Sind 50er-125er anfälliger für Defekte?

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Zu meiner Zeit wurde mit der Mofa experimentiert, Puch, Herkules usw. bekam man immer wieder zum laufen. 2T waren noch einfach aufgebaut.

Die heutige Jugend fängt an zu schrauben, obwohl die nicht mal nen Loch beim Fahrrad flicken kann. (hatt Papa immer gemacht, ich spiel lieber Playstation)

Wenn Papa denen was beibringen will, hauen die lieber ab.

Klingt hart,ist aber so.

Na gut nicht alle Kids, aber min. 75% und 90% die hier ne Frage stellen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich würde sagen, dass es hierfür mehrere Faktoren gibt.

Viele Kleinkrafträder verwenden billigere Bauteile

Das soll kein Vorwurf sein gegen die Hersteller von Rollern und Leichtkrafträdern. Wer möchte schon für seinen 50 cm³ Roller 5000 € ausgeben? Die meisten Fahrzeuge in diesem Bereich sind Einstiegsmodelle, oder gar an junge oder andererseits finanziell schwach aufgestellte Fahrer ausgerichtet.

Da werden halt oftmals einige Abstriche gemacht. Roller haben zum Beispiel Variomatikgetriebe, wohingegen teurer Automatik-Motorräder mittlerweile auf DCT setzen (siehe Honda). Auch findet man heutzutage noch einige 2-Takter unter den 50 cm³ und 125 cm³, da diese durch ein deutlich geringeres Leistung/Gewicht-Verhältnis leichter die Emissionsstandards einhalten, oder im Falle von 50 cm³ Fahrzeugen komplett davon ausgeschlossen sind. Ebenfalls sind Vergaser bei diesen Leichtfahrzeugen auch noch völlig normal.

Das sind alles Komponenten, die einiges an Produktionskosten einsparen können, allerdings allesamt Fehleranfälliger sind und mehr Wartung benötigen.

Je teurer ein Fahrzeug ist, desto eher lässt man andere die Wartung übernehmen

Bei einem Roller, den ich für 500 € gebraucht kaufe, nehme ich sämtliche Wartungsarbeiten komplett selbst vor. Ansonsten würde jeder Riemenwechsel einen finanziellen Totalschaden bedeuten. Bei meiner neuen V85 TT werde ich die ersten drei Jahre Reperaturen und Services eher vom Fachmann übernehmen lassen.

Hätte ich den Platz und die Zeit Wartungen selbst durchzuführen, würde ich es tun. Auch bei meinem vorherigen gebrauchten Motorrad hätte ich lediglich kleinere Wartungsarbeiten wie Kettenwechsel, Bremsbelagwechsel und dergleichen selbst durchgeführt. So etwas wie Ventilspiel Einstellen oder Vergaser Reinigen und Einstellen hätte ich den Fachmann machen lassen, da ich einfach nicht den Platz und die Möglichkeit habe das selbst durchzuführen.

Somit werden bei Leichtfahrzeugen oftmals die Halter selbst zum Hobbymechaniker. Die günstigen Wartungskosten und verhältnismäßig leichten Wartungsarbeiten an einem 50 cm³ Roller kann ich selbst noch recht einfach durchführen. Bei einem, Vierzylinder den Tank abnehmen, die vier Vergaser entnehmen, reinigen und einstellen, den Zylinderkopf abnehmen und 16 Ventile einstellen, darauf habe ich auf einer öffentlichen Straße mit nur begrenzt Platz und Zeit nicht wirklich Lust.

Viele Leichtkrafträder sind Einsteigerfahrzeuge

Und das bedeutet auch, dass sie so behandelt werden: Häufiges Vollgas geben, Kupplung schleifen lassen, Vollbremsungen und und und. Somit werden diese Fahrzeuge häufig auch verhältnismäßig stärker beansprucht. Dazu kommt, dass bei 50 cm³ Rollern kein TÜV notwendig ist und somit die Wartung sehr häufig zu kurz kommt. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass beim Roller der Gedanke an Wartung und "wie schone ich mein Fahrzeug" ziemlich spät auf der Liste mit Prioritäten war. Beim ersten großen Motorrad war das dann schon anders, immerhin hat man ja viel mehr Geld investiert und möchte es noch länger fahren :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Servus

Handbuch und Fachbücher werden eher nicht gelesen, es wird gehört. Dazu noch ein feuchter Traum von einer Leistungsexplosion und fertig ist der Mist. Keine "Vergaserreinigung" ohne andere Bedüsung, "Sportauspuff", usw. Der Spieltrieb ist halt noch groß.

Grüßle

Ich glaube, es liegt eher an den mangelhaften Fähigkeiten der Besitzer. Sie lesen keine Handbücher, glauben idiotische Werbeversprechen, basteln ohne Plan dran rum und bekommen die Karre nicht mehr zu Laufen. Geld für ne Werkstatt ist nicht da, also wird fleißig weiter dran rumgepfuscht. Statt in Markenforen zu recherchieren, stellt man auf allgemeinen Plattformen Fragen und hofft, dass einem weitergeholfen wird.

Bei meinenFahrsicherheitstrainings für die Schüler ist es immer erschreckend, zu sehen, welchen Zustand die Fahrzeuge haben, mit denen draußen rumgefahren wird.

Völlig falscher Luftdruck, Armatur so eingestellt, dass man kaum rankommt, Kettendurchhang viel zu lasch......

Glaube, das liegt eher daran, dass ältere Fahrer mit grösseren Motorrädern Probleme meist selbst einschätzen und lösen können.... formulieren wir das mal vorsichtig so...was die Aussage im Umkehrschluss bedeutet, kann sich wohl jeder denken.

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