Sollte man sich ziemlich genau an die Einfahrvorschriften halten?

3 Antworten

Abrieb gab es bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts, als man die Innereien von Motoren noch mit dem Wetzstein geglättet hat. Durch die heute verwendeten Materialien und die Verarbeitungsmethoden gibt es weder einen Abrieb noch eine Einlaufphase. Mit 2 Ausnahmen. Um ihre volle Dichtfähigkeit zu erlangen, müssen Simmerringe ein paar tausend. Umdrehungen erleben = 5-10 Minuten. Die Zweite Ausnahme sind die Kolbenringe. Die benötigen ebenfalls ein paar tausend Arbeitsspiele, bis sie sich an den Zylinder voll angeglichen haben. Dies benötigt er, um die Wärme des Kolbens optimal an den Zylinder abführen zu können. Beides dauert keine 30 Minuten. Ansonsten wird der Motor von der ersten Umdrehung an nur noch schlechter. Darüber hinaus ist "Einfahren" genauso ein technischer Blödsinn wie das Warmlaufen lassen nach dem Start. Nach etwa 1000 km sollte man Öl und Ölfilter wechseln. Nicht etwa wegen "Abrieb" sondern wegen etwaiger Produktionsrückstände und Verunreinigungen und weil die serienmäßigen Öle manchmal bessere Konservierungs - als Schmiereigenschaften haben.

Moin Iceman, wenn ich an die Einfahrvorschriften meiner ersten Kreidler denke, dann sind die bis heute doch gewaltig entwickelt. Ich habe mich bei allen Fahrzeugen bisher an die Vorschriften gehalten. Alle Mopeds und Autos habens mir mit sehr wenig Problemen gedankt. Ich glaube, ich habe es richtig gemacht. MfG aus HH 1200RT

Ich habs genau nach Vorschrift aus dem Handbuch getan und die Maschine läuft. Vermutlich würde sie das auch machen, wenn ich es nicht getan hätte, aber was ist in 5 Jahren? Keine Ahnung. Hier im Forum gibts sicher auch welche, die sagen, wenn ein Motor nicht sofort alles geben kann von Anfang an, dann ist er es nicht wert, sich Motor zu nennen. Ist wohl auch sehr stark eine Frage der Philosophie. Wenn ich mich über die Einfahrvorgaben des Herstellers hinwegsetze, welchen Vorteil bringt es mir?

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