Motorrad verkaufen oder Ersatzmotor besorgen -lohnt es sich überhaupt noch?

7 Antworten

Das musst letztendlich du selbst entscheiden.

Aus dem Satz:

Kann mich nicht entscheiden, ob ich das Ding - solange sie anspringt und
läuft - und das neuere Model mit ABS und Einspritzung kaufen soll
(~3000€) oder doch nochmal Geld in die Hand nehmen und weiterfahren?

Werde ich nicht wirklich schlau... was willst du uns damit sagen?

63000 km Laufleistung schafft ne (gepflegte) SV locker, ich "kenne" da eine, die deutlich mehr auf dem Buckel hat(te), wurde verkauft, deswegen kann ich nicht sagen, wie viel sie heute drauf hat. Warum sollte sich also eine Reparatur bei 63000 km nicht mehr lohnen?

Bring sie mal in eine gute Werkstatt, schildere das Problem, lass mal den Mechaniker eine Runde mit ihr fahren und lass dir dann von ihm sagen, was er denkt, was alles gemacht werden muss, was dich der Spaß kostet und entscheide dann, was du machen willst.


Hoppla, da ist ein Wort verschluckt worden.

Was ich mich halt frage: Entweder ich verkaufe meine SV jetzt, wo sie noch läuft und anspringt, lege etwas Geld dazu und hole mir für etwa 3000€ das neuere Model, welches u.a. ABS und Einspritzung hat. ODER ich besorge mir eben einen Austauschmotor und baue den ein.

Dass ich die Entscheidung alleine treffen muss ist mir klar. Ich kann halt eben die Wirtschaftlichkeit von sowas nicht abschätzen und da mir das Ding ans Herz gewachsen ist, ist es mit der Vernunft was schwer. Wollte einfach nur wissen was Ihr machen würdet um mir ein Bild machen zu können.

Aufjedenfall schonmal Danke für die Antwort!

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@DavHei

Beim Motorrad fahren entscheidet selten die Vernunft oder die Wirtschaftlichkeit.... oder warum denkst du, dass einige Menschen Oldies für viel Geld restaurieren...

Genau das ist doch der Punkt, sie ist dir ans Herz gewachsen, also ist ihr ideeller Wert deutlich höher als der materielle.

Außerdem: was denkst du, wie viel du für eine Maschine bekommst, die in einem schlechten Zustand ist? Jeder, der auch nur ein klitzekleines bisschen Ahnung hat, wird bei der Probefahrt merken/hören, dass was nicht in Ordnung ist und dir folglich nicht mehr viel dafür bezahlen. Oder würdest du für eine 15 Jahre alte Maschine, deren Motor sich "sehr ungesund" anhört, noch Geld auf den Tisch legen???

Was ich machen würde? Ich würde es gar nicht so weit kommen lassen. Unsere Maschinen werden gepflegt und gewartet. Sollten wir etwas selbst nicht erledigen können, kommt "die Gute" in eine Werkstatt. Wie gesagt, meine Ex-SV hatte mehr Kilometer auf dem Buckel und... da nagelte nichts und sie drehte sauber hoch und auch sonst fehlte ihr, bzw. dem Motor nichts, keine Inkontinez, keine alten Dichtungen und auch sonst nichts. Gut, sie war noch jünger als deine, aber für den Motor ist ja mehr die Laufleistung entscheidend und weniger das Alter.

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@Mankalita2

SV 650 S ist Massenware, wurde millionenfach irgendwo im Ausland produziert und in Deutschland für umgerechnet knapp 5000 Euro verkauft.

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@blackhaya

Ähm... ja, ist nix neues. Sie war ein "Butter und Brot-Motorrad" Und jetzt? Ich verstehe nicht, warum du das schreibst, das weiß doch jeder, dass sie massenhaft verkauft wurde.

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@Mankalita2

Tja, Mankalita2, es gibt hier immer wieder Leute, die halten sich für Experten und plappern einfach mal mit.....

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@habibi

Vielleicht erklärt uns blackhaya noch, was das jetzt mit dem ganzen zu tun haben soll. Sollte der Fragesteller sich seine SV erhalten wollen, ist es ja nur gut für ihn, dass es die SV so oft gibt/gab, das bedeutet ja auch, dass der Gebraucht-Ersatzteilmarkt recht gut sein dürfte.

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Wenn Du ordentlich investiert hast werden die Verschleißteile wie Bremsscheiben, Kettenkit und Reifen noch gut sein.

Ich würde mir auch erst mal eine Meinung von jemanden einholen, der was von der Materie versteht. Nicht unbedingt von jemandem, der nur Ersatzteile einbauen kann (Vertragshändler).

Wenn der zu dem Ergebnis kommt, das sich die Reparatur lohnt dann hast Du ein Mopped das immer noch viel Spaß macht und kaum noch Wertverlust aufweist. Und die erste SV ist ganz klar die Schönste!

Das ist eine schwere Entscheidung, die nur Du selber beantworten kannst. Grade das erste Motorrad wächst einem ans Herz und bleibt unvergessen. Wer das nicht versteht, der hat zwar mal ein Motorrad "bewegt" aber nie ein Motorrad "erlebt". Wenn dass mal weg muss, das tut dann richtig weh. Das kann ich zu 100% bestätigen. Ich habe wirkliches Mitleid.

Allerdings können wir Dir Tipps geben, die aber unterschiedlicher nicht sein können. Ich stehe auch wahrscheinlich kurz vor einer Entscheidung ob "Austauschmotor" oder Reparatur. Allerdings bin ich selber in der Lage beide Variationen auszuführen. Da es eine mehr oder weniger "Selbstbau-Chopper" ist, die ich sehr liebe, bleibt die bei mir. Nun zur "Entscheidungshilfe":

Die Hersteller bieten kein Austauschmotor wie beim Auto an. Daher sind es immer gebrauchte Motoren, von denen man nie weiß ob die wirklich "überholt" wurden, oder ob der Erwerb "ehrlich" ist.

Wenn ich einen Austauschmotor einbaue, dann kaufe ich ein baugleiches Motorrad, das ich vorher teste. Dann habe ich auch noch die anderen Ersatzteile. In Deinem Fall würde ich allerdings anders entscheiden (müssen, --- schnief). Zum Kauf kommen noch die Kosten de Umbaues dazu. Da es wahrscheinlich überwiegend um ein "Serienmotorrad" handelt, sollte die Vernunft siegen. Vermutlich wird das jetzt unwirtschaftlich. Es gibt Firmen, die kaufen solche Fahrzeuge (auch Unfallfahrzeuge) an. Vielleicht kannst Du da noch etwas Geld heraus holen. Sonst fahr die bist "Geht nicht mehr" (aber immer die Verkehrssicherheit beibehalten) und kaufe Dir nach der "Beisetzung" ein anderes "neues-gebrauchtes" Motorrad.

Wie aber geschrieben, sollte das nur eine kleine Hilfestellung sein, die Entscheidung liegt bei Dir. Gruß Bonny

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