Schmerzensgeld nach Motorradunfall?

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8 Antworten

Also mit rechtlichen Rat kann ich nicht dienen, nur mit Erfahrungen. Meine Freundin hatte 2006 einen Unfall bei dem unter anderem der Knöchel zersplittert war... Sie konnte ca. 2 Monate nur an Krücken laufen, demzufolge arbeitsunfähig. Bis heute, der Unfall ist nun fast 3 Jahre her, humpelt sie und kann nicht lange laufen und ähnliches. Schmerzensgeld hat es aufgrund mit den ganzen Hin und Her mit der Versicherung letztes Jahr gegeben, 12.000 Euro. Also das hängt wirklich vom Einzelfall, von der Versicherung und und und ab. Man kann das nicht so direkt sagen. Aber viel Glück für deinen Kumpel, dass soviel wie möglich rauskommt.

Dankeschön!

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Aus meiner Erfahrung kann ich sagen dass das Schmerzensgeld auch von der Häufigkeit der Arztbesuche und der Länge des Krankenstandes abhängig ist, je öfter beim Arzt desto mehr Kohle. Ich hatte einen Frontalcrash mit schweren Prellungen am Handgelenk, Halswirbelsäule und Knie, war 7 Wochen Arbeitsunfähig und jede Woche 2x beim Arzt. Das Angebot der Versicherung war 3500 € Schmerzensgeld, ich habe mit dem Hinweis auf einen möglichen bleibenden Schaden im Handgelenk 4500 € gefordert und sofort erhalten, innerhalb von 3 Tagen nach meiner Forderung. Aus meiner Sicht ist die Schmerzensgeldforderung des Anwaltes viel zu gering angesetzt, ich habe keinen Anwalt benötigt und meine Forderung selbst durchgesetzt.

Danke für deine Antwort!

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Hier findet man ein paar Urteile zum Schmerzensgeld nach einem Motorradunfall. http://www.datentransfer24.de/Schmerzensgeld-Motorrad.html. Sind aber wohl auch alles Einzelfallentscheidungen. Außerdem was nützt es, wenn man Schmerzensgeld zugesprochen bekommt, aber der andere es nicht zahlen kann. Ich würde mich vorher irgendwie erkundigen, ob der jenige überhaupt Geld hat und wenn nicht, versuchen einen Vergleich zu schließen, Zahl mit ein bisschen und ich lasse von einer Klage ab oder so ähnlich.

"Der andere" ist in diesem Fall ein Kraft-Haftpflichtversicherer. Er haftet, je nach Police, zwischen 8-12 Millionen Euro pro geschädigter Person. Das sollte reichen.

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Ich würde sagen 6-8 Tausend im Höchstfall, mehr ist nicht drin. Hatte selbst vor 2 Jahren einen schweren Motorradunfall, leide jetzt noch darunter. Bekam die Vorfahrt genommen war sofort bewußtlos, 3 Wochen Koma, 4 Monate Kh.,10 Rippen gebrochen, SHT.,Lungenquetschung,Lungenentzündung,Schienbeinbruch,offenes Knie,Blutung im Zentralhirn,Mittelgesichtsknochenbruch,Nerv am linken Ellenbogen durch,Milz entzündet,Herzmuskel entündet,Wasser in der Herzkammer. Bekam bis jetzt von der Versicherung 25 Tausend Vorschuss,das ist freiwillig von der Versicherung. Bis jetzt nur Vorschuss und ich war nicht schuld am Unfall, war ein Wegeunfall, von der Arbeit zurück. Es wird viel zurück bleiben, am rechten Auge ist ein Sehmuskel gelähmt. Kommt darauf an was und wieviel zurück bleibt das entscheidet der Arzt, davon ist der Rest Schmezensgeld und die sofortrente abhängig. Hoffe ich konnte Dir helfen.

Ja, konntest du, aber ich hoffe du erholst dich wieder :-/ !! Greetz

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Ich muss auch sagen,dass der Link sehr gut ist, aber es handelt sich hier ja nur um Urteile im Einzelfall, die entweder von dem Anwalt selbst oder vor unterschiedlichen Kammern erstritten wurden; es sind keine Zahlen im Sinne eines Präzedenzfalles, auf die man sich berufen kann, im Sinne: "da gibt es aber ein Gericht, das hat mal so und so viel zugesprochen". Wir haben hier nicht (manchmal leider:-) angelsächsisches Recht, wo du für vergossenen heissen Kaffee auf den Oberschenkel 12,5 Mill Dollar bekommst (musste McDonalds mal zahlen) Die, nennen wir es mal Grundgebühr, ist relativ bescheiden, spannend wird es erst bei der Frage nach den bleibenden Schäden, und da steht in erster Linie das ärztliche Gutachten im Vordergrund, an dem sich immer(!) die Gerichte orientieren, ausschliesslich das wird zur Urteilsfindung, u.a. was höheres Schmerzensgeld betrifft, herangezogen; ich würde mir im Zweifel einen anderen ärztlichen Gutachter suchen, nicht unbedingt einen anderen Anwalt.

Das man im Einzelfall immer klagen muss und es kein Universalurteil gibt, sollte dem TE klar sein. Dafür sind Unfälle einfach zu verschieden...

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Hi! Du hast schon recht, aber für einen groben Anhaltspunkt finde ich die Tabelle schon sehr gut. Anwälte können ja dann auch die Beschlüsse hervorkramen und vergleichen.. Vielleicht tut das der "Staranwalt" meines Kumpels auch jetzt mal :) Greetz

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Da gibt es von den Versicherungen feste Tabellen, in denen man den "Wert" von Verletzungen ablesen kann. Aber 2000-4000 kommt mir da schon sehr wenig vor.

Erst mal Hallo an alle,

ich hatte selber einen Verkehrsunfall mit dem Motorrad, beide knie Knorpelschaden 3grad plus 3 Operationen bis dato und weitere Operationen kommendes Jahr. Ich habe ein Urteil gefunden vom OLG Amberg über 40000euro für ein Knorpelschaden jedoch nützt es einem nichts da es ein grober Behandlungsfehler ist, man kann es versuchen aber Jedes Gericht wird da Abwegen das zu nehmen. Da der Mensch in deutschem System eigentlich weniger wert ist als ein Hund und das Rechtssystem tottal veraltet und destabil ist, da sich jeder richter die arbeit viel zu leicht mant und jeder Anwalt zu faul ist kann man sagen das wir hier in einem Lecherlichen Staat leben. Bs. Es wurde ein falsche Zeitungsartikel über einen Promi gemacht nach klage und Urteil bekam Promi über 500000euro. Laut Schmerzensgeld Katalog stehen mir in meinem Fall 8000euro zu, Urteil von 1979. Wenn ich ein Konzern wäre und mir würde jemand ans bein fahren könnte man Millionen fordern, wie es die großen Autokonzerne auch machen.

Ich wünsche euch ein gutes neues und viel Glück

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