Schräglage und wegrutschen

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7 Antworten

Bist Du ganz sicher, dass das mit den Angststreifen nicht genau umgekehrt ist ?

Im Normalfall ist der breitere Hinterreifen wesentlich früher an der Kante als der schmälere Vorderreifen, den Angststreifen vorne bekommt man fast nur auf der Rennstrecke weg.

Im öffentlichen Verkehr sind so derart grosse Schräglagen um vorne auf die Kante zu kommen kaum möglich und wären obendrein noch unverantwortlich.

Ich habe hinten überhaupt keinen Angststreifen und vorne trotzdem noch gut 5-6 mm, das ist allerdings nur durch eine Fahrweise jenseits der Strassenverkehrsordnung möglich.

Grundsätzlich gilt, je schmäler die Reifen sind desto geringere Schräglagen sind bei gleicher Geschwindigkeit in den Kurven nötig.

Wenn ein Reifen bis an die Kante gefahren wird ist der Haftungsverlust mit Sicherheit die nächste Stufe.

Beim beschleunigen in Schräglage darf die Leistung nur dosiert erhöht werden damit der hintere Reifen nicht seine Haftkraft verliert.

Hier ein interessanter Link der Deine Fragen sehr gut beantwortet:

http://www.motorradonline.de/de/motorraeder/perfekt-fahren-mit-motorrad-teil-3/95464

Nach meiner Erfahrung sind die meisten aktuellen Reifen weiter von ihrem Grenzbereich entfernt, als die Straßenverhältnisse und die Risikobereitschaft des Fahrers gehen. Abseits der Rennstrecke kannst du Reifen bei richtiger Fahrweise kaum überlasten.

Eine gefährliche Aussage - verleitet sehr zu der Schlussfolgerung "Och, dann kann ich ja mit dem Knie schleifen, kann schon nichts passieren!".

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Abhängig vom Straßenbelag kannst Du den Reifen auch über die End-Kante des Angststreifens am Hinterrad abfahren. Beim Vorderrad wird dann immer noch ein Streifen zu sehen sein. Pauschal kann man Deine Frage also nicht beantworten. Auf jeden Fall hast Du bei 1,5cm noch massig Reserve - auch bei einem Enduroreifen!

Wenn Du DIr Sorgen machst, mach mal ein Kurventraining beim ADAC u.a. mit...

Vorderrad ist auf Kante, hinten sind noch 1.5cm

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@motoquero

Dann lass es so gut sein. Hinter der Kante kommt die Flanke und die bietet bekanntlich wenig Gripp :-)

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Was soll die ganze Theorie,probieren geht über studieren,das Ergebnis kannst Du uns dann mal mitteilen.

Dem ganzen Frage und Antwortspiel geht etwas grundsätzliches voraus.... wenn darüber diskutiert wird, wann und warum welcher Reifen zuerst rutscht, bzw. welcher Reifen wie weit angefahren wird (bis zur Kante) dann muß man sich im Vorfeld erst mal über grundsätzliche Dinge dabei im Klaren sein, und diese schon mit Automatismen beherrschen, sonst ist das Wegrutschen vorprogrammiert. Blickführung, Kopfhaltung, Lenktechnik, Kurvenfahrtechnik, wie bremse ich an, wann Gas, usw. wenn das 100% stimmt, dann kann man mal versuchen an die Kante zu kommen, ohne auf die Schnauze zu fliegen. Dafür wieder Voraussetzung, man hat schon mal rutschende Reifen erlebt... auch kein Problem, wenn man auch da wieder weiß was zu tun ist... alles andere ist und bleibt THEORIE !!!

Dein Fahrstil würde mich genauer interessieren.

Wenn du den Vorderreifen fast auf die Kante fährst und der Hinterreifen noch so viel Reserve hat dann ist irgendetwas nicht in Ordnung.

Sollte es sich aber entgegen deiner Beschreibung umgekehrt verhalten, hast du noch etwas Luft.

Beschleunigen in der Kurve bewirkt in der Tat, dass das Vorderrad anfängt zu schieben und erhöht die Gefahr dass es wegrutscht.

Und wenn ich Gas wegnehme?

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@motoquero

Hat im Prinzip den selben Effekt.

In beiden Fällen bringst du mehr Last aufs Vorderrad und erhöhst somit den Drang nach außen.

Beim Beschleunigen schiebt das Hinterrad, beim Gas wegnehmen schiebt die Masse.

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