Sicherheitstraining regelmäßig notwendig ?

...komplette Frage anzeigen

17 Antworten

Ich fahre normalerweise das ganze Jahr über und habe keinen Trainingsmangel, im Frühjahr belächle ich die "Ungeübten" und amüsiere mich über deren herumeiern. Vor drei Jahren bin ich den ganzen Winter über nur ein einziges Mal gefahren weil ich in eine "Mopedhasserin" unsterblich verliebt war, im Frühjahr fand ich dann den letzten Rest von meinem Gehirn wieder und habe diese Qual beendet und siehe da: ich hatte einen richtigen Übungsmangel und bin ebenso herumgeeiert wie die anderen über die ich immer spottete. Deshalb werde ich falls ich jemals wieder eine längere Fahrpause einlegen sollte anschliessend an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen, kann ich nur jedem raten der mehr als ein paar Wochen nicht Moped fuhr.

Hi k100 RT, von Geldschneiderei ist keine Rede. Im Gegenteil. Ich zahle regelmäßig im Frühjahr meine 105 EUR und habe einen ganzen Tag lang einen versierten Coach, der auf alle Fehler und eingeschliffenen Fahrweisen aufmerksam macht. Gerade zum Beginn der Saison, wenn für viele alles noch ein wenig untrainiert ist, kann solch ein Sicherheitstraining von großem Nutzen sein. Mag es nur dadurch sein, dass vieles wieder aufs Neue in Erinnung gerufen wird oder du bei anderen sehen kannst, worauf es auch ankommen kann. Viele verschieden Biker mit unterschiedlichen Bikes machen viele verschiedene Erfahrungen. Sei es beim Bremsen mit oder ohne ABS oder beim Wenden auf kleinem Wendekreis, beim Langsamfahren oder bei Notbremsungen auf nassem Asphalt aus z.B. 40, 70 oder 100 km/h. Bei meinem letzten Training hatten wir ein längere Ausfahrt in die Vogesen. Die Gruppenerfahrung hat mir einiges gebracht. Oben auf einem Aussichtsparkplatz hatten wir eine supertolle Sicht auf die sich von unten heraufschlängelde Straße. Unser Trainer schickte uns einzeln nach unten um uns dann wieder einzeln hoch fahren zu lassen. Währenddessen hatten die restlichen Teilnehmer die Möglichkeit, die Fahrweise jedes einzelnen Bergauffahrers genau zu studieren. Mitunter war es erschreckend, wie auch uneinsehbare Kurven geschnitten wurden. Nicht nur von uns Teilnehmern, sondern auch von entgegenkommenden Autofahrern. Nun denn....., das sollte reichen. Solche Sicherheitstrainungs kann man nicht genug empfehlen. Wir hatten hier schon mehrmals drüber geschrieben. Gruß Ebbi

Ich mache jedes Jahr ein oder auch zwei Trainings - aber hauptsächlich wegen Kurven. Weil ich nach langer Pause immer wieder den Mut verliere die Kurven schön in Schräglage zu fahren. Nach dem Training mache ich das automatisch ohne Nachzudenken bzw. Angst zu haben zu weit zu gehen. Für die guten Fahrer, die mutigen Männer, glaube ich, muss das nicht unbedingt sein. Aber schaden kanns niemand und man hat Spaß dabei und lernt wieder neue Motorradmenschen kennen. Ich kann empfehlen den Jajaumaclub von Suzuki, die bieten auf dem Hockenheimring Training an, incl. ein paar Runden auf dem Ring fahren.

Ich bin zwar kein alter Hase aber auch kein Anfänger. Alle 2 Jahre mache ich ein Sicherheitstraining und wundere mich wie sich das ein oder andere Verhalten in der Zwischenzeit verflüchtigt hat. Man selbst ist halt nicht der objektive Instruktor, auf sich selbst hört man am wenigsten und sieht auch seine eigenen Fehler nicht. Gruß hojo.

Viele Bekannte machen jedes Jahrzum Start ein Sicherheitstraining. z.B. die Oberalteicher Klosterbiker, die unterm Jahr sehr viel unternehmen.

Allein rafft man sich nicht wirklich auf, alle sicherheitsrelevanten Aktionen auf dem M. wieder gezielt einzuüben. Es hilft jedesmal, sich mit dem M. (wieder) vertraut zu machen. Und Spaß unter Gleichgesinnten ist's auch.

Die Frage beantwortet sich eigentlich von selber von jedem der Sport macht. Training heißt ja Bewegungsabläufe dauernd zu wiederholen um Automatismen zu entwickeln, aber auch Fehler in den Bewegungsabläufen zu erkennen um sie ausmerzen zu können. Und die hat jeder irgendwie doch drin. Beim Sport sind Fehler eben Verlust des Spiels. Das ist kein Beinbruch, dann gewinnt man eben das nächste Spiel. Bei uns kann es deutlich mehr als ein Beinbruch sein. Beruflich bildet sich jeder sein Leben lang weiter, völlig normal. Ein kleiner Fehler im Job ist dann halt ein kleiner Knick in der Karriereleiter. Ein kleiner Fehler auf der Maschine kann aber jede berufliche Anstrengung über Jahre hinweg schlagartig vernichten. Und wenn man den Sport als Vergleich nimmt, nach Monaten ohne Training ist viel weg. So ist das leider mit unserem Hirn, es funktioniert leider nicht anders, bei den Automatismen ist das genauso.

Es ist wie bei allem anderen auch. Nur durch ständige Übung bleibt man in Form. Und da man im Winter normalerweise weniger fährt, als im Sommer, geht Vieles verloren bzw. muss erst mal wieder eingeübt werden, bis es wieder richtig sitzt. Von Geldschneiderei würde ich da nicht sprechen, sondern eher von einem gut angelegten Beitrag zur persönlichen Gesundheitsvorsorge.

Sicherheitstraining ja oder nein muß jeder für sich entscheiden,meine Frau macht im jedem Frühjahr ein Sicherheitstraining,ich nicht,bin bisher schon mehr als dreimal mit dem Moped um die Erde gefahren,auch ohne Training. Wie schon gesagt,muß jeder selber wissen.

Abgesehen davon, dass ich auch in den Wintermonaten sicher 6-7000 km zusammenbekomme, im Frühjahr also keine Eingewöhnungsphase habe, waren meine Erfahrungen mit einem solchen Training beim ADAC Lüneburg so schlecht, dass ich das garantiert nicht noch einmal wiederholen oder meiner Frau empfehlen werde, die ihren AU gerade erst vor 14 Tagen gemacht hat.

Gelohnt hat sich dagegen ein Crosstraining (mit Leihmaschine), weil ich seitdem sehr viel "hemmungsloser" und letztlich sicherer auch auf miesen Pisten unterwegs bin.

sorry, wenn du solche Erfahrungen machen mußtest... aber da kommt es auch immer wieder darauf an, bei wem du das machst, und wie das abläuft... das sollte man nicht verallgemeinern. Denn wenn wir alle perfekt wären, und das nicht bräuchten, dann wären wir wie Hochleistungssportler und die trainieren täglich, mit Trainer. Gruß Helmut

0
@helmutwinbeck

@helmutwinbeck:

Hatte ich hier irgendetwas verallgemeinert?

Ich hatte doch nur summarisch von meinen Erfahrungen während des Trainings berichtet und über die Konsequenzen, die ich persönlich daraus ziehe.

Im Detail liesse sich da noch einiges ergänzen und dass der ADAC auf eine detaillierte, schriftliche Beschwerde überhaupt nicht reagierte, hat bei mir zusätzlich den Eindruck erweckt, dass die Zufriedenheit der Kunden dort keine Rolle spielt.

0

Auch auf die Gefahr das ich mich wieder unbeliebt mache, finde ich persönlich nicht das man wegen 3-4 Monaten Winterpause unbedingt im Frühjahr jedesmal ein Fahrtraining besuchen muß! :-/

Sicher sollte man es die ersten 50-100km im Frühjahr vorsichtig angehen lassen und warten bis die alte Sicherheit und das "Gefühl" zurückkommt, aber das dauert bei mir jedenfalls nicht sehr lange...

Hatte sogar mal eine mehrjährige Pause eingelegt, und hab' dannach auch ohne Sicherheitstraining und ohne Ausrutscher sogar auf einer ganz anderen Maschine recht schnell wieder reingefunden...

...aber gut - wenn einer für sich das Gefühl hat "er braucht das" wäre es dumm es nicht zu machen!

hallo michim, darum geht es gar nicht mal unbedingt... bisr du dir 100% sicher, daß du in deinen Automatismen beim Fahren nicht doch irgendwelche "Unarten" hast, die dir selber gar nicht auffallen, aber irgendwann mal vielleicht doch ein Handycap sein könnten? Selbst fällt einem nämlich am wenigtsten etwas auf

0

Wenn jemand die Trainings braucht, dann muß er das unbedingt machen. Also bisher brauchte ich die Trainings nicht. Bin ich ein Naturtalent? - NEIN - Im Winter wird in einer Halle Stunts, oder im Eis Ski-jöring trainiert. Im Frühjahr sitze ich auf ein Bike (egal welches) und fahre von der ersten Stunde gleich wie im Herbst. Also für mich uninteressant - und da werden mir Chapp, HaWek, triplewolf, my666, Bonny, Alpen, Kobaia, michlm ....... sicherlich Recht geben. (ich glaube die brauchen das auch nicht unbedingt). Gruß hj-austria

Ich habe bisher nie eines mitgemacht, auch wenn es mir sicherlich zugute käme. Grundsätzlich halte ich aber die Empfehlung eines jährlichen Sicherheitstraining für nachvollziehbar und gut.

Ich mache es zwar auch nicht regelmäßig, aber gut wäre das auf jeden Fall.

Ich besuche mindestens einmal im Jahr ein Sicherheitstraining auch wenn ich das ganze Jahr hindurch fahre und an sich genug Training habe. Es macht mir auch jedes Mal richtig Spass!

Ob mit dem Auto oder mit dem Moped, ich mache jedes Jahr ein Fahrsicherheitstraining, ein Jahr Auto, das nächste Jahr Moped. Und jedes Jahr erlebe ich wieder, wie wir Profis dazu lernen. Das ist bestmmt keine Geldschneiderei sondern sinnvolles Üben unter Anleitung.

Wenn man die Routine mal hatte, kann man auch selber üben. Die Geselligkeit, wie Spider erwähnte, bleibt da natürlich aus. Aber vielleicht hat man ja noch andere Freunde, die solche Übungsfahrten mit einem zusammen unendgeldlich durchführen... Auch auf neuen Mopeds, die ja auch einer Gewöhnung bedürfen, fahre ich grundsätzlich immer die ersten 1000 km auch ohne Sozia, um keinen Anderen zu gefährden. Für Anfänger würde ich solche Trainings immer empfehlen.

VG

Rainer

Vielen Dank an alle. "Beste Antwort" möchte ich nicht vergeben, da einige dabei waren. Euch allen eine schöne Adventszeit. Gruß K100RT.

Was möchtest Du wissen?