Rund ums Schwarze Meer

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9 Antworten

Ein Kumpel von mir fährt öfters mal (mit dem Auto) Richtung Krim und hat auch schon mehrere Touren nach Russland gemacht (Nishninowgorod, Samara ) ..... er sagt: in der Ukraine sind die Strassen oft in sehr schlechtem Zustand, Schlaglöcher, die man bei uns wahrscheinlich als kleinere Gruben bezeichnen würde. In Russland wird es strassenmässig deutlich besser... allgemein: immer schön an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, Ortschilder sind oft nicht als solche zu erkennen, hier liegt eine gewisse Gefahr, in eine (nicht deutliche erkennbare) Ortschaft hineinzufahren und gleich vom lokalen Schutzmann abkassiert zu werden.

Die Leute sind unheimlich in Ordnung, kein Deutschenhass, gar nichts, es läuft halt nicht alles so super geordnet, aber auf eine angenehme Art entspannt. Es ist eben so wie überall in der Welt, unneurotische Leute werden auch unneurotisch behandelt.

Endurist 30.09.2011, 09:05

Schöner letzter Satz von dir Uli! :-) Gruß T.J.

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fritzdacat 30.09.2011, 13:42
@Endurist

nehme jetzt mal an (so unneurotisch wie ich bin) dass das nicht ironisch gemeint war ;-)

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Männer-bitte laßt Euch nicht kirre machen! ich bin seit 93 in der GUS mit Auto und Motorrad unterwegs-auch gern allein und es gab auch einige Versuche mich abzuzocken-aber nur weil ein uniformierter Wegelagerer von mir 100 Bucks möchte muß ich diese doch nicht bezahlen . . . . .

Nach etlichen Reisen in die GUS-ins wilde Osteuropa-mit meiner GS weiß ich:Bezahlen muß man nur dann wenn man wirklich was verzapft hat-zu schnell oder überholt bei Überholverbot und auch dann immer deutlich günstiger als bei der hiesigen Rennleitung!

Aber oft wurde ich auch nur aus Interesse angehalten:Wie schnell,wieviel Hubraum,was kostet das Modell gebraucht in Deutschland,woher6wohin unterwegs etc. pipapo.

Gruß vom Kuhtreiber

Martini

Moin Martin,

tolle Idee, da hab´ ich Interesse mit dir zu fahren. Die passenden Maschinen dazu haben wir ja und ich bin ein ausgesprochener Fan vom "wilden Osten". Dieses Jahr bin ich schon bis zur Hohen Tatra gefahren. :-)

Probleme gibt´s glaube ich mit Georgien, das wird man wohl mit einer Fähre umschiffen müssen, anbei ein schöner Reisebericht s.

www.motorradonline.de/de/reise/reportagen/osteuropa/87347

Schicke mir mal per PN deine Telefonnummer, dann können wir das besser bereden.

LzG

T.J.

Endurist 30.09.2011, 08:45

PS: zum reden kommen wir aber erst nächste Woche. Bin gleich weg zum 11. Adventure–Enduro-Treffen im Siegerland s. http://kuerzer.de/E7e4GteJg :-)

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demosthenes 30.09.2011, 09:58

Hallo Christoph,

gern würde ich mit Dir fahren, bin mir allerdings keineswegs sicher, dass wir unter "befahrbaren Wegen" dasselbe verstünden, da Du im Gelände mit Sicherheit erheblich mehr Erfahrung hast als ich und ich auch keine Stollenreifen auf meiner Maschine habe.

Meine Telephonnummer ist in Deinem Briefkasten.

Bis dann!

Martin

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silberflott 30.09.2011, 18:43

@ Endurist: War die Hohe Tatra frei? Vor etlichen Jahren beim Durchqueren und Umrunden der Slowakei habe ich drei Anläufe genommen - ab 1000 m immer nur Nebel. Schade. Steht aber immer noch auf der Wiederholungsliste.

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demosthenes 16.01.2012, 10:46
@silberflott

@silberflott:

In der Hohen Tatra war ich 2009 und 2011 unterwegs und von Nebel war da nichts zu sehen, sondern beide Male strahlender Sonnenschein.

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Meine Erfahrungen sind aus den späten 80zigern, Anfang 90er. Allerdings sagen fast alle, dass es sich seit der Zeit eher verschlimmert als verbessert hat.

Straßen - es gibt eine russische Redensart: "In Russland gibt es keine Straßen, nur Wegerichtungen!". Je nach Gegend und Jahreszeit trifft das durchaus zu. Das, was hierzulande als "katastrophal" gilt, ist dort eher die Norm.

Uniformierte Wegelagerer - ja, ja, nochmal ja. Wenn ein Polizist Dich anhält, will er i.d.R. nicht die Sicherheit des Straßenverkehrs verbessern, sondern seinen eigenen Geldbeutel. Bußgelder werden ohne Quittung bar kassiert, wo die Beweispflicht liegt weiß ich gerade nicht, aber viel Spaß da drüben was zu beweisen, ohne Kenntnis der Gepflogenheiten und der Sprache!

Unterkünfte... Teure Hotels gab's auch damals schon, billige auch. Alles je nach Geldbeutel.

Grenzformalitäten - je nach dem. Your mileage may vary :D Zu beachten ist, dass auch Grenzschützer eine Uniform tragen und somit per definitionem Wegelagerer sind. Es ist häufig nicht verkehrt gewesen, eine Flasche Cognac im Handgepäck zu haben, die dann eben konfisziert wurde.

Ich würde grundsätzlich davon abraten, sich dort ohne jemanden Einheimischen dabei, zu bewegen. Das Harmloseste, was einem dabei passiert, ist dass man den sogenannten "Ausländerpreis" zahlt, der sich mal eben um den Faktor 4 von dem normalen Preis unterscheiden kann. Und sobald Du den Helm absetzt, kann man Dich als Ausländer erkennen - ich kann es nicht genau beschreiben, aber man kann es "riechen". Ich muß meine ehemaligen Landsleute nur sehen und erkenne, dass sie aus Rußland sind, dementsprechend würdest Du dort wie ein bunter Hund auffallen.

Hinzu kommt noch der für Russland charakteristische Ausländerneid, der i.d.R. als Feindlichkeit zum Vorschein kommt. Das Fallen des Eisernen Vorhangs hat für viele Leute nicht das bewirkt, was man hierzulande glaubt. Lediglich die Grenze zum "Feindlichen Lager" hat sich von der innerdeutschen Mauer nach Osten, zur - je nach dem - russisch-ukrainischen oder ukrainisch-polnischen Grenze verschoben.

Summa summarum: ich kann davon nur abraten. Fahr besser nach Kolumbien, ist sicherer.

badboybike 30.09.2011, 09:03

Die Waffe aber nicht vergessen... :-))

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Endurist 30.09.2011, 09:10
@badboybike

Seine "Erfahrungen" sind schon 20 Jahre alt zu Zeiten vom "Eisernen Vorhang". Da hat sich doch schon vieles geändert. Von Waffen (ausser Geschosse weiblich ;-)) rate ich immer ab. Gruß T.J.

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badboybike 01.10.2011, 00:25
@Endurist

Das glaubst auch nur du T.J. Vor einigen Jahren bin ich in Rumänien auf einem Parkplatz erst von Kindern belästigt worden ("geben Kaugummi, Geld"!), und als ich die kleinen Hosenscheißer auf die typisch rumänische Weise erst beschimpft, und dann weggeschickt habe, bin ich von der "erwachsenen" Verwandschaft angegriffen worden. Die Erwachsenen haben versteckt hinter dem Gebüsch auf ihren Einsatz gewartet. Mein damals mitgeführter Baseballschläger hat mir gute Dienste erwiesen. Zum Glück war meine Frau so vernünftig, und hat mich nicht komplett ausrasten lassen. Ich kenne das Pack nur allzugut!! Entweder du stehst deinen Mann, oder sie ziehen dich aus bis auf die Socken, und lassen dich ohne nichts da stehen. Die Geschichte ereignete sich 2008.

In anderen Ostblockländern wirds ähnlich sein.

Mittlerweile hat sich die Gesetzeslage geändert, und Wegelagerei wird hart bestraft.

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disabler 01.10.2011, 00:50
@Endurist

T.J., ich bin in Rusland aufgewachsen. Die Gänsefüsschen um die "Erfahrungen" kannst Du Dir sparen. Als der Eiserne Vorhang "gefallen" ist, haben viele, sehr sehr viele, Leute das nicht als "juhuu, wir verbrüdern uns mit dem Westen!" aufgenommen, sondern "oh nein, jetzt sind die ehemaligen Freunde zum Feindeslager übergewechselt!". Sicherlich hat dazu beigetragen, dass man plötzlich weder im Baltikum noch in Polen/Ukraine etc. mehr Russisch sprechen konnte, ohne Anfeindungen zu erleben (vom harmlosen Nichtverstehen in Geschäften bis zu von Strafverfolgungsbehörden tolerierten Gewalttaten gegen die "ehemaligen Besatzer"). Ich war selber zugegebenerweise seit 20 Jahren nicht drüben, aber die Verwandten und Bekannten erzählen einstimmig, dass man selbst als gebürtiger "Russe" dort als Ausländer erkannt wird (wer in meiner Verwandschaft Russisch spricht, tut das übrigens ohne jeglichen Akzent).

Ich kann nicht mehr tun als Euch warnen: tut das nicht ohne jemanden, der die Sprache spricht und die örtlichen Gepflogenheiten kennt.

Es gibt übrigens im Russischen so eine Redensart - "Abenteuer für den eigenen Hintern suchen". Bedeutet im Prinzip "Unglück herausfordern". Nachvollziehbar, warum es mir gerade jetzt eifällt?

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badboybike 01.10.2011, 01:21
@disabler

Das kommt mir bekannt vor. Komischwerweise verändern sich der eigene Akzent, und die eigene Aussprache, ohne dass man es selbst merkt. Man wudert sich nur, dass man überall über den Tisch gezogen wird..., obwohl man die Mentalität kennt....

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badboybike 01.10.2011, 01:22
@silberflott

Und die passende Munition liegt zufällig auch daneben. Im Graben... :-))

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Von eigener Erfahrung in den Staaten der ehemaligen UDSSR nicht, aber besonders Moldavien soll sehr schlimm sein - falls dein Weg dich dorthin führt. Moldavien ist das neue Zigeunerland. Arm und korrupt....

Was ich aber ganz sicher weiß ist, dass du in Rumänien mittlerweile sehr sicher bist - das ist wohl, neben Bulgarien, das sicherste Land rund ums schwarze Meer. Wg Armenien, Georgien, Russland und Ukraine frage ich Mal meine motorradfahrenden "Russen" in der Firma. Am Dienstag kann ich dir dann mehr dazu sagen Martin.

demosthenes 30.09.2011, 09:55

Hallo Gerhard,

in Bulgarien und Rumänien war ich gerade vor wenigen Wochen und dort hatte ich keinerlei Probleme, ausser einmal mit der Rennleitung, als ich aber tatsächlich zu schnell unterwegs gewesen war.

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Die DVD zu http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Way_Round vermittelt die Stimmung in dieser Region ganz gut, ist überhaupt ganz vergnüglich, vielleicht eine Inspiration für dich.

demosthenes 30.09.2011, 15:55

Klingt spannend, aber die fette BMW wäre mir eindeutig zu schwer auf miesen Pisten, was die Jungs ja wohl auch gemerkt haben.

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Hey demosthenes,

Erfahrungen habe ich keine. Aber frage mal im netbiker Forum nach. Da haben schon viele ihre Touren eingestellt. Ich würde da mal nachfragen. Vielleicht kannst du auch noch gute Tipps bekommen.

Ich habe da noch eine "irre (gute) Story" aus der MO im Hinterkopf... ich glaube das war letztes Jahr... www.mo-web.de mal anmailen und das Heft ggf. nachbestellen...

Viel Spaß und komm "heile" wieder!

Mit Deiner riesigen Erfahrung (Indien) wird das bestimmt was. Könnte mich dem anschließen - vor diesen Ländern habe ich keine Angst. - Wie lange voraussichtlich?

demosthenes 30.09.2011, 10:03

Ich bin nicht ängstlich, habe aber gerade zum Thema uniformierte Wegelagerer (Polizei, Militär, Grenzer,...) einige unfreundliche Dinge gelesen und den Jungs ist man dann ja dort doch ziemlich "ausgeliefert".

Über die Dauer habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, denke aber, dass 3-4 Wochen realistisch sein könnten.

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silberflott 30.09.2011, 18:35
@demosthenes

Information ist gut, und ansonsten unbeschwert angehen. Achtung und Freundlichkeit sind gute Begleiter. Bleiben wir in Verbindung wegen der Tour, wobei aber wohl meine Straßenmaschine die offene Frage stellt. Und ne 250er aus der Familie ist vielleicht zu klein.

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demosthenes 10.10.2011, 13:36
@silberflott

Strassenmaschine ist ja nicht gleich Strassenmaschine und Sandwege sind eigentlich auch nicht meine bevorzugten Strecken, wenn ich mit vollem Tourengepäck unterwegs bin.

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