungefährlichen Ladeanschluß direkt an die Batterie. Wenn die BMW-Elektrik/Elektronik dann trotzdem abraucht, bin ich auf dem “Junggesellenmarkt” wieder zu finden. :-))))))

Gruß habibi

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@habibi

DAS schreibt BMW nur wegen der Produkthaftung in den USA und Kanada? Soll das bedeuten, dass jetzt finale Schwachsinnigkeit auf Europa übertragen wird? Ist es soweit? Dann wird ja bald auf Zimmerpflanzen "Do not eat" auftauchen...

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@deralte

Danke für den Stern. So würde ich es auch machen. Bin überzeugt, es kann nichts passieren. Gruß Bonny

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Hallo Ernst,
ich sträube mich dagegen, zu glauben, dass BMW es wagt, deine Freundin per Betriebsanleitung zu zwingen, BMW-Zubehör zu nutzen. Würdest du BMW direkt anschreiben, was ich an deiner Stelle machen würde, kann ich mir vorstellen, dass in der Antwort ein Gesülze wie "...ist perfekt auf das Motorrad abgestimmt." auftaucht. Logischerweise dürften dann z.B. der Akku, die Zündkerzen usw. auch nur Original-BMW sein. Mein (logischer?) Schluß daraus: Die Technik (einschl. Elektrik) ist dermaßen empfindlich, dass ich von einer normalen Gebrauchsfähigkeit des BMW-Motorrades nicht (mehr) sprechen kann. Was ist, wenn der Akku einmal überbrückt werden muss? Ausschließlich mit original BMW-Überbrückungskabel?

Zitat Betriebsanleitung: "Das Laden der Batterie über die Steckdose ist nur mit geeigneten Ladegeräten möglich. Ungeeignete Ladegeräte können zu Schäden an der Fahrzeugelektronik führen. BMW-Ladegeräte mit den Sachnummern ....bzw. ... verwenden. Im Zweifel abgeklemmte Batterie direkt an den Polen laden." Zitatende. Verständlich, daß BMW nur seine eigenen Produkte empfiehlt, Zwang ist es natürlich nicht. Der notwendig gewordene Einsatz meines Überbrückungskabels brachte erst die bei fummelfuzzi beschriebene umständliche Batterie-Montage ans Tageslicht.

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...werde nach all den mündlichen Aussagen wohl tatsächlich BMW noch anschreiben, um mich noch ein bißchen abzusichern... ....hoffe, daß die mündliche Auskunft aus der BMW-Zentrale nicht gerade von einem kam, der sowieso schon zum Monatsende gefeuert war...:-)))

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  1. Was denkt ihr, hab ich einen riesen Sch***ß gebaut, oder is das mit einbisschen Arbeit wieder hin zu bekommen (Blaues Auge)?
  2. War es gut das die Zündung aus war?
  3. Muss der gesamte Kabelbaum gewechselt werden oder nur die beiden betroffenen Kabel?

Danke!

Gixxer

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