Sind schwimmende Bremszangen in der Wirkung schlechter?

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4 Antworten

Im Prinzip ist es für die Bremswirkung völlig egal welche Bauart die Bremszange hat,die maximale Bremskraft hängt von den Reibwerten der verwendeten Materialien, der aktuellen Temperatur und dem Druck, mit dem die Bremsklötze auf die Scheibe gedrückt werden, ab.

Schwimmsattelzangen benötigen eine Maßnahme, die verhindert, daß der, dem Zylinder gegenüberliegende Bremsbelag bei gelöster Bremse nicht an der Scheibe schleift. Dies geschieht entweder durch Rückholfedern oder durch geometrische Maßnahmen bei der Anlenkung der Zange. Diese Kräfte müssen beim Bremsen überwunden werden und reduzieren die Bremskraft entsprechend. Außerdem drehen sich die Zangen immer um irgendeinen Anlenkpunkt, weshalb die Beläge nicht so sauber und plan auf den Scheiben aufliegen, wie bei Festsattelbremsen. Per saldo ist die Bremswirkuzng von Schwimmsattelbremsen etwas geringer als die der Festsattelbremsen. Verwendet werden sie nur aus 2 Gründen:

1) weil sie billiger sind 2) wenn auf einer Seite der Zange nicht genügend Platz ist für einen Bremszylinder.

Wenn Du nicht "chapp" wärst, hätte ich die lange (ausführliche) Antwort gar nicht gelesen - Hut ab!

VG

Rainer

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das war wieder präzise und genau von dir... eben der profi..:-)

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Die Bremswirkung ist immer gleich, bei identischem Druck am Hebel. Voraussetzung beide Kolben laufen gleich gut, bzw. bei schwimmendem Sattel kann der auch gut schwimmen (Führung). Leichte "Schläge" an der Scheibe wirst du mit einem Schwimmsattel weniger spüren, als mit einem Festkolben.

Bei mehr Bremskolben hast du eine bessere Verteilung der Last auf dem Scheibenumfang.

Dass wirkt sich positiv auf die Stabilität und Laufruhe aus.

Schwimmende Bremssättel gleichen durch ihre Beweglichkeit einseitige Abnutzung aus, dazu sind feste Sättel nicht in der Lage.

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