Motorradjacke

8 Antworten

Hallo Alex78. Schön wieder von Dir zu lesen. --- Na ja, stürzen darf man damit ja nicht. Gebe aber zu, bis vor meinem Unfall im vorigen Jahr bin ich im Sommer nur im Hemd und Weste gefahren (auf meiner Chopper). Viele Schmerzen und Hautabschürfungen hätte ich mir ersparen können. Wenn es kälter war hatte ich meine "Bomberjacke" an. Die ist wärmer und sehr leicht. Die Lederjacke hängt seit "Bebra" im Schrank. Seit dem Unfall habe ich aber immer die Lederjacke an.

Was mich bei der Annonce schmunzeln ließ ist, von 124,95 Euro herabgesetzt auf 29,95 Euro und dann noch der Ratenkauf von 2,00 Euro im Monat. Frag doch mal, wie die Konditionen für einen Ratenkauf auf 12 Monate sind. ;-)) Gruß Bonny

also bei diesem Preis kann ich mir nicht vorstellen, das es etwas gescheites ist. Generell ist nach meiner Auffassung nichts gegen Goretex zu sagen. Bei einem Abflug meiner Frau bei 60 Km/h war die Kompi leicht "angescheuert" aber die Protektoren und der Stoff haben locker durchgehalten. Keine Verletzungen an der Haut, nur leichte Prellungen. Entscheident hier sind für mich die Protektoren. Vllt kannst Du die an der Jacke gegen bessere austauschen. Viele kaufen Billig-Textil und wundern sich dann das bei einem Unfall wenig wirkung da ist. Meine Goretex-Jacke ist schwerer wie eine Lederjacke, aber bei 30 Crad kann ich noch ohne großes Schwitzen an der Ampel stehen.

Selbst wenn die Jacke "raus" muss, weil das Lager für die neue Kollektion gebraucht wird, werden die nicht verschenkt. Außerdem, bei Motorradkleidung ist es nicht so wie in einem Modeladen. Da wechselt die Kollektion nicht so umfangreich. Dementsprechend wird auch nicht jährlich so viel neuer Lagerplatz gebraucht. Wenn die Jacke für 29,95 Euro verkauft wird, verdient der Händler sicher immer noch etwas. Selbst wenn er die zu dem Einkaufspreis +Steuer abgibt, also als "interne Abschreibung" (nicht steuerlich gemeint) bezeichnet, hat er keinen Verlust. Kann es sogar noch steuerlich absetzen.

Die Herstellerfirma verdient auch daran. Die müssen so kalkulieren, dass das Material und die Näherinnen bezahlt werden können. Die Protektoren stellt er sicher auch nicht her, also werden die eingekauft. Der Importeur bzw. die Spedition möchte auch bezahlt werden. Letztlich kostet eine Jacke in der Herstellung unter 10 Euro. Was kostet das Außenmaterial (1,5 - 2qm), das Innenfutter, die Reisverschlüsse, usw. usw.?

Wenn die mir gefallen würde, würde ich die schon zum spazieren gehen anziehen. Warum nicht? Für den Preis eine "Wetterjacke" ist doch OK. Aber auf dem Motorrad sicher nicht. Da die Jacke sehr leicht ist, sicherlich aus dem gleichen Material wie meine "Bomberjacke", aber "Protektoren" hat, die beim Sturz mit Sicherheit verrutschen, ist mir meine gefütterte Jacke lieber. Durch das Futter vielleicht auch etwas "weicher" beim Umfallen. Fahren tue ich nur noch mit der Lederjacke.

Bei meinem Unfall bei ca. 60 Km/h auf der Ölspur hatte ich Lederhosen an, aber oben nur ein dickes Baumwollhemd und eine Lederweste. Zwischen den Verletzungen unter Leder und unter dem Hemd klaffen Welten. Es war ein realer Test an einer Person mit unterschiedlicher Motorradkleidung. Die Narben oberhalb der Gürtellinie, durch die Hautabschürfungen bis auf das Fleisch, werde ich sicher noch viele Jahre als Erinnerung behalten. Ich habe daraus schmerzlich gelernt. Gruß Bonny

Bonny, Du hast daraus gelernt und das ist gut so. Aber viele Andere werden daraus nicht lernen, weil sie es nicht wahrhaben wollen. Es ist müßig, wenn wir uns hier den "Mund fusselig" schreiben. Leider.

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