Nächste woche erste Fahrstunde :(

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Angst muß man beim Motorradfahren nicht haben, nur einen gesunden Respekt vor den möglichen Konsequenzen.

Wenn Du Dir bewußt machst, daß Du Dir gerade wegen Deiner mangelnden Erfahrung vor der allerersten Fahrstunde so viele Sorgen machst, dann ist das der erste Schritt zur Wandlung von Angst in Vorsicht - und gerade als Motorradfahrer sollte man extrem vorsichtig fahren. Dein Fahrlehrer wird mit Dir anfänglich Grundfahrübungen machen, bei denen Du das Fahrschulmotorrad und dessen Eigenheiten kennenlernst - und vor allem die Grundlagen der Bedienung dieser Dir noch fremden Maschine. Hast Du das grundlegende Verständnis für das Motorrad entwickelt, dann geht der Rest der Fahrausbildung gut weiter - glaub mir, viele hier haben bei der ersten Fahrstunde in freier Wildbahn Blut und Wasser geschwitzt. Das gehört dazu.

Solange Du nicht zu den Kandidaten gehörst, die direkt nach Erwerb des Führerscheins meinen, jetzt über die Fahrkünste eines Valentino R. zu verfügen, wirst Du auch nach einer erfolgreichen Motorrad-Prüfung in deinem eigenen Tempo weiterlernen - vielleicht ab und an unterstützt von Profis (Fahrsicherheitstraining usw.). Dazu gehört auch das ständige Gedankenspiel "what-if" (was, wenn das Auto rechts in der Einfahrt jetzt losfährt? was, wenn in der Kurve da vorne gleich Dreck auf der Straße ist?) - dadurch setzt man sich ständig mit seinem eigenen Verhalten und Situationen auseinander - und mit dem möglichen Umgang mit unangenehmen Überraschungen.

Echte Angst, die auch nach den ersten Fahrstunden anhält, wäre aber ein Grund, das Thema "Motorradführerschein" noch einmal zu hinterfragen - denn Angst kann paralysieren und dadurch so sehr handlungsunfähig machen, daß in einer Art Schockstarre keinerlei rationale Handlung (wie z.B. Bremsen) mehr durchgeführt wird. Das halte ich aber für extrem unwahrscheinlich - Bonny hat es ja schon gut beschrieben; wenn man sich Schockbilder anschaut soll ja gerade der Puls hochgehen, und Bilder von friedlich umherfahrenden Motorrädern sind sicherlich nicht gerade Quotenbringer...

Kurz: lass Dich nicht verunsichern und freu Dich auf eines der schönsten Hobbys der Welt!

Wow - sehr gut beschrieben, Kompliment.

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Ganz einfach: Gehe es realistisch an. Die Presse lebt davon immer die negativen Seiten zu veröffentlichen. Sieh Dir (besser nicht) die Fotos von Autounfällen, Flugzeugabstürzen, Bahnunglücken und Busunfälle an. Die sind teilweise noch brutaler. Verreist Du deshalb nicht? Bei Motorradunfällen ist sehr oft der Motorradfahrer selber schuld. Zu hohe Geschwindigkeit (besonders in Kurven), riskante Überholmanöver usw. Besonders bei Überschätzung der eigenen Risiken der noch unerfahrenen Fahrern mit Motorräder mit hohen PS-Zahlen. Natürlich gibt es auch Unfälle, an denen der Motorradfahrer nicht Schuld ist, dass betrifft aber meist den älteren erfahrenden Fahrern. Angst solltest Du nicht haben, aber Respekt. Ich fahre über 40 Jahre Motorrad, früher meist sehr leichtsinnig und habe sehr wenige Unfälle gehabt. Meist "Wegrutscher" auf nasser Fahrbahn. Seit 20 Jahren keinen mehr, abgesehen von dem Unfall im letzten Jahr auf der Ölspur in einer Kurve (Autobahneinfahrt). Das war auch der bisher schwerste Unfall. Früher wäre es nicht so schlimm gewesen, aber "alte" Knochen brechen leichter. Schwere Unfälle hatte ich nur in der Wohnung beim Heimwerken. Sollte ich dann das Werken und Renovieren lassen? Also nicht daran denken. Meist hast Du es selber in der Hand. Fahre vorsichtig und vor allen Dingen vorausschauend. Es gibt Freizeitbeschäftigungen, die sind viel gefährlicher. Gruß Bonny

Du findest Bilder zu allen Themen des Lebens, die Angst machen können. Natürlich musst du vorsichtig sein, egal womit im Straßenverkehr. Das Fahren mit einem Motorrad macht so viel Spaß, dass ist das wert...

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