Suche Anbauanleitung für Seitenwagen DUNA

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2 Antworten

anbei die Anleiting. MfG. Raymond.

ANWEISUNG ZUR BEDIENUNG UND WARTUNG

DER SEITENWAGEN „DUNA“ OK 3

PANNONIA, BUDAPEST 62, POSTFACH 354

Anmontieren des Seitenwagen an das Motorrad

Der Seitenwagen wird vorn und hinten mit zwei Kugelgelenken und zwei Streben an das Motorrad angeschlossen. Die kürzeren Kugelgelenke und streben sollen bei der Montage vorn, die längeren hinten verwendet werden. Beim Zusammenbau mit dem Motorrad verfahre man laut der Einstellungsskizze, welche jedem Seitenwagen beigelegt ist.

Beim Einstellen, die Spindel der Kugelgelenke sowie die Sicherungsmuttern der Streben lockern. Sodann einen geraden Stab neben den Rädern des Seitenwagens und des Motorrades legen, dann den Seitenwagen in eine den Abmessungen der Skizze entsprechende Lage bringen und die Spindel der Kugelgelenke sowie die Sicherungsmutter der Streben festziehen. Darauf achten, dass bei dem Festziehen der Seitenwagen sich nicht verrückt.

Bedienung und Wartung des Seitenwagens

R a h m e n, F a h r w e r k

Die Karosserie ist auf dem rahmen gebaut, welcher auch das mit stellbarer Schwingfederung versehene Rad und die Anschlussteile trägt.

Der Rahmen ist aus Rohren zusammengeschweisst und ist, nach Grundierung, emaillackiert. Der Rahmen bedarf keiner besonderen Wartung, es genügt den Anstrich öfters zu überprüfen und wenn nötig, ausbessern, um einer Korrosion vorzubeugen. Die Schmierung des Seitenwagens kann gleichzeitig mit dem Motorrad vorgenommen werden, wobei Gasöl oder Benzin Öl-Gemisch zu verwenden ist. Bei feuchtes Wetter ist dieses Verfahren öfters zu wiederholen.

Das Rad hat einen mit Schwingarm versehene Torsionsfederung. Das Mass der Federung kann, der Belastung des Seitenwagens entsprechend, durch eine Federstellvorrichtung geregelt werden.

Die drei Blattfeder sind in dieser Stellvorrichtung eingefangen und an der Radseite sorgt der Schwingarm für die Federung. Der Schwingarm ist im äusseren Rohr in Bronzebuchsen gelagert. Sowohl die Blattfeder, wie auch der Schwingarm werden vor dem Einbau in der Fabrik reichlich mit Schmiermittel versehen.

A u s b a u

Den Ausbau in nachstehender Reihenfolge vornehmen:

Vordere Befestigungsschraube des Kotschutzbleches ausschrauben, Kotschutzblech nach hinten biegen, wodurch das Rad freigelegt wird. Danach Stiftschraube der Rad-Ziermutter ausschrauben, dann Ziermutter lockern. Nun ist die Radnabenmutter zugänglich und kann ausgeschraubt werden. Hiernach Rad von der Achse herunterziehen. Wodurch der Schwingarm bereit wird. Sicherungsmutterm der Befestigungsschrauben des Schwingarms lockern und die Schrauben ausschrauben. Anschlagzapfen, nach Entfernen der Mutter und der Unterlagscheibe, von dem Schwingarm ausbauen. – Nun kann der Schwingarm ohne Hindernis aus dem Verkleidungsrohr herausgezogen werden.

Nach Durchführung dieser Arbeiten, die Rohrwelle des Schwingarms und der Buchsen gründlich mit Petroleum / Gasöl, Benzin / abwaschen, dann beide reichlich mit Schmierfett versehen und den Schwingarm in das äussere Rohr zurücksetzen. Federfixierschrauben festziehen und dabei darauf achten, dass zuerst die auf der Blattfeder vertikal stehende Schraube angezogen werde. Sicherungsmutter festziehen und Anschlagzapfen in den Schwingarm zurückmontieren.

E i n b a u

Der Einbau des Rades und des Kotschutzbleches wird in der oben beschriebene Weise, jedoch selbstverständlich in verkehrter Reihenfolge vorgenommen.

Mit Hilfe der Federstellvorrichtung kann – der Belastung entsprechend – die Ausgangsstellung der Feder eingestellt werden. Die Einstellung der Feder erfolgt am Federende, mittels einer mit Hebel versehene Exzenterscheibe. Die Vorrichtung soll nach allen 5000 km. geschmiert werden, uzw. sind der im äusseren Federrohr befindliche Teil des Federkopfes, die Reibflächen der Exzenterscheibe und der Federstellplatte, sowie die Bohrung der Exzenterzapfen zu schmieren.

Federstellarm in Mittellage bringen, dann die Befestigungsschrauben beim Staubschutzblech lockern und letzteres herabheben. Danach Sicherungsmuttern der Federfixierschrauben lockern, Schrauben ausschrauben, Federendstück aus dem Rohr entfernen und Exenterscheibe von dem Zapfen herunterziehen. Die zu schmierenden Teile zuerst gründlich mit Petroleum / Gasöl, Benzin/ abwaschen, dann reichlich einfetten und in der oben beschriebenen Weise – jedoch in umgekehrter Reihenfolge – die Federstellvorrichtung zurückbauen. Auch hier soll man die auf die Blattfeder vertikal stehende Schraube zuerst anziehen.

P f l e g e

Das Rad ist nur auf die in den Schwingarm eingepresste Radachse montiert. Die notwendige Wartung ist nach jedem 5000 km vorzunehmen.

Das Rad in der bereits beschriebenen Weise abmontieren, den in der Radnabe befindlichen Sicherungsring, ferner Staubschutzscheibe und Distanzring entfernen und die somit freigelegten Kugellager aus der Nabe herausziehen. Lager und Nabe mit Petroleum / Gasöl, Benzin/ gründlich auswaschen, dann Nabe mit frostbeständigem Kugellagerfett voll stopfen. Kugellager reichlich mit Schmiermittel versehen und dann Radnabe zusammenbauen.

Das Rad bedarf einer öfteren Kontrolle. Die eventuell gebrochenen Speichen sind auszutauschen, die an der Felge wahrgenommenen Deformationen oder Risse müssen sofort repariert werden. Bei einem Gummireifenwechsel ist die Felgenkante – wenn notwendig – mit Drahtbürste zu reinigen und mit Rostschutzlack zu überziehen.

Die verchromte Radfelge, Speichen und Nabe bei feuchtem Wetter dünn mit Motoröl schmieren; Vorsicht walten lassen, damit das Öl nicht auf die Gummireifen fliesst. Bei trockenem Wetter genügt es, das Rad mit einen weichen Lappen abzuwischen.

Der Seitenwagen wird – wie bereits erwähnt – mit Streben und Kugelgelenken an das Motorrad angeschlossen; diese bedürfen keiner besonderen Wartung, nur soll man gegen Korrosion die nötigen Massnahmen treffen. – Beim Einstellen und Anmontieren dieser Teile gehe man laut der Einstellskizze vor. Zur Pflege kann das bei dem Rahmen angewendeten Gemisch oder Gasöl benützt werden.

Karosserie und Kotschutzblech sind aus gepresstem und verschweisstem Aluminiumblech. Das Kotschutzblech und die zurückbiegbare Windschutzplatte sind an die Karosserie montiert. Der Bug des Bootes ist mit einer Verzierung versehen. Ein bequemer Sitz, Bodenbelag im Boot und Gepäckraum, ferner eine die Sitzöffnung völlig bedeckende Schutzplatte gehören zur Ausrüstung des Seitenwagens.

Das Boot ist vorne und hinten steif mit dem Rahmen verbunden. An beiden Seiten des Sitzes ist das Bootinnere gepolstert. Der Gepäckraum befindet sich hinter der Rücklehne des Sitzes.

Bei Wartung Windschutz abmontieren und Sitz, sowie Bodenbelag, herausheben, die Karosserie aussen mit weichem Lappen oder Schwamm mit Wasser abwaschen und nach dem Trocknen mit trockener Lappen abwischen. Die Karosserie ist auf eine Zimmchromatgrundierung mit Hochglanzlackierung versehen. Sollte die Lackierung nach einer gewissen Zeit an Glanz verlieren, so ist die Karosserie mit Polierwasser oder Poliercréme dünn zu bestreichen und dann mit weichem trockenen Lappen oder Wattenbausch glattzuwischen. Die Verzierung des Buges kann ebenfalls mit einem weichen Lappen leicht und schön aufpoliert werden.

Das Innere des Kastens von dem eingedrungenen Staub oder Kot reinigen, Seitenpolsterung mit feuchtem Lappen oder Schwamm abwischen: Sitzfederung mit Benzin-Öl Gemisch oder Gasöl dünn einschmieren; Bodenbeläge ausklopfen, mit feuchter Bürste reinigen und nach Trocknen in den Kasten zurücksetzen.

Der herausgehobene Sitz ist auf gleiche Weise zu behandeln wie die Seitenpolsterung; die Metallteile des Sitzes / Epedafederung / sind mit Benzin-Öl Mischung oder Gasöl dünn einzuschmieren.

Zelluolidscheibe des von er Karosserie abmontierten Windschutzes mit weichem Hirschleder abwischen / eventuell aufgespritzten Kot erst abwaschen / und achten, dass die Scheibe nicht zerkratzt wird. Die verchromten Leisten bei feuchtem Wetter mit der Mischung oder Gasöl schmieren; bei trockenem Wetter mit weichen Lappen abwischen. Vom Leinenteil der Windschutzplatte und von der Deckfläche ist der Staub mittels feuchter Bürste zu entfernen.

Das Kotschutzblech ist vorn und hinten mittels Fixierschrauben an die Karosserie befestigt und die Anschlusskante mit Gummiköder versehen. Nach Lockerung der vorderen Fixierschraube kann das Kotschutzblech nach hinten gebogen werden und das Rad wir zugänglich. Beim Rückbau ist darauf zu achten dass die Gummischnur auf ihre ursprüngliche Stelle zurückgelegt wird. Pflege das Kotschutzbleches wie bei der Karosserie.

Elektrische Anlage

An dem Kotschutzblech ist vorn eine weisse und hinten eine in gemeinsamer Fassung gebaute gelbe bzw. rote Lampe angebracht. Die elektrische Leitung wird an dem Kotschutzblech durch ein PVC-Schutzrohr geführt, das mittels Klemmen an die Karosserie befestigt ist.

Die elektrische Einrichtung bedarf keiner besonderer Wartung. Im falle eines Kurzschlusses oder Kabelrisses muss die ausgebesserte Leitung nach Beheben des Fehlers mit entsprechender Isolierung versehen werden. Bei Austausch der Glühbirne Lampendeckel abmontieren, entsprechende Glühbirne in die Fassung setzen, dann Deckel zurückmontieren und darauf achten, dass die Wasserdichtigkeit sichernde Gummiunterlage auf ihren ursprünglichen Platz zurückkommt und zusammen mit dem Lampenglas entsprechend auf den Lampenkörper anliegt.

Für die Wintereinlagerung des Seitenwagens sind die gleichen Richtlinien massgebend wie beim Solo-Motorrad.

Bei längerer Lagerung ist es angezeigt, den Seitenwagen so aufzubocken, dass das Rad in unbelastete Lage kommt.

Im Falle einer Panne wende man sich an die zuständige bzw. nächste Kundendienst-Werkstätte.

“TEMPO“KSz./Msz.3447.A/5.8.0. 2000 p/

Fv: Szendró Sándorné


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