Steigen die Betätigungskräfte einer Scheibenbremse mit zunehmendem Belagverschleiß?

3 Antworten

Der Bremsbelag wird durch Anschlagflächen in der Zange geführt - nicht durch den Kolben. Bei den enormen Bremskräften würde der sofort blockieren und wäre schnell hin. Der Kolben drückt nur auf die Rückseite des Belages und diesen damit gegen die Scheibe. Wenn sich ein Belag schräg abnützt, dann stimmt etwas mit der Anlage nicht. Z.B. könnte bei einer Mehrkolbenzange ein Kolben schwergängig sein. Bei zunehmendem Verschleiß könnten die Bremskräfte trotzdem steigen, da manche Beläge verglasen.

Ich würde davon ausgehen, das innerhalb der Verschleißtoleranzen des Belages die Führung des Kolbens gleich bleibt, da verkantet sich gar nichts, denn der Kolben wird immer zu größeren Teil in der Führung verbleiben. Dagegen wird mit steigendem Verschleiß die Oberfläche des Belages und der Scheibe größer, so das, rein physikalisch gesehen, bei gleicher Kraftaufwendung die Bremskraft steigt.

Da sich kurioserweise bei meiner Einkolbenbremszange die Bremsbeläge gegen Schluß fast immer schräg abgeschliffen haben, kann das natürlich nicht gut für den Bremskolben sein, da diese sich dann verkantet. Also muß, wenn dies auftritt die Bremskraft durch höhere Bedienkräfte am Handbremshebel kompensiert werden. Aber ein unsicheres Gefühl habe ich bei dieser Bremsanlage noch nie gehabt.

Euch allen einen späten Dank!!!!

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