Motorradunfall - Schuldfrage?

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6 Antworten

Wenn der Unfall an einer Kreuzung passiert ist, ist es eindeutig deine Schuld. Denn an Kreuzungen darf nicht überholt werden. Außerdem mußt du so viel Abstand halten, dass du selbst dann noch rechtzeitig anhalten kannst, wenn der Vorausfahrende eine Vollbremsung hinlegt.

Deine Schuld, denn auch bei 30mph kann dein Kumpel physikalisch nicht einfach so 90° rechts abbiegen ohne seine Geschwindigkeit vorher deutlich zu verringern, was für Dich hätte erkennbar sein müssen.

Zudem überholt man nicht bei Einmündungen, also hast du 2 Anzeichen grob missachtet.

Und wie die "Bobbies"die Sache gesehen haben, wurde hier ja nicht geschildert.

Hat er denn geblinkt?

In D wäre das "überholen bei unklarer Verkehrslage", klar würde am Unfallgegner (dem Abbiegenden) auch etwas hängenbleiben, wenn er nicht geblinkt hätte, aber gut sieht die Geschichte für dich jedenfalls nicht aus.

So etwas darf dir als Motorradfahrer einfach nicht passieren, diese Unfallart ist ja schon fast ein operettenhafter Klassiker,besonders, wenn ganze Fahrzeugkolonnen überholt werden.

Vielleicht ein heilsamer Unfall, denn etwas ähnliches wird dir sicherlich nicht nochmal passieren.  

Also ich verstehe ehrlich gesagt nur Bahnhof.

Ihr wart in England - ist klar

Ein Auto fährt zwischen euch - ist klar

Dein Kumpel biegt rechts ab - ist klar

und dann? Was ist dann passiert? Warum sollte dein Kumpel nach hinten schauen. Bist du hinter ihm gefahren? Wenn ja, schuldig ist immer erstmal der, der hinten drauf fährt. Dann gibt es zu ermitteln, warum draufgefahren wurde (z.B. Blinker nicht gesetzt). Dann hast du dennoch eine Teilschuld, selbst wenn er den Schulterblick vergessen hat. Denn im Straßenverkehr gilt die Regel "Vorausschauend fahren und mit Fehler anderer rechnen.".

Edelplastic 20.06.2017, 13:04

Hab noch das Stichwort "Sicherheitsabstand" vergessen zu erwähnen. Also auch wenn Blinker nicht gesetzt wurde und der Fahrer wird langsamer, dann ist der Abstand zu erhöhen. Kann ja auch sein, dass der Blinker oder die Blinkerschaltung defekt war und dir somit sein Abbiegewunsch nicht gezeigt wurde.

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Mal ganz ehrlich: Du fährst mit einen "Kumpel" in Urlaub ins Ausland. Dann passiert eben ein "Missgeschick". Wenn nicht viel passiert ist, ist eine Schuldzuweisung alles andere als "kameradschaftlich". Mit solchen Leuten wie Dich würde ich nie mehr fahren.

Habe ich auch nicht: Als ich meinen Unfall auf der Ölspur hatte, haben sich meine "Kumpels", die ich schon länger kannte, höflich verabschiedet als die Feuerwehr eintraf. Auf der Trage habe ich mich dann um den Abtransport meines Motorrades gekümmert (wir waren in der Pampa). Das wäre die Hilfe von den Kumpels gewesen. Die haben mich noch nicht mal im Krankenhaus besucht. Das haben aber viele andere gemacht (auch jemand von hier Mf, der zufällig in Berlin war). Den Kontakt zu den"Eisdielen-Drivern" habe ich abgebrochen. Die bezeichne ich auch nicht als "Biker". Das ist für mich mehr als mal zusammen Motorradfahren.

Schuldzuweisung an jemand, mit dem ich im Urlaub war und einVersehen passiert ist, zumal Du auch nicht unschuldig bist, ist für mich nichtvorstellbar. Ich habe auch andere Erfahrungen gemacht. Als wir von dem Mf-Treffen letztes Jahr kamen, bin ich auf Sand weggerutscht und wurde auch sehr schmerzvoll verletzt. "BMWRolf" hat mir vorbildlich geholfen, auch hinterher (moralisch). Das verstehe ich unter "Biker". Mit ihm fahre ich jederzeit wieder auf Tour.  Vielleicht bin ich eine andere Generation, bei der "Kameradschaft noch etwas gilt. Bonny


In England gilt englisches (britisches) Recht. Wer soll sich damit auskennen?

Eine (theoretische) Verlagerung des Unfalles nach Deutschland ist nicht zielführend.

19ht47 20.06.2017, 14:40

. . . . . . im übrigen eine einseitige Schilderung.

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